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Veranstaltungen

Verlegung vom Tschechischen Zentrum ins Sudetendeutsche Haus!

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Dienstag, 27. Oktober 2020

19.00 Uhr

Wie oft ist die dunkle Wolke über uns hinweggezogen

Lyrikabend mit musikalischer Begleitung

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Das letzte Buch des 2017 verstorbenen Journalisten und Schriftstellers Pavel Kohn widmet sich seinem frühesten lyrischen Werk. Ein vierköpfiges Übersetzerteam hat die auf Tschechisch verfassten Gedichte aus den Jahren 1945 – 1949 nun ins Deutsche übertragen. Nach einer Lesung von Thomas Birnstiel diskutieren Rut Kohn, Rachel Kohn, Jan Picman und Georg Thuringer über das Projekt. Musikalisch durch den Abend begleitet der Pianist David Kohn.

Pavel Kohn, geboren 1929 in Prag, überlebte als einziger seiner Familie die NS-Konzentrationslager. Nach dem Krieg studierte er Dramaturgie in der Tschechoslowakei, wurde jedoch politisch verfolgt und emigrierte 1967 nach Deutschland. 1968 – 1990 war er Redakteur bei Radio Free Europe.

Eintritt frei. Teilnahme bitte nur nach vorheriger Anmeldung bei: ccmunich@czech.cz

Eine Veranstaltung des Tschechischen Zentrums München in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder

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Leider verschoben, der Ersatztermin wird bekannt gegeben

Donnerstag, 29. Oktober 2020

18.00 Uhr

Otokar-Fischer-Preis

Preisverleihung

Goethe-Institut, Masarykovo nábřeží 32, Prag

Bereits zum dritten Mal wird in Prag der Otokar-Fischer-Preis für herausragende germanobohemistische geisteswissenschaftliche Arbeiten verliehen. Ab diesem Jahrgang vergibt das Institut für Literaturforschung [Institut pro studium literatury] den Preis zusammen mit dem Adalbert Stifter Verein, zum ersten Mal wird zusätzlich auch eine tschechischsprachige germanobohemistische Arbeit ausgezeichnet.

Moderation: Jaromír Typlt (angefragt)

Musikalische Begleitung: Tomáš Jamník (angefragt)

Im Anschluß findet ein Empfang statt.

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: fischer[a]ipsl.cz

In Kooperation mit dem Institut für Literaturforschung und dem Goethe-Institut Prag

Gefördert durch den Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, die Hauptstadt Prag und das Kulturministerium der Tschechischen Republik

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Dienstag, 3. November 2020

19.00 Uhr

Alles Geschichte?

Mitteleuropäisches Erbe in der tschechischen Gegenwartsliteratur

Forum der Münchner Stadtbibliothek, Rosenheimer Straße 5, München

Eine Podiumsdiskussion mit Dora Kaprálová (Berlin) und Marek Toman (Prag). Moderation Judith Leister (freie Journalistin, München).

Auch als Lifestream auf YouTube.

Vor knapp 20 Jahren hat die tschechische Literatur die Tabus der gemeinsamen deutsch-tschechischen Geschichte geballt ans Licht gebracht und damit eine große gesellschaftliche Diskussion eröffnet. Die Aufarbeitung ist noch nicht vollendet, doch die tschechischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller betrachten das Gedächtnis des gemeinsamen kulturellen Raums unbelastet und offen, mit allen seinen Wendungen und Facetten. Welche kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung hat die Thematisierung des gemeinsamen Erbes? Spielt die Literatur auch dieses Mal die Vorreiterrolle für ungewohnte und vielleicht auch immer noch unbequeme Fragen? Und warum ist die Geschichte für die gegenwärtige Literatur immer noch so interessant?

Eintritt frei, Anmeldung unter eveeno.com/alles-geschichte

Dora Kaprálová (*1975 in Brünn) ist Dichterin, Prosaautorin und Journalistin. Ihre journalistischen Texte zu aktuellen Themen wie Migration und Integration wurden vielfach ausgezeichnet. In ihrem Band Berlínský zápisník (Berliner Notizbuch, Balaena Verlag 2018) blickt sie mit der Distanz einer freiwilligen Emigrantin in Berlin sowohl auf ihre alte als auch neue Heimat.

