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Der Standpunkt der Kunst
eines Volkes ist immer
der Standpunkt
seiner Menschlichkeit.

Adalbert Stifter

Veranstaltungen

Dienstag, 3. November 2020

19.00 Uhr

Alles Geschichte?

Mitteleuropäisches Erbe in der tschechischen Gegenwartsliteratur

Forum der Münchner Stadtbibliothek, Rosenheimer Straße 5, München

Eine Podiumsdiskussion mit Dora Kaprálová (Berlin) und Marek Toman (Prag). Moderation Judith Leister (freie Journalistin, München).

Auch als Lifestream auf YouTube.

Vor knapp 20 Jahren hat die tschechische Literatur die Tabus der gemeinsamen deutsch-tschechischen Geschichte geballt ans Licht gebracht und damit eine große gesellschaftliche Diskussion eröffnet. Die Aufarbeitung ist noch nicht vollendet, doch die tschechischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller betrachten das Gedächtnis des gemeinsamen kulturellen Raums unbelastet und offen, mit allen seinen Wendungen und Facetten. Welche kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung hat die Thematisierung des gemeinsamen Erbes? Spielt die Literatur auch dieses Mal die Vorreiterrolle für ungewohnte und vielleicht auch immer noch unbequeme Fragen? Und warum ist die Geschichte für die gegenwärtige Literatur immer noch so interessant?

Eintritt frei, Anmeldung unter eveeno.com/alles-geschichte

Dora Kaprálová (*1975 in Brünn) ist Dichterin, Prosaautorin und Journalistin. Ihre journalistischen Texte zu aktuellen Themen wie Migration und Integration wurden vielfach ausgezeichnet. In ihrem Band Berlínský zápisník (Berliner Notizbuch, Balaena Verlag 2018) blickt sie mit der Distanz einer freiwilligen Emigrantin in Berlin sowohl auf ihre alte als auch neue Heimat.

Marek Toman (*1967 in Prag) ist Dichter, Prosaautor und Publizist. Er lässt er sich durch wahre Ereignisse der tschechischen und europäischen Geschichte inspirieren, insbesondere durch das deutsch-tschechisch-jüdische Leben in Prag. So in der Prosa Veliká novina o hrozném mordu Šimona Abelese (Die große Neuigkeit vom schrecklichen Mord an Šimon Abeles, Wieser Verlag 2019) oder im Kinderbuch Můj Golem (Der Prager Golem, bahoe books 2019).

Judith Leister (München) ist Germanistin, Slawistin und Komparatistin. Seit 2005 ist sie freie Mitarbeiterin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit 2006 schreibt sie auch für die Neue Zürcher Zeitung. Ihr Interesse gilt der Geschichte und Literatur Osteuropas und Österreichs – und ganz besonders den alten Verbindungslinien zwischen Mittelosteuropa und der Donaumonarchie.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek und dem Mittel Punkt Europa e.V.

Im Rahmen des Projektes Shared Heritage - gemeinsames Erbe des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (Oldenburg).

Gesamtprogramm des Projektes finden Sie hier.

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Montag, 9. November 2020

19.00

Europa und seine Grenzen

Die Freizügigkeit am deutsch-tschechischen Beispiel

Die Diskussion findet nur online statt, Anmeldung hier.

Die Tatsache, dass sich Menschen und Waren frei in Europa bewegen können, ohne an jeder nationalen Grenze angehalten und kontrolliert zu werden, gehört zu den größten Errungenschaften der EU. Doch gerade erst haben alle erfahren, wie schnell die Grenzen geschlossen werden können. Wird dies Konsequenzen haben - in Politik, Kultur, Gesellschaft?

Mit Ludmila Rakušanová (Rinchnach/Prag), Andreas Kalina (Akademie für politische Bildung Tutzing) und Hans Pieke (Vorstandsmitglied des Heimatkreises Reichenberg Stadt und Land e.V.)

Moderation: Birgit Schmitz-Lenders (Europäische Akademie Bayern)

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, der Europäischen Akademie Bayern und dem europe direct Informationzentrum Augsburg

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Montag, 9. November 2020

19.00

Zum transkulturellen Charakter böhmischer Literatur 

Wissenschaftlicher Vortrag

VHS Linz, Wissensturm, Veranstaltungssaal E.09, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz

Das Projekt 3 Sessel – 3 Länder – 1 Region – Bayern, Österreich, Tschechien untersucht anhand von vier ausgewählten Beispielen (Sprache, Literatur, Musik und kulturelle Reminiszenzen) Verflechtungen zwischen den drei Ländern bis in die Gegenwart. Ausgehend von dem 2017 erschienenen Handbuch der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder zeigt Peter Becher, wie sich die Literatur dieser Region als Ort transkultureller Wechselwirkungen und Austauschprozesse beschreiben lässt.

