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Veranstaltungsarchiv2020

Leider abgesagt!!

Dienstag, 7. Januar 2020

19.00 Uhr

Das Knödelland aus zwei Perspektiven

Filmvorführung und Ausstellungseröffnung

Filmtheater Zwiesel, Dr. Schott-Str. 7, Zwiesel

Die Autorin und Filmemacherin Rena Dumont und der Fotograf František Zemen werfen ganz unterschiedliche Blicke auf die nördliche Böhmerwaldregion um Strakonitz: Dumont mit ihrem Kurzfilm Hans im Pech, Zemen mit seiner Fotoausstellung Es war einmal – Bejvávalo.

Rena Dumont emigrierte aus der Tschechoslowakei nach Deutschland und verarbeitete ihre Erinnerungen daran in ihrem 2013 erschienenen Roman Die Paradiessucher. František Zemen, heute 86 Jahre alt, fotografierte als Jugendlicher seine Familie und deren Alltagsleben. Dabei entstanden ästhetisch gelungene und dokumentarisch wichtige Aufnahmen über das Leben im Böhmerwald vor 70 Jahren. Die Ausstellung ist nur an diesem Abend zu sehen.

Eintritt: 7 €

Eine Veranstaltung von Dumont Films in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder

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Montag, 13. Januar 2020

20.00 Uhr

Der erste Staatsbesuch: Václav Havel in München

Podiumsgespräch in der Reihe „Havel in München”

 

Literaturhaus, Salvatorplatz 1, München

 

Am 29. Dezember 1989 wurde Václav Havel, die Ikone der samtenen Revolution, zum tschechoslowakischen Präsidenten gewählt. Bereits vier Tage später, am 2. Januar 1990, trat er seine erste Auslandsreise an, die ihn nach Deutschland, darunter auch nach München führte. Eine Reise, die ein Zeichen setzte. Wie kam sie so schnell zustande? Welche Intention stand dahinter? Und welches Bild gab Václav Havel als Neuling auf dem Parkett der Weltpolitik ab? Die Teilnehmer eines prominent besetzten Podiums waren Zeugen jener Reise und erlebten ihre damalige Wirkung mit.

Mit Milan Horáček, MdEP a.D., Bernd Posselt, MdEP a.D. und Sprecher der Sudetendeutschen und Michael Žantovský, Direktor der Václav-Havel-Bibliothek und damaliger Sprecher Havels.

Moderation: Daniel Brössler, Süddeutsche Zeitung

Eintritt: 12 € / 8 € (Ermäßigung gilt auch für ASV-Mitglieder)

Eine Veranstaltungsreihe des Adalbert Stifter Vereins, der Václav-Havel-Bibliothek in Prag und des Tschechischen Zentrums München, in Kooperation mit der Stiftung Literaturhaus und dem Haus des Deutschen Ostens

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Freitag, 17. Januar 2020

18.00 Uhr

Václav Havel: Dramatiker, Politiker, Philosoph

Vortrag in der Reihe „Havel in München”

 

Gasteig, Rosenheimer Straße 5, München

 

Zuzana Jürgens zeigt in ihrem Vortrag die Bedeutung Václav Havels für die tschechische und die europäische Kunst und Politik.

In den 1960er Jahren ein Star der Theaterszene, wurde Havel während des Prager Frühlings zu einer der wichtigsten Stimmen. Sein politisches Engagement, insbesondere die Unterstützung der Bürgerinitiative Charta 77, bezahlte er mit seiner Freiheit, insgesamt fünf Jahre verbrachte er im Gefängnis.

Als Präsident der Tschechoslowakischen bzw. der Tschechischen Republik setzte er sich für die europäische Integration sowie die Aussöhnung zwischen Deutschen und Tschechen ein.

Ein Vortrag über das literarische Werk eines großen Europäers. 

Eintritt: 7 € 

 

Eine Veranstaltungsreihe des Adalbert Stifter Vereins, der Václav- Havel-Bibliothek in Prag und des Tschechischen Zentrums München, in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule

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Mittwoch, 22. Januar 2020

19.00 Uhr

Der Europäer Václav Havel

Vortrag und Gespräch in der Reihe „Havel in München“

 

Einstein 28 (Münchner Volkshochschule), Einsteinstraße 28, München

 

Bereits bevor er Präsident und Politiker wurde, beschäftigte Václav Havel die Frage nach einer gerechten Ordnung in Europa und der Zugehörigkeit der böhmischen Länder zum europäischen Raum.