Marek Toman (*1967 in Prag) ist Dichter, Prosaautor und Publizist. Er lässt er sich durch wahre Ereignisse der tschechischen und europäischen Geschichte inspirieren, insbesondere durch das deutsch-tschechisch-jüdische Leben in Prag. So in der Prosa Veliká novina o hrozném mordu Šimona Abelese (Die große Neuigkeit vom schrecklichen Mord an Šimon Abeles, Wieser Verlag 2019) oder im Kinderbuch Můj Golem (Der Prager Golem, bahoe books 2019).

Judith Leister (München) ist Germanistin, Slawistin und Komparatistin. Seit 2005 ist sie freie Mitarbeiterin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit 2006 schreibt sie auch für die Neue Zürcher Zeitung. Ihr Interesse gilt der Geschichte und Literatur Osteuropas und Österreichs – und ganz besonders den alten Verbindungslinien zwischen Mittelosteuropa und der Donaumonarchie.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek und dem Mittel Punkt Europa e.V.

Im Rahmen des Projektes Shared Heritage - gemeinsames Erbe des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (Oldenburg).

Gesamtprogramm des Projektes finden Sie hier.

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Montag, 9. November 2020

19.00

Europa und seine Grenzen

Die Freizügigkeit am deutsch-tschechischen Beispiel

Die Diskussion findet nur online statt, weitere Informationen demnächst hier.

Die Tatsache, dass sich Menschen und Waren frei in Europa bewegen können, ohne an jeder nationalen Grenze angehalten und kontrolliert zu werden, gehört zu den größten Errungenschaften der EU. Doch gerade erst haben alle erfahren, wie schnell die Grenzen geschlossen werden können. Wird dies Konsequenzen haben - in Politik, Kultur, Gesellschaft?

Mit Ludmila Rakušanová (Rinchnach/Prag), Andreas Kalina (Akademie für politische Bildung Tutzing) und Hans Pieke (Vorstandsmitglied des Heimatkreises Reichenberg Stadt und Land e.V.)

Moderation: Birgit Schmitz-Lenders (Europäische Akademie Bayern)

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: https://eveeno.com/europa-grenzen   

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, der Europäischen Akademie Bayern und dem europe direct Informationzentrum Augsburg

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Montag, 9. November 2020

19.00

Zum transkulturellen Charakter böhmischer Literatur 

Wissenschaftlicher Vortrag

VHS Linz, Wissensturm, Veranstaltungssaal E.09, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz

Das Projekt 3 Sessel – 3 Länder – 1 Region – Bayern, Österreich, Tschechien untersucht anhand von vier ausgewählten Beispielen (Sprache, Literatur, Musik und kulturelle Reminiszenzen) Verflechtungen zwischen den drei Ländern bis in die Gegenwart. Ausgehend von dem 2017 erschienenen Handbuch der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder zeigt Peter Becher, wie sich die Literatur dieser Region als Ort transkultureller Wechselwirkungen und Austauschprozesse beschreiben lässt.

Peter Becher ist Literaturwissenschaftler, Autor und seit 2019 Vorsitzender des Adalbert Stifter Vereins.

Eintritt frei

In Zusammenarbeit mit der VHS Linz und dem Institut für Geschichte und Zeitgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz

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Sonntag, 15. November 2020

16.00 Uhr

Petra Flath: Porträts aus Böhmen und Mähren

Ausstellungseröffnung (geschlossene Veranstaltung)

Isergebirgs-Museum, Bürgerplatz 1 (Gablonzer Haus), Kaufbeuren-Neugablonz

Die Ausstellung zeigt großflächige Schwarz-Weiß- Porträts von Persönlichkeiten aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, die sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit oder ihres privaten Engagements im deutsch-tschechischen Bereich für Verständigung eingesetzt haben, aufgenommen von der Münchner Fotografin Petra Flath.

Im Rahmen der feierlichen Wiedereröffnung des renovierten Isergebirgs-Museums, die wegen der Corona-Schutzmaßnahmen (Abstandsregeln, Nutzung der Raummeter) als geschlossene Veranstaltung stattfindet.

Die Ausstellung Porträts aus Böhmen und Mähren muss daher ohne Vernissage beginnen.

