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Veranstaltungen

Das Museum ist mindestens bis 1. Dezember geschlossen.

Sonntag, 15. November 2020

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Petra Flath: Porträts aus Böhmen und Mähren

Ausstellungseröffnung abgesagt

Isergebirgs-Museum, Bürgerplatz 1 (Gablonzer Haus), Kaufbeuren-Neugablonz

Die Ausstellung zeigt großflächige Schwarz-Weiß- Porträts von Persönlichkeiten aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, die sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit oder ihres privaten Engagements im deutsch-tschechischen Bereich für Verständigung eingesetzt haben, aufgenommen von der Münchner Fotografin Petra Flath.

Im Rahmen der feierlichen Wiedereröffnung des renovierten Isergebirgs-Museums

Öffnungszeiten (frühestens ab 2. Dezember): Mittwoch bis Sonntag von 14 – 17 Uhr 

Dauer: bis 7. März 2021

In Kooperation mit dem Isergebirgs-Museum Neugablonz

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Diese Veranstaltung kann leider vorerst nicht stattfinden.

Donnerstag, 19. November 2020

18.00 Uhr

Naturheiler, Kräuterfrauen, Wunderpfarrer

Böhmischer Salon

Adalbert-Stifter-Saal, Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

Bis in unser gesundheitsbewusstes Jahrhundert hinein wird gern ein Buch mit dem Titel Gesundheit aus der Apotheke Gottes zu Rate gezogen. Wenig bekannt ist, dass die Verfasserin Maria Treben aus dem böhmischen Saaz stammte und viele Jahre in Prag lebte. Als weitere Heiler aus den böhmischen Ländern, die sogar zu Weltruhm gelangten, sind der „Wasserdoktor“ Vinzenz Prießnitz aus dem Altvatergebiet und sein Landsmann Johann Schroth, der „Semmeldoktor“ zu nennen.

Aber auch weniger bekannte Naturheiler, Kräuterfrauen und Wunderpfarrer aus Böhmen und Mähren haben von sich reden gemacht. Über einige von ihnen können Sie in dieser Ausgabe des Böhmischen Salons von folgenden Referenten mehr erfahren:

Thomas Janschek (Wolnzach), Qualitätsmanagementbeauftragter beim Hopfenring/Hallertau, Buchautor und Referent zum Thema Naturheilpflanzen,

Wolf-Dieter Hamperl (Trostberg), Mediziner, Buchautor, Kulturreferent der Sudetendeutschen Landsmannschaft,

Michael Popović (Eppstein), Mediziner, Publizist, Genealoge, Schriftführer der Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher e.V. (VSFF)

Musik: Elisabeth und Stefanie Januschko (Gitarre, Akkordeon)

Moderation: Zuzana Finger und Anna Knechtel

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Kooperation mit der Heimatpflege für die Sudetendeutschen

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Mittwoch, 10. Dezember 2020

19.00 Uhr

Jiddisch hören, jüdisch sprechen

Wissenschaftlicher Vortrag über Spracherwerbs- und Spracherinnerungsstrategien bei Franz Kafka und Max Brod

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Als Franz Kafka im Herbst 1911 das erste einer Reihe ostjiddischer Schauspiele einer in Prag gastierenden Theatergruppe aus Lemberg besuchte, glaubte er erstmals Juden zu begegnen, die ihre ,eigene Sprache‘ verwendeten. Veranlasst durch dieses emotionale Erlebnis, versuchte der deutsch-assimilierte ,Westjude‘ Kafka, sich das Jiddische als fehlenden Baustein seiner jüdischen Sprachbiographie anzueignen. Dies glaubte er aufgrund seiner jüdischen Herkunft in einem dem kindlichen Erstspracherwerb nachgeahmten Lernprozess erreichen zu können – eine Theorie, die er in seinem „Einleitungsvortrag über Jargon“ (1912) niederlegte.

Der Vortrag rekonstruiert Kafkas Spracherwerbsstrategie, bei der Deutsch, Jiddisch und Hebräisch in markanter Wechselwirkung standen, und versucht, das Ausmaß und die Grenzen seines Lernerfolges zu bestimmen. Zugleich wird ein Blick auf die Konsequenzen geworfen, die Max Brod aus dem jüdischen Erweckungserlebnis seines Freundes zog, als er dieses in seinem Roman „Arnold Beer“ (1912) literarisch verarbeitete. Dem Jiddischen wies Brod hierbei die Funktion zu, den westjüdischen Leser zum einen affektiv zu berühren und auf die eigenen kulturellen Wurzeln zurückzuverweisen, zum anderen aber zum Lernen der aus zionistischer Sicht zukunftsweisenden jüdischen Sprache, des Neuhebräischen, zu animieren.

Boris Blahak ist seit 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Germanistik und Slawistik der Westböhmischen Universität Pilsen tätig, wo er die Arbeit des Zentrums für Interregionalforschung koordiniert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Soziolinguistik des Deutschen in multilingualen Kontexten, Prager deutsche Literatur, deutsch-slawisch-jüdische Sprach- und Kulturkontakte sowie Erinnerungsorte und -diskurse. Er ist Mitherausgeber der Schriftenreihe „Forschungen zur deutschen Sprache in Mittel-, Ost- und Südosteuropa“ (Regensburg). 2015 erschien seine Dissertationsschrift Franz Kafkas Literatursprache. Deutsch im Kontext des Prager Multilingualismus (Böhlau).

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

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