Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung

Der Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung wurde bis zum Jahr 2009 vom Adalbert Stifter Verein und der Prager Union für gute Nachbarschaft deutsch- und tschechischsprachiger Länder jeweils an zwei Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen, für den Abbau von Vorurteilen, und für die Verbesserung der Zusammenarbeit engagieren. Ab 2010 wird der Kunspreis außerdem zusammen mit dem Collegium Bohemicum Aussig/Ústí nad Labem, dem Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, dem Internationalen Kulturverein pro arte vivendi, Berlin, und der Brücke-Most-Stiftung Dresden vergeben.

Die Auszeichnung ist mit keiner finanziellen Anerkennung verbunden, sondern besteht in der Widmung eines Kunstwerks: Ein tschechischer und ein deutscher Künstler stiften je eines ihrer Werke für den Preisträger des anderen Landes.

Die Preisverleihung findet abwechselnd in Deutschland und in Tschechien jährlich im Herbst statt und wird in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Städten und Ländern durchgeführt.

Chronik des Kunstpreises zur deutsch-tschechischen Verständigung:

2014 in Chemnitz an den Schriftsteller und Dramatiker Pavel Kohout, Prag und an den Botschaftler a.D. Herrmann Huber, München.

Preisstifter: Michael Morgner, Chemnitz und Eva Hašková, Všenory bei Prag 

Ehrenpreise: Jitka Ludvová, Prag und Dirk du Pin, Reinbek/Hamburg

2013 in Prag an den Botschafter der Tschechischen Republik in Berlin, Rudolf Jindrák, und den Vorstandsvorsitzenden der Skoda Automobilgesellschaft in Mladá Boleslav/Jung-Bunzlau, Winfried Vahland.

Preisstifter: Christian Thanhäuser und Alena Laufrová.

Ehrenpreise: Ursula Scholz, Hamburg, und Václav Petrbok, Prag.

2012 in Bremen an den Journalisten und Politologen Petr Brod und den Publizisten und Sachbuchautoren Jürgen Serke.

Preisstifter: Rosa Jaisli und Pavel Piekar.

Ehrenpreise: Hana Adam, Berlin, und Helmut Walz, Berlin.

2011 in Aussig/Ústí nad Labem an den Historiker Otfrid Pustejovsky und den Sprachwissenschafter und Leiter des Bohemicums Regensburg Marek Nekula.

Preisstifter: Jan Jindra und Petra Flath.

Ehrenpreise: Lenka Holíková, Řehlovice/ Groß-Tschochau, und Klaus Fiedler, Pirna.

2010 in Leipzig an den Vize-Vorsitzenden des tschechischen Senats Dr. Petr Pithart und Petra Ernstberger MdB.

Preisstifter: Katharina Dietlinger und Pavel Brázda.

2009 in Oberplan/Horní Planá an Manfred Pranghofer, Begründer des Böhmerwaldmuseums in Passau und Mgr. Ivan Slavík, stellvertretender Museumsdirektor in Krumau.

Preisstifter: Štěpan Hon und Rudolf Klaffenböck

2007 in Regensburg an Dr. Václav Maidl, Germanist, Prag, und Dr. Klaus Rose, Politiker, Vilshofen.

Preisstifter: Rupert D. Preißl (†), Regensburg, Rut Kohn, Triftern.

2006 in Teplitz/Teplice an Herbert Werner, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag, und Dr. Tomáš Kafka, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag.

Preisstifter: Karel Beneš, Prag, Atelier Otto Herbert Hajek, Stuttgart.

2005 Alternative Verleihung des Adalbert-Stifter-Preises für Schriftsteller und Übersetzer Mitteleuropas auf einem Donauschiff bei Passau. 

2004 in Bamberg an Jiří Dienstbier, Außenminister a.D., Prag, und Hans-Dietrich Genscher, Außenminister a.D., Bonn. Preisstifter: Jiří Jirásek, Prag, Bernd Wagenhäuser, Bamberg. 

2003 in Budweis/České Budějovice an Pater Angelus Waldstein OSB, Ettal, und Bischof František Radkovský, Pilsen.

Preistifter: Leopold Hafner, Aicha v. Wald, Jiří Sozanský, Prag

2002 in Berlin an Ludvík Kundera, Schriftsteller, Kunštát, und Reiner Kunze, Schriftsteller, Obernzell-Erlau.

Preisstifter: Petr Cisařovský, Prag, Frank Siewert, Berlin.

2001 in Reichenberg/Liberec an Hans Wurm, Gymnasialdirektor, Oberviechtach, und Jana Hrbotická, Gymnasialdirektorin, Pilsen (Plzeň).

Preisstifter: G.Jo. Hruschka, Zwiesel, Jan Fišar, Nový Bor. 

2000 in Weimar an Vratislav Kulhánek, Škoda Auto a.s., Mladá Boleslav, und Detlef Wittig, Volkswagen AG, Wolfsburg.

Preisstifter: Karel Oberthor (SČUG, Hollar), Prag Helmut Hellmessen, Maintal.

1999 Keine Preisverleihung

1998 in Hamburg an Prof. Dr. Jiří Fukač, Musikwissenschaftler, Brünn, und Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Bundestags, Bonn.

Preisstifter: Rudolf Mareš, Prag, Hansjürgen Gartner, Augsburg.

1997 in Krumau/Český Krumlov an Reinhold Macho, Bürgermeister, Furth im Wald, und Lída Rakušanová, Journalistin, Prag und München.

Preisstifter: Winfried Tonner, Regensburg, Viktoria Chaloupková, Prag.

1996 in Dresden an František Černý, Botschafter, Prag, und Richard von Weizsäcker, Altbundespräsident, Berlin.

Preisstifter: Jindřich Streit, Prag, Stefan Hanke, Regensburg. 

1995 in Krumau/Český Krumlov an Franz Peter Künzel, Übersetzer, Puchheim b. München, und Jan Trefulka, Schriftsteller, Brünn.

Preisstifter: Ernst Krebs, München, Věra Krumhanzlová, Prag.

1994 in München an Zbyněk Petráček, Journalist, Prag, und Prof. Dr. Ferdinand Seibt, Historiker, München.

Preisstifter: Prof. Aleš Veselý, Prag, Prof. Otto Herbert Hajek, Stuttgart.