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Veranstaltungsdetails

Literaten und Journalisten um 1910 in der Wiener Wohnung von Jaromír Doležal; stehend rechts Emil Saudek

Dienstag, 29. Oktober 2019

19.00 Uhr

Vermittelte Moderne

Wissenschaftlicher Vortrag von Lucie Merhautová über Wien als Vermittlungsort tschechischer Literatur und Kunst um 1900

Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, München (Raum 217)

Die Übersetzer und Übersetzerinnen aus dem Tschechischen ins Deutsche hatten in den kulturellen Vermittlungsprozessen um die Jahrhundertwende eine Schlüsselaufgabe. Der Erfolg ihrer Übersetzungsarbeit hing nicht nur von Sprachkompetenzen und literarischem Talent ab, sondern auch von ihrem sozialen Status, ihren künstlerischen Kontakten und organisatorischen Fähigkeiten. Der Vortrag fokussiert auf zwei Übersetzer, den Arzt und Professor Eduard Albert (1841–1900) und den Juristen Emil Saudek (1876–1941). Beide wirkten in spezifischen soziokulturellen Räumen, verfolgten spezifische kulturpolitische Ziele und hatten unterschiedliche Wirkung.

Lucie Merhautová ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Masaryk Institut und Archiv der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, Autorin einer Monografie über die tschechische und die Wiener Moderne am Ende des 19. Jahrhunderts (Mezi Prahou a Vídní. Česká a vídeňská moderna na konci 19. století, 2011), Mitherausgeberin u.a. von Die Wiener Wochenschrift Die Zeit (1894–1904) als Mittler zwischen der Tschechischen und Wiener Moderne (2011, mit K. Ifkovits u. V. Doubek). 2016 erschien ihre Arbeit Paralely a průniky. Česká literatura v časopisech německé moderny (1880–1910) [Parallelen und Überschneidungen. Tschechische Literatur in den Zeitschriften der deutschen Moderne (1880–1910)]. Der Vortrag steht im Kontext des aktuellen Forschungsprojekts Found in Translation. Emil Saudek and Jewish, Czech and German interactions in the ‚creative milieu‘ of Vienna.

Eintritt frei

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