Mo, 26. März 2007, 19 Uhr
Kulturforum
im Sudetendeutschen Haus
Hochstraße
8, München
Die zehnjährige Elfi erlebt
das Jahr 1938 in der kleinen mährischen Stadt südlich von Brünn,
in der sie geboren wurde. Im Herbst dieses Jahres besetzen Hitlers
Truppen die Sudetengebiete. Schon in den Monaten vorher verändern
sich, zuerst fast unmerklich, dann immer dramatischer die Verhältnisse.
Die selbstverständlich gewesene Einheit der Bevölkerung zerfällt,
es ist jetzt nicht mehr gleichgültig, in welchem Geschäft man einkauft,
oder wer den Hut anfertigt, den die Mutter am Sonntag tragen wird.
"Jetzt", sagt der Vater, "gehört auf einen deutschen
Kopf ein deutscher Hut und auf einen tschechischen Kopf ein tschechischer
Hut“. Es war für Elfi bisher auch unwichtig, ob die Leute in die
katholische oder evangelische Kirche oder in den Tempel zum Beten
gegangen sind. Die Menschen werden mißtrauisch, aus Nachbarn werden
Gegner, aus Freunden Feinde. Elfí muss sich ganz neu zurechtfinden...
Ilse Tielsch,
geboren 1929 in Auspitz (Hustopeče) in Mähren. Gymnasium in Nikolsburg
(Mikulov) und Znaim (Znojmo). Flucht nach Österreich im April 1945.
Studium in Wien. Seit 1964 freiberufliche Schriftstellerin. Ihr
Roman Die Ahnenpyramide (1980) hat sie weit über Österreich
hinaus bekannt gemacht. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.
a. der Anton-Wildgans-Preis 1989 und das Österreichische Ehrenkreuz
für Wissenschaft und Kunst.

Ilse Tielsch:
Das letzte Jahr.
Edition
Atelier, Wien 2006. ISBN 3-90298-13-7
Veranstalter:
Kulturreferent
für die böhmischen Länder
im
Adalbert Stifter Verein
Hochstraße
8
81669
München
Tel:
089 622 716 35
schwarz@asv-muen.de
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