Dauer: bis 7. März 2021

Öffnungszeiten: täglich von 13.00 bis 17.00 Uhr außer Montag

In Kooperation mit dem Isergebirgs-Museum Neugablonz

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Donnerstag, 19. November 2020

18.00 Uhr

Naturheiler, Kräuterfrauen, Wunderpfarrer

Böhmischer Salon

Adalbert-Stifter-Saal, Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

Bis in unser gesundheitsbewusstes Jahrhundert hinein wird gern ein Buch mit dem Titel Gesundheit aus der Apotheke Gottes zu Rate gezogen. Wenig bekannt ist, dass die Verfasserin Maria Treben aus dem böhmischen Saaz stammte und viele Jahre in Prag lebte. Als weitere Heiler aus den böhmischen Ländern, die sogar zu Weltruhm gelangten, sind der „Wasserdoktor“ Vinzenz Prießnitz aus dem Altvatergebiet und sein Landsmann Johann Schroth, der „Semmeldoktor“ zu nennen.

Aber auch weniger bekannte Naturheiler, Kräuterfrauen und Wunderpfarrer aus Böhmen und Mähren haben von sich reden gemacht. Über einige von ihnen können Sie in dieser Ausgabe des Böhmischen Salons von folgenden Referenten mehr erfahren:

Thomas Janschek (Wolnzach), Qualitätsmanagementbeauftragter beim Hopfenring/Hallertau, Buchautor und Referent zum Thema Naturheilpflanzen,

Wolf-Dieter Hamperl (Trostberg), Mediziner, Buchautor, Kulturreferent der Sudetendeutschen Landsmannschaft,

Michael Popović (Eppstein), Mediziner, Publizist, Genealoge, Schriftführer der Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher e.V. (VSFF)

Musik: Elisabeth und Stefanie Januschko (Gitarre, Akkordeon)

Moderation: Zuzana Finger und Anna Knechtel

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter: eveeno.com/Salon_Naturheiler

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Kooperation mit der Heimatpflege für die Sudetendeutschen

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Mittwoch, 10. Dezember 2020

19.00 Uhr

Jiddisch hören, jüdisch sprechen

Wissenschaftlicher Vortrag über Spracherwerbs- und Spracherinnerungsstrategien bei Franz Kafka und Max Brod

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Als Franz Kafka im Herbst 1911 das erste einer Reihe ostjiddischer Schauspiele einer in Prag gastierenden Theatergruppe aus Lemberg besuchte, glaubte er erstmals Juden zu begegnen, die ihre ,eigene Sprache‘ verwendeten. Veranlasst durch dieses emotionale Erlebnis, versuchte der deutsch-assimilierte ,Westjude‘ Kafka, sich das Jiddische als fehlenden Baustein seiner jüdischen Sprachbiographie anzueignen. Dies glaubte er aufgrund seiner jüdischen Herkunft in einem dem kindlichen Erstspracherwerb nachgeahmten Lernprozess erreichen zu können – eine Theorie, die er in seinem „Einleitungsvortrag über Jargon“ (1912) niederlegte.

Der Vortrag rekonstruiert Kafkas Spracherwerbsstrategie, bei der Deutsch, Jiddisch und Hebräisch in markanter Wechselwirkung standen, und versucht, das Ausmaß und die Grenzen seines Lernerfolges zu bestimmen. Zugleich wird ein Blick auf die Konsequenzen geworfen, die Max Brod aus dem jüdischen Erweckungserlebnis seines Freundes zog, als er dieses in seinem Roman „Arnold Beer“ (1912) literarisch verarbeitete. Dem Jiddischen wies Brod hierbei die Funktion zu, den westjüdischen Leser zum einen affektiv zu berühren und auf die eigenen kulturellen Wurzeln zurückzuverweisen, zum anderen aber zum Lernen der aus zionistischer Sicht zukunftsweisenden jüdischen Sprache, des Neuhebräischen, zu animieren.

Boris Blahak ist seit 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Germanistik und Slawistik der Westböhmischen Universität Pilsen tätig, wo er die Arbeit des Zentrums für Interregionalforschung koordiniert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Soziolinguistik des Deutschen in multilingualen Kontexten, Prager deutsche Literatur, deutsch-slawisch-jüdische Sprach- und Kulturkontakte sowie Erinnerungsorte und -diskurse. Er ist Mitherausgeber der Schriftenreihe „Forschungen zur deutschen Sprache in Mittel-, Ost- und Südosteuropa“ (Regensburg). 2015 erschien seine Dissertationsschrift Franz Kafkas Literatursprache. Deutsch im Kontext des Prager Multilingualismus (Böhlau).

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

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