Mit der Wende 1989 konnte er seine Überlegungen für konkrete Vorschläge zur stabilen Gestaltung des gemeinsamen europäischen Projekts nutzen, wobei der Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei bzw. Tschechien eine zentrale Rolle zukam.

Wie hat sich seine Idee von Europa entwickelt? Und wie steht es heute um sein Vermächtnis als großer Europäer?

Vortrag von Miroslav Kunštát, Karls-Universität Prag, danach Podiumsdiskussion mit Ludmila Rakušanová, Prag, und Jürgen Danyel, Leibniz-Zentrum Potsdam.

Moderation: Martin Schulze Wessel, LMU München

Eintritt frei

 

Eine Veranstaltungsreihe des Adalbert Stifter Vereins, der Václav- Havel-Bibliothek in Prag und des Tschechischen Zentrums München, in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule und dem Collegium Carolinum

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Donnerstag, 23. Januar 2020

13.00 Uhr

Europäische Dialoge Václav Havels

In der Reihe "Havel in München"

 

Bayerischer Landtag, Max-Planck-Str. 1, München

Die Europäischen Dialoge wurden 2014 von der Václav-Havel-Bibliothek in Prag ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist, die Diskussion über aktuelle europäische Themen nicht nur in Prag, sondern auch in anderen europäischen Städten zu fördern. Inspiriert durch Havels Essay Die Macht der Ohnmächtigen (1978) wollen die Europäischen Dialoge den "Machtlosen" eine Stimme geben.

Über regionale Identität, Umwelt und die bayerisch-tschechischen Beziehungen diskutieren u. a. Bernd Posselt (München), Karl Fürst zu Schwarzenberg, Tomáš Kafka (beide Prag), Rosi Steinberger (München) u.a. 

 

PROGRAMM:

13.00 - Begrüßung durch die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner und den Botschafter der Tschechischen Republik in Berlin S.E. Tomáš Podivínský

13.30-14.45 Uhr Panel I: Europäische Geschichte(n)

Mit Tomáš Kafka (Außenministerium der Tschechischen Republik), Bernd Posselt (MdEP a. D.) und Karel Schwar­zenberg (Mitglied des Abgeordnetenhauses des tsche­chischen Parlaments und ehemaliger Außenminister der Tschechischen Republik). Moderation: Zuzana Jürgens (Adalbert Stifter Verein)

14.45-15.15 Uhr Kaffeepause

15.15-16.30 Uhr Panel II: Europäische Umwelt

Mit Tomáš Ignác Fénix (Mitglied des Europäischen Rats der Junglandwirte), Georg Scheitz (Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e. V.) und Rosi Steinberger (MdL, Bündnis 90/Die Grünen). Moderation: Henriette Wägerle (Fachbe­reich Europa im Referat für Arbeit und Wirtschaft der Lan­deshauptstadt München)

16.30-17.45 Uhr Panel III: Europäische Identitäten

Mit Rupert Grübl (Bayerische Landeszentrale für politi­sche Bildungsarbeit), Tomáš Sacher (Tschechisches Zen­trum Berlin) und Maria Donata di Taranto (Zentrum für Sprachkompetenz, Euregio Bayerischer Wald - Böhmer­wald - Unterer Inn). Moderation: Birgit Schmitz-Lenders (Europäische Akademie Bayern)

 

Eintritt frei

Anmeldung (mit Vor- und Nachname, Geburtsdatum) bis zum 15. Januar 2020 an: sekretariat@stifterverein.de.

Am Einlass ist der Personalausweis/Reisepass vorzuzeigen.

Einlass ab 12.15 Uhr.

 

Eine Veranstaltungsreihe des Adalbert Stifter Vereins, der Václav- Havel-Bibliothek in Prag und des Tschechischen Zentrums München in Kooperation mit dem Bayerischen Landtag, der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung, der Europäischen Akademie Bayern, dem europe direct Informationszentrum München und dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in München

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Donnerstag, 23. Januar 2020

19.00 Uhr

Mein Weg zu unseren Deutschen

Buchpräsentation und Gespräch

Europabücherei, Schießgrabengasse 2, Passau

Das von Wolfgang Schwarz 2019 herausgegebene Buch Mein Weg zu unseren Deutschen. Zehn tschechische Perspektiven versammelt Texten von tschechischen Künstlern und Schriftstellern, die sich mit ihrer Beziehung zu den Sudetendeutschen auseinandersetzen. Unter ihnen ist auch die Journalistin Lída Rakušanová. Sie liest Auszüge aus ihrem Beitrag Danke, liebe Landsleute! Vom filmreifen Thriller zur Auseinandersetzung mit mir selbst.

