Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung
Der Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung wird vom Adalbert Stifter Verein gemeinsam mit der Prager Union für gute Nachbarschaft deutsch- und tschechischsprachiger Länder jeweils an zwei Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen, für den Abbau von Vorurteilen, und für die Verbesserung der Zusammenarbeit engagieren.
Die Auszeichnung ist mit keiner finanziellen Anerkennung verbunden, sondern besteht in der Widmung eines Kunstwerks: Ein tschechischer und ein deutscher Künstler stiften je eines ihrer Werke für den Preisträger des anderen Landes.
Die Preisverleihung findet abwechselnd in Deutschland und in Tschechien jährlich im Herbst statt und wird in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Städten und Ländern durchgeführt.
Chronik des Kunstpreises zur deutsch-tschechischen Verständigung:
1994 in München an Zbyněk Petráček, Journalist, Prag, und Prof. Dr. Ferdinand Seibt, Historiker, München. Preisstifter: Prof. Aleš Veselý, Prag, Prof. Otto Herbert Hajek, Stuttgart.
1995 in Krumau/Český Krumlov an Franz Peter Künzel, Übersetzer, Puchheim b. München, und Jan Trefulka, Schriftsteller, Brünn. Preisstifter: Ernst Krebs, München, Věra Krumhanzlová, Prag.
1996 in Dresden an František Černý, Botschafter, Prag, und Richard von Weizsäcker, Altbundespräsident, Berlin. Preisstifter: Jindřich Streit, Prag, Stefan Hanke, Regensburg.
1997 in Krumau/Český Krumlov an Reinhold Macho, Bürgermeister, Furth im Wald, und Lída Rakušanová, Journalistin, Prag und München. Preisstifter: Winfried Tonner, Regensburg, Viktoria Chaloupková, Prag.
1998 in Hamburg an Prof. Dr. Jiří Fukač, Musikwissenschaftler, Brünn, und Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Bundestags, Bonn. Preisstifter: Rudolf Mareš, Prag, Hansjürgen Gartner, Augsburg.
1999 Keine Preisverleihung
2000 in Weimar an Vratislav Kulhánek, Škoda Auto a.s., Mladá Boleslav, und Detlef Wittig, Volkswagen AG, Wolfsburg. Preisstifter: Karel Oberthor (SČUG, Hollar), Prag Helmut Hellmessen, Maintal.
2001 in Reichenberg/Liberec an Hans Wurm, Gymnasialdirektor, Oberviechtach, und Jana Hrbotická, Gymnasialdirektorin, Pilsen (Plzeň). Preisstifter: G.Jo. Hruschka, Zwiesel, Jan Fišar, Nový Bor.
2002 in Berlin an Ludvík Kundera, Schriftsteller, Kunštát, und Reiner Kunze, Schriftsteller, Obernzell-Erlau. Preisstifter: Petr Cisařovský, Prag, Frank Siewert, Berlin.
2003 in Budweis/České Budějovice an Pater Angelus Waldstein OSB, Ettal, und Bischof František Radkovský, Pilsen. Preistifter: Leopold Hafner, Aicha v. Wald, Jiří Sozanský, Prag
2004 in Bamberg an Jiří Dienstbier, Außenminister a.D., Prag, und Hans-Dietrich Genscher, Außenminister a.D., Bonn. Preisstifter: Jiří Jirásek, Prag, Bernd Wagenhäuser, Bamberg.
2005 Alternative Verleihung des Adalbert-Stifter-Preises für Schriftsteller und Übersetzer Mitteleuropas auf einem Donauschiff bei Passau.
2006 in Teplitz/Teplice an Herbert Werner, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag, und Dr. Tomáš Kafka, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag. Preisstifter: Karel Beneš, Prag, Atelier Otto Herbert Hajek, Stuttgart.
2007 in Regensburg an Dr. Václav Maidl, Germanist, Prag, und Dr. Klaus Rose, Politiker, Vilshofen. Preisstifter: Rupert D. Preißl (†), Regensburg, Rut Kohn, Triftern.
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