Peter Becher ist Literaturwissenschaftler, Autor und seit 2019 Vorsitzender des Adalbert Stifter Vereins.

Eintritt frei

In Zusammenarbeit mit der VHS Linz und dem Institut für Geschichte und Zeitgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz

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Aktuelles

Online-Angebote

Digitale Buchvorstellung mit Bildvortrag, Lesung und Konzert

Der literarische Reiseführer Böhmisches Bäderdreieck mit Autorin Roswitha Schieb, Pianistin Eva Hermann, Geiger Markus Koppe und Schauspieler Thomas Birnstiel ist ab dem 23. September auf YouTube zu sehen.

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Böhmerwaldseminar 2020 digital

Das Böhmerwaldseminar vom 19.-20.9.2020 musst bedingt durch die Corona-Pandemie abgesagt werden. Einige der vorgesehenen Vorträge zum Schwerpunktthema 75 Jahre Kriegsende und Vertreibung finden Sie nun auf unserem You-Tube-Kanal.

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Podiumsdiskussion Sehnsucht nach der k.uk.-Zeit online

Die spannende Podiumsdiskussion mit Martin Haidinger (Wien), Jana Osterkamp (München), Steffen Höhne (Weimar), Bernard Gaida (Guttentag/Polen), moderiert am 21. Juli 2020 durch Maren Röger (Augsburg) finden Sie nun auf unserem YouTube-Kanal.

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Texte zum Kriegsende online zugänglich

75 Jahre nach Ende Zweiten Weltkriegs stellen wir Zeitzeugenberichte zu den Ereignissen in den böhmischen Ländern online.

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Verblichen, aber nicht verschwunden

Foto- und Textausstellung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder nach einer Exkursion auf den Spuren der deutschsprachigen Bevölkerung im Böhmerwald.

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Publikationen

Neue Ausgabe Sudetenland

1-2|2020

Die aktuelle Ausgabe von Sudetenland – erstmals als Doppelnummer – erinnert an den vor hundert Jahren in Neutitschein geborenen Max Mannheimer: nicht nur als KZ-Überlebenden, unermüdlichen Erklärer und Vermittler, sondern auch als Maler und rasanten Tatra-Fahrer. Welche Spuren die „verlorene Geschichte“ der Deutschen in der tschechischen Literatur hinterlassen hat, erklären Christina Frankenberg, Eda Kriseová und Radek Fridrich. Anna Knechtel lässt die beiden böhmischen Autoren Josef Mühlberger und Max Brod in Dialog treten, und Bernhard Setzwein erlaubt uns einen Blick in sein neustes Romanprojekt über Leo Perutz.

 

Editorial

Peter Becher: Einladung zu einer imaginären Feierstunde

 

Feuilleton

Tomáš Kafka: Schweizerische Inspiration

Christina Frankenberg: Geschlossene Grenzen

 

Porträt: Max Mannheimer

Karel Chobot: Ein Ehrenbürger Neutitscheins

Charlotte Knobloch: Universelles Vermächtnis

Olga Sippl: Abschied von meinem Freund Max

Judith Faessler: Überspielen des Unerträglichen

Steffi Thurnhuber: Verantwortung übernehmen

Gerd Holzheimer: Zwei Fahrten mit Max Mannheimer

 

Im Gespräch

Peter Becher: „Sonst such ich mir eine andre Nonne“. Gespräch mit Schwester Elija Boßler vom Karmel Heilig Blut in Dachau

 

Kunst und Kontext

Hansjürgen Gartner: Das Bemühen um Leichtigkeit. Der Maler ben jakov – alias Max Mannheimer

 

Thema: Verlorene Geschichte

Christina Frankenberg: Die Namen der Großeltern

Eda Kriseová: Literatur mit Durchschlag

Radek Fridrich: Von den Deutschen

 

Literatur im Spiegel

Anna Knechtel: Zwei Schriftsteller – zwei Journalisten. Max Brod und Josef Mühlberger

 

Orte der Vermittlung

Jiří Petrášek: Reger Austausch. Vernetzung der Bibliotheken von Regensburg und Pilsen

 

Prosa

Hans-Peter Kunisch: Maßlose Ruhe

Bernhard Setzwein: Das Buch, das niemand lesen kann

 

Wiedergelesen

Thomas Betz : Fliegen lassen, verwandelt. Harald Kaas’ „Uhren und Meere“

 

Forum der Übersetzer

Raija Hauck: Nicht Marktkenner – Kosmopoliten!

 

Wirtshäuser Europas

Tereza Semotamová: In der Kneipe – bin ich Mensch

 

Lyrik

Ondřej Cikán: Ordentliche Gedichte (Výtah I. – Aufzug I. Svah. – Hang. Půlnoc. – Mitternacht. Gewölk. Ungefällte Zedern. Briefpapier.)

 

Drama

Stefan Wirner: Begegnung im Abteil

 

Würdigungen

Markéta Mališová: Akribischer Kafka-Kenner. Nachruf auf Josef Čermák

 

Rezensionen

 

Autoren und Mitarbeiter, Bildnachweis

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Neues Stifter Jahrbuch

Neue Folge 33|2019

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs betrachten Pieter M. Judson, Václav Petrbok, Milan Horňáček und Markus May die Reflexionen dieses Epochenbruchs in der Literatur von Richard Weiner bis Joseph Roth. Václav Smyčka erkundet utopische Welten in der böhmischen Aufklärung, und Markus Pohl entdeckt eine vergessene europäische Autorin aus Prag: Gertrude von Schwarzenfeld. Der Jahresbericht 2019 (so der neue Rhythmus; der Jahresbericht 2018 erscheint separat), Rezensionen, Tagungsberichte und die Zeitschriftenschau ergänzen die wissenschaftlichen Beiträge.

 

 

Inhalt

Zuzana Jürgens und Franziska Mayer: Umbrüche und Kontinuitäten

Jahresbericht 2019

 

Wissenschaftliche Beiträge und Essays

Václav Smyčka: Vergangene Träume. Utopische Imaginationen böhmischer Autoren der Sattelzeit

Pieter M. Judson: Das stille Verschwinden des Staats. Österreich-Ungarn 1918

Václav Petrbok: Tschechische Revolution? Die Entstehung der Tschechoslowakei in der Literatur der böhmischen Länder

Milan Horňáček: Kulturen der Niederlage nach dem Ersten Weltkrieg in der deutschsprachigen Kriegsliteratur der böhmischen Länder

Markus May: Joseph Roth: Radetzkymarsch. Bemerkungen zu Autor und Werk

Markus Pohl: Gertrude von Schwarzenfeld (1906–2000). Eine fast vergessene europäische Autorin aus Prag

 

Rezensionen

Thomas Krzenck – Pavel Brodský, Kateřina Spurná, Marta Vaculínová (Hrsg.): Liber viaticus Jana ze Středy [Der Liber viaticus des Johannes von Neumarkt]

Franz Adam – Lena-Lisa Wüstendörfer: Klingender Zeitgeist. Mahlers „Vierte Symphonie“ und ihre Interpretation um die Jahrtausendwende

Thomas Krzenck – Robert Janás: Emil Pirchan. „Malerfürst“ brněnské okružní třídy [Emil Pirchan. „Malerfürst“ der Brünner Ringstraße]

Jozo Džambo – Beat Steffan (Hrsg.): Emil Pirchan. Ein Universalkünstler des 20. Jahrhunderts. Bühnenbildner, Graphiker, Architekt, Designer

Klaus Hübner – Václav Smyčka: Das Gedächtnis der Vertreibung. Interkulturelle Perspektiven auf deutsche und tschechische Gegenwartsliteratur und Erinnerungskulturen

Jozo Džambo – Tamara Scheer: Von Friedensfurien und dalmatinischen Küstenrehen. Vergessene Wörter aus der Habsburgermonarchie

 

Zeitschriftenschau

Aussiger Beiträge. Germanische Schriftenreihe aus Forschung und Lehre

Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder. A Journal of History and Civilisation in East Central Europe

Germanoslavica. Zeitschrift für germano-slawische Studien

Jahrbuch. Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich

Studia Germanistica. Acta Facultatis Philosophicae Universitatis Ostraviensis

 

Autoren und Mitarbeiter

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