Lída Rakušanová emigrierte 1968 aus der Tschechoslowakei und arbeitete ab 1975 in München für Radio Free Europe,  wo sie politische Kommentare zu Ostmitteleuropa verfasste. 1994 kehrte sie nach Prag zurück und ist freiberuflich tätig, u. a. für die Passauer Neue Presse und den Tschechischen Rundfunk Plus. 

Moderation und Einführung: Wolfgang Schwarz

Eine Veranstaltung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder in Kooperation mit Perspektive Osteuropa und der Ackermann-Gemeinde Passau

Wolfgang Schwarz (Hrsg.): Mein Weg zu unseren Deutschen. Zehn tschechische Perspektiven. edition lichtung, 160 Seiten, ISBN 978-3-941306-84-4. Preis: 14,90 €.

Mit Beiträgen  von: Radka Denemarková, Magdalena Jetelová, Tomáš Kafka, Jiří Padevět, Lída Rakušanová, Jaroslav Rudiš, Erik Tabery, Mark Ther, Kateřina Tučková und Milan Uhde.

Das Buch ist beim Adalbert Stifter Verein unter sekretariat@stifterverein.de bestellbar.

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Mittwoch, 29. Januar 2020

19.00 Uhr

Dietrich Mattausch im Gespräch

Ein Abend mit dem Schauspieler aus Leitmeritz in der Reihe „Böhmische Biografien“

Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, Steinstraße 48, Dortmund

Dietrich Mattausch, geboren in Leitmeritz/Litoměřice, wurde durch Fernseh- und Theaterrollen (u. a. in Wien und Hamburg) bekannt. Im Fernsehen machten ihn u. a. Die Piefke-Saga und Der Fahnder populär.

Nicht nur im Hinblick auf seine Herkunft, sondern auch in seinem Schauspielerleben stößt man auf böhmische Bezüge: So spielte er in Die Wannsee-Konferenz (1984) Reinhard Heydrich sowie in dem 2007 gezeigten Film Prager Botschaft den dort 1989 amtierenden deutschen Botschafter Hermann Huber.

Das Gespräch wird durch Filmausschnitte ergänzt.

Moderation: Wolfgang Schwarz

Eine Veranstaltung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder in Kooperation mit der Auslandsgesellschaft/Deutsch-Tschechische und -Slowakische Gesellschaft und dem Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf

Eintritt frei

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Dienstag, 4. Februar 2020

18.00 Uhr

Zwischen Prag und Nikolsburg

Buchpräsentation zum Thema Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern

Deutsche Botschaft, Vlašská 19, Prag

 

Wenn die Rede auf die jüdische Geschichte Böhmen und Mährens kommt, denken viele Menschen zunächst an Kafka und den Golem und vor allem an die Stadt Prag. Dabei wird außer Acht gelassen, dass es auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik bereits seit dem Mittelalter auch in vielen kleinen, oftmals weit verstreuten Orten ein blühendes Gemeindeleben gab, das bis in das 20. Jahrhundert hinein bestand.

Ein neunköpfiges internationales Autorenteam hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Juden in den böhmischen Ländern erstmals von der Frühen Neuzeit bis in die unmittelbare Gegenwart als integralen Bestandteil der Entwicklung Mitteleuropas zu erzählen.

Anhand so unterschiedlicher Quellen wie rabbinischer Response, Gerichtsakten, Kochbücher und Poesiealben vermitteln die Autoren eine Vorstellung vom Alltag der jüdischen Bevölkerung, z. B. auch von Kontakten zu ihren nichtjüdischen Nachbarn, kurz: von der Vielfalt jüdischen Lebens in den kleineren Städten und Ortschaften in Böhmen und Mähren abseits von Prag, wie z. B. im titelgebenden Nikolsburg/Mikulov oder in Teplitz/Teplice.

Nach einer Einführung durch Projektleiterin Martina Niedhammer, München, reden die Herausgeberin Kateřina Čapková, einer der Autoren, Michal Frankl, sowie der Leiter der Lauder-Schulen, Petr Karas, - alle Prag - über die Entstehung des Buches und seine Aktualität.

Čapková, Kateřina / Kieval, Hillel J. (Hg.): Zwischen Prag und Nikolsburg. Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2020. 

Moderation: Zuzana Jürgens, München

Eintritt frei

Die Veranstaltung wird simultan Deutsch-Tschechisch übersetzt.

 

Sie können diese Einladung auch gerne an mögliche Interessenten weiterleiten.

Anmeldung bis 27. Januar unter www.prag.diplo.de/buchvorstellung  

Eine Veranstaltung des Collegium Carolinum/Außenstelle Prag in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein und der Deutschen Botschaft Prag

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Donnerstag, 6. Februar 2020

18.00 Uhr

Bedeutende Tschechen. Zwischen Sprache, Nation und Staat 1848–1945

Deutsch-tschechische Ausstellung

Centrum Bavaria Bohemia, Freyung 1, Schönsee

Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder und Kurator der zweisprachigen Ausstellung, erläutert bei der Eröffnung die Beziehung bekannter Tschechen wie Ema Destinová, Karel Čapek, oder Leoš Janáček zur deutschen Kultur und Sprache beziehungsweise zur Habsburgermonarchie. Dabei werden Inspirationen ebenso thematisiert wie leidvolle Erfahrungen und Abneigungen.

Öffnungsszeiten: Montag bis Freitag, 9–16 Uhr, Samstag, 10–11.30 Uhr, Samstag 14–17 Uhr

Ausstellungsdauer: bis 21.März 2020

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Centrum Bavaria Bohemia in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder

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Behandlungscouch aus Kupfer vor dem Geburtshaus Sigmund Freuds in Freiberg (Příbor)

Freitag, 7. Februar bis 6. März 2020

 

In Böhmen und Mähren geboren – bei uns (un)bekannt?

Deutsch-tschechische Ausstellung

vhs Holzkirchen-Otterfing e. V. Max-Heimbucher-Straße 1, Holzkirchen

 

Die durch den Kulturreferenten für die böhmischen Länder erstellte Ausstellung thematisiert die Herkunft von zwölf deutschsprachigen Persönlichkeiten aus den böhmischen Ländern wie z. B. Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke, Bertha von Suttner, Oskar Schindler, Marie von Ebner-Eschenbach, Ferdinand Porsche oder Otfried Preußler.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9–19 Uhr

Eintritt frei

 

Freitag, 6. März 2020

18.00 Uhr

Ein mährischer Abend – Finissage der Ausstellung

Mit Musik, Vorträgen und gutem Essen

vhs Holzkirchen-Otterfing e. V. Max-Heimbucher-Straße 1, Holzkirchen

 

Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder, erläutert in einem Kurzvortrag die Ausstellung.

Für Essen und Trinken wird ein kleiner Beitrag erhoben.

Anmeldung zum mährischen Abend unter: 08024/802.

Eine Veranstaltung der vhs Holzkirchen-Otterfing in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder

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Kinder der jüdischen Theatergruppe Feigele 1982 in Prag

Donnerstag, 13. Februar 2020

18.00 Uhr

Zwischen Prag und Nikolsburg. Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern

Buchpräsentation

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Wenn die Rede auf die jüdische Geschichte Böhmen und Mährens kommt, denken viele Menschen zunächst an Kafka und den Golem und vor allem an die Stadt Prag. Dabei wird außer Acht gelassen, dass es auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik bereits seit dem Mittelalter auch in vielen kleinen, oftmals weit verstreuten Orten ein blühendes Gemeindeleben gab, das bis in das 20. Jahrhundert hinein bestand.

Ein neunköpfiges internationales Autorenteam hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Juden in den böhmischen Ländern erstmals von der Frühen Neuzeit bis in die unmittelbare Gegenwart als integralen Bestandteil der Entwicklung Mitteleuropas zu erzählen. Anhand so unterschiedlicher Quellen wie rabbinischer Response, Gerichtsakten, Kochbücher und Poesiealben vermitteln die Autoren eine Vorstellung vom Alltag der jüdischen Bevölkerung, z. B. auch von Kontakten zu ihren nichtjüdischen Nachbarn, kurz: von der Vielfalt jüdischen Lebens in den kleineren Städten und Ortschaften in Böhmen und Mähren abseits von Prag, wie z. B. im titelgebenden Nikolsburg/Mikulov oder in Teplitz/Teplice

Čapková, Kateřina / Kieval, Hillel J. (Hg.): Zwischen Prag und Nikolsburg. Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2020.

Nach einer Einführung durch Projektleiterin Martina Niedhammer, München, diskutiert diese mit einer der Autorinnen, Ines Koeltzsch, Wien, über den Entstehungsprozess des Buches, der zwischen Chicago, Prag und Budapest stattfand.

Moderation: Peter Brod, Journalist, Prag

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Collegium Carolinum in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder und dem Tschechischen Zentrum München

 

Zu der Publikation Zwischen Prag und Nikolsburg finden im Januar und Februar 2020 zahlreiche weitere Präsentationen statt. Nähere Informationen dazu hier >>

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Sonntag, 16. Februar 2020

17.00 Uhr

Literarischer Reiseführer Böhmisches Bäderdreieck

Buchpräsentation mit Bildervorträgen der Autoren Roswitha Schieb und Václav Petrbok sowie Markus Koppe, Violine, und Eva Herrmann, Klavier

Weinschenkvilla, Hoppestr. 6, Regensburg

Die Buchvorstellung wurde im Juli 2020 aufgenommen und kann hier angeschaut werden.

Die westböhmischen Bäder waren durch alle Epochen internationale Anziehungspunkte für Schriftsteller und andere Persönlichkeiten aus Kunst und Politik. Dies spiegelt sich in einer Fülle deutscher, tschechischer und anderssprachiger Texte. Die Spaziergänge durch die berühmten Kurorte führen auf die Spuren von Jahrhundertautoren wie Goethe und Kafka, aber auch von weniger bekannten Namen wie Marie von Ebner-Eschenbach oder Louis Fürnberg. Zitate wichtiger Vertreter der tschechischen Literatur wie Božena Němcová, Jan Neruda oder Karel Čapek zeigen wiederum einen ganz eigenen Blick auf die Bäder. Zu hören gibt es Stücke von Komponisten wie Chopin und Beethoven, die in den Kurorten zu Gast waren, sowie Kurmusik wie den Carlsbader Sprudel-Galopp von Josef Labitzky.

Eintritt frei

In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

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Dienstag, 18. Februar 2020

19.00 Uhr

Böhmische Spuren in München. Geschichte, Kunst und Kultur

Buchpräsentation

Monacensia (Hildebrandhaus), Maria-Theresia-Str. 23, München

München war und ist ein Magnet für Menschen aus den benachbarten böhmischen Ländern. Die Spuren, die diese Verbindungen in der Isarmetropole hinterlassen haben, sind entsprechend vielfältig.

Im von Jozo Džambo herausgegebenen Buch Böhmische Spuren in München (Volk Verlag 2019) kommen sowohl Geschichte als auch Gegenwart zu ihrem Recht: Ereignisse wie das Münchner Abkommen, Persönlichkeiten wie Rainer Maria Rilke, Alfred Kubin, Max Mannheimer oder Jaromir Konecny, Institutionen wie das Sudetendeutsche Haus, die Ackermann-Gemeinde oder der Sender Radio Free Europe werden ebenso in den Fokus genommen wie Wechselwirkungen in Literatur, Kunst, Musik und Architektur.

Konkrete Verortungen weisen den Weg für Entdeckungsreisen zu den Schauplätzen der Geschichte.

Durch den Abend führen Jozo Džambo und Zuzana Jürgens, zu Gast sind Jaromir Konecny, Tereza Herz Pokorná und Thomas Birnstiel.

Die Begrüßung übernehmen die Generalkonsulin der Tschechischen Republik in München Kristina Larischová und der Vorstandsvorsitzende Peter Becher.

 

Eintritt frei

Anmeldung erforderlich unter: monacensia.programm@muenchen.de

In Kooperation mit der Monacensia

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Behandlungscouch aus Kupfer vor dem Geburtshaus Sigmund Freuds in Freiberg (Příbor)

Abgesagt! 6. März 2020

Auf Empfehlung des zuständigen Gesundheitsamts wird die Veranstaltung Mährischer Abend am 6. März 2020 leider abgesagt.

18.00 Uhr

Ein mährischer Abend

Mit Musik, Vorträgen und gutem Essen

vhs Holzkirchen-Otterfing e. V., Max-Heimbucher-Straße 1, Holzkirchen

 

Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder, erläutert in einem Kurzvortrag die Ausstellung In Böhmen und Mähren geboren - bei uns (un)bekannt?. Außerdem gibt es mährische Musik mit der Cimbálová muzika Josefa Marečka aus Uherské Hradiště.

Für Essen und Trinken wird ein kleiner Beitrag erhoben. Der Abend ist gleichzeitig die Finissage für die Ausstellung In Böhmen und Mähren geboren, welche seit dem 7. Februar in der vhs Holzkirchen-Otterfing zu sehen is (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9–19 Uhr, Eintritt frei)

Anmeldung zum mährischen Abend unter: 08024/802.

Eine Veranstaltung der vhs Holzkirchen-Otterfing in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder

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Mittwoch, 11. März 2020

19.00 Uhr

Christoph Janacs im Zweistromland

Buchpräsentation mit Lesung und Musik

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

In über 100 Gedichten verfolgt Christoph Janacs seine familiären Wurzeln im Mühlviertel und in Südböhmen. Dabei kreuzt er die Spuren von Adalbert Stifter, Egon Erwin Kisch, Josef Holub, Johannes Urzidil, Karl Klostermann oder Alfred Kubin – Schriftsteller und Künstler, die im "Zweistromland" zumindest zeitweise lebten und arbeiteten. An Orte wie Engelszell, Wilhering, Mauthausen, den Ruinen Wildberg und Wittinghausen, Schwarzenberg, Kefermarkt und Glöckelberg setzt er sich mit der historischen und der politischen Dimension dieses Landstrichs zwischen Donau und Moldau auseinander, vergisst aber auch nicht dessen herbe Schönheit, die ihn immer wieder zurückkommen lässt.

Janacs’ Buch ist mit Federzeichnungen seines alten Weggefährten Christian Thanhäuser versehen.

Hubert Kellerer begleitet die Lesung auf dem Akkordeon.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder in Kooperation mit der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen

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Leider abgesagt!

Donnerstag, 16. April 2020

19:00 Uhr

Ausgezeichnet!

Preisträger des Deutsch-Tschechischen Journalistenpreises 2019 im Gespräch

Süddeutscher Verlag, Hultschiner Straße 8, München

Mit dem Preis zeichnen Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Deutscher Journalistenverband (DJV) und Tschechischer Journalistenverband (Syndikát novinářů) Journalistinnen/Journalisten aus, die differenziert über das Nachbarland berichten.

Kurzfilme/Gespräch mit:

Alena Wagnerová, Autorin, Expertin für deutsch-tschechische Beziehungen und für langjährige, herausragende journalistische Tätigkeit geehrt.

Petr Dudek, Tschechischer Rundfunk, mit weiteren Autoren für das Hörfunkprojekt Studio 39 geehrt, eine Rekonstruktion des deutschen Einmarsches in Prag am 15. März 1939.

Peter Lange, Jurymitglied und Prager ARD-Hörfunkkorrespondent, diskutiert über Qualitäts- und grenzüberschreitenden Journalismus.

Moderation: Victoria Großmann (Süddeutsche Zeitung)

Eine Veranstaltung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder und dem Tschechischen Zentrum München

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Neue Videoreihe auf YouTube

Schauspielerinnen und Schauspieler lesen selbstgewählte Texte ihrer Lieblingsschriftsteller aus Böhmen und Mähren. Die Kurzvideos, musikalisch umrahmt von der Akkordeonistin Jana Bezpalcová, sind nun auf dem neu eingerichteten YouTube-Kanal des Adalbert Stifter Vereins zu sehen. Die Videoreihe ist neben den wöchentlichen Feuilletons der zweite Teil unserer Rubrik Geschrieben und gelesen.

 

Heiko Ruprecht liest die Erzählung Kalkstein aus der Erzählsammlung Bunte Steine von Adalbert Stifter (1805–1868)

 

Michael Vogtmann liest Schwejk zelebriert mit dem Feldkuraten die Feldmesse, einen Ausschnitt aus dem Roman Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk von Jaroslav Hašek (1883–1923).

 

Thomas Birnstiel liest Auszüge aus Nacht mit Hamlet von Vladimír Holan und Gedichte aus Larenopfer und Sonette an Orpheus von R.M. Rilke.

 

Janina Klinger liest Die Sünderin aus dem Erzählband Stille Welt (2015) von Marie Ebner-Eschenbach.

 

Susanne Schroeder liest Auszüge aus Krabat (1971) von Otfried Preußler vortragen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Zuhören und Zusehen!

 

Ein Projekt des Adalbert Stifter Vereins und des Kulturreferenten für die böhmischen Länder

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Geplant: Donnerstag, 30. April

JETZT: YouTube-Kanal des Adalbert Stifter Vereins

Literatur im Café: Rosa Tahedl und Gustav Leutelt - Waldgeheimnisse

Die aktuelle Ausgabe der Reihe Literatur im Café sollte am 30. April im Münchner Stüberl des Hofbräukellers am Wiener Platz stattfinden. Da auch diese Veranstaltung wegen der Corona-Schutzmaßnahmen abgesagt werden musste, präsentieren wir die Lesung auf unserem YouTube-Kanal.

Zusammengestellt und begleitet von Anna Knechtel widmet sich Literatur im Café dieses Mal zwei Schriftstellern, die aus unterschiedlichen regionalen Blickwinkeln - Böhmerwald und Isergebirge - ein und dasselbe Phänomen betrachteten: den Wald.

Das waldbedeckte Isergebirge in Nordböhmen ist die Heimat Gustav Leutelts (1860–1947), während Rosa Tahedl (1917–2006) aus dem als „grünes Dach Europas“ bezeichneten Böhmerwald stammte.

Ihre Erfahrungen unterschieden sich aufgrund ihres Umfelds und ihrer Lebenszeiten. Beide aber haben den Wald als prägend für ihre Existenz empfunden. Nicht nur wegen wirtschaftlicher und sozialer Gegebenheiten, sondern auch als geheimnisvollen „Tröster und Ruhespender“ (Leutelt) und als Sinnbild des Schicksals, „das sich nicht wählen, nur ertragen lässt.“ (Tahedl).

 

Textauswahl und Moderation: Anna Knechtel

Lesung: Katja Amberger und Burchard Dabinnus

Musik: Eberhard Adamzig und Mechthild Horn

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Mittwoch, 17. Juni 2020

19.00 Uhr

„Rübezahl! Rübezahl! Wennʼs dich gibt, dann zeig dich mal!“

Der wissenschaftliche Vortrag von Ladislav Futtera über die Rübezahl-Figur in der deutsch- und tschechischsprachigen Literatur des 19. Jahrhunderts wird online in unserem Youtube-Kanal veröffentlicht.

 

„Rübezahl ist ein Proteus der deutsch-slavischen Mythe“, schreibt Ludwig Bechstein 1853 in seinem Deutschen Sagenbuch. Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gehört der mythische Herrscher des Riesengebirges dank der beliebten Erzählungen von Paul Johannes Praetorius zum festen Bestandteil des deutschen Sagenschatzes; die Romantik bildete ihn zum Helden auch der tschechischen Literatur.

Die Herkunft der Sage im Gebiet der ethnischen wie staatlichen Grenze trug zur Entstehung verschiedener konkurrierender Darstellungen Rübezahls bei. Mithilfe der künstlerischen Darstellung des Berggeistes wurde seit dem 19. Jahrhundert einerseits die böhmische (deutschböhmische und tschechische), andererseits die schlesische Identität verstärkt. Der Vortrag rekonstruiert Darstellungsvarianten Rübezahls im historischen Kontext des „langen“ 19. Jahrhunderts. Aus  interkultureller Perspektive werden etwa folgende Fragen gestellt: Zu welchen Übergängen und (kulturellen) Übersetzungen kam es zwischen der deutschen und tschechischen Kultur am Beispiel Rübezahls? Welche Rolle spielte die Figur beim Forcieren des Landespatriotismus und im Prozess der Nationalisierung der Gesellschaft? Und welche Unterschiede gibt es überhaupt zwischen dem deutschen Rübezahl und dem tschechischen Krakonoš?

Ladislav Futtera ist Doktorand am Institut für germanische Studien der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag und Mitglied der Arbeitsgruppe Germanobohemistik am Institut für tschechische Literatur der tschechischen Akademie der Wissenschaften. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die historische Imagination und regionale Identitäten am Beispiel der deutschböhmischen und tschechischen Literatur des 19. Jahrhunderts sowie Geschichte der tschechischen Kontakte mit den Lausitzer Sorben.

Eintritt frei

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Donnerstag, 9. Juli 2020

19.00 Uhr

„Die Baronin“

Bildvortrag mit Original-Tönen

Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8, München

Wir bitten um Anmeldung hier.

„Die Baronin“ so wurde sie – respektvoll und liebevoll zugleich – genannt: Dr. Johanna von Herzogenberg, die von 1952 bis 1985 als Geschäftsführerin die Geschicke des Adalbert Stifter Vereins leitete.

Nicht nur als Kunsthistorikerin und Absolventin der Prager Karlsuniversität, sondern auch als überzeugter Europäerin adeliger Herkunft war es ihr ein Anliegen, die Kultur der böhmischen Länder als wesentlichen Bestandteil der europäischen Kultur bewusst zu machen und „den böhmischen Patriotismus zu wecken“ (Ferdinand Seibt).

Dies verwirklichte sie durch Künstlertreffen, Vorträge und Vorlesungen, Rundfunksendungen, Studienreisen, Bücher (z.B. den Kulturführer Prag, Prestelverlag) und nicht zuletzt durch Unterstützung tschechoslowakischer Flüchtlinge 1968 sowie andere in Not geratene Menschen.

Vor dem Hintergrund von Lebenszeugnissen in Schrift, Bild und Ton, zusammengestellt von Anna Knechtel, erinnern sich ehemalige Kollegen und alte Freunde an besondere Begegnungen mit ihr.

Ursprünglich für den 23. Juni, den Tag ihrer Geburt vor 99 Jahren auf Schloss Sychrov in Nordböhmen, geplant, findet dieser Erinnerungsabend wegen der Corona-bedingten Vorsichtsmaßnahmen gute zwei Wochen später statt – was der Erinnerung an sie keinen Abbruch tun wird.

Eintritt frei

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Dienstag, 21. Juli 2020

19.00 Uhr

Sehnsucht nach der k.u.k. Zeit: Vielfalt und Grenzen ein Jahrhundert nach 1918

Impulsvortrag und Podiumsdiskussion

Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

 

Die Aufnahme der Podiumsdiskussion können Sie auf unserem YouTube-Kanal anschauen.

 

Ein Jahrhundert nach dem Zerfall der k.u.k. Monarchie erlebt sie als Mythos eine Wiedergeburt. Im Kontext der aktuellen Debatten über Grenzen und Diversität in den Nationalstaaten und in der EU gilt die Donaumonarchie oft als Vorbild für den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt und Heterogenität, mit Multikulturalität, Mehrsprachigkeit, Multiethnizität und Multireligiosität, für ein freies und friedliches Zusammenleben vieler Völker und Konfessionen in einem Staatsgefüge, mit politischer Einbindung von Minderheiten auf zentraler und lokaler Ebene, in Verbindung mit einer Supranationalität der Eliten. Vergessen scheint, dass einst Kritiker der Donaumonarchie mangelnden Reformwillen, Bürokratismus, die ungelöste Nationalitätenfrage sowie eine Unterdrückung der Völker (die k.u.k. Monarchie als „Völkerkerker“) vorwarfen und darin eine der Voraussetzungen für ihren Zerfall sahen.

Was aber steckt hinter der neuen „Sehnsucht nach der k.u.k. Zeit“? Inwiefern kann die k.u.k. Monarchie unter den aktuellen europa- und weltpolitischen Rahmenbedingungen tatsächlich ein Vorbild für ein übernationales Europa sein? Was kann man von der politischen Verwaltung der Vielfalt in der Donaumonarchie, ihren politischen Praktiken der Loyalitätssicherung, bei nationalen und regionalen politischen Eliten, bei der Verteilung der legislativen, exekutiven und judikativen Kompetenzen zwischen übernationalen und national-regionalen Strukturen lernen? Dieser und weiterer Fragen nehmen sich der Vortragende und die Teilnehmer der Podiumsdiskussion an.

Abschlussveranstaltung der Programmreihe „Versailles, Trianon, Brest-Litowsk: Das lange Ende des Ersten Weltkrieges und das östliche Europa“. Weitere Informationen finden Sie hier.

Impulsvortrag: Martin Haidinger (Wien)

Podiumsdiskussion: Jana Osterkamp (München), Steffen Höhne (Weimar), Bernard Józef Gaida (Oppeln) und Martin Haidinger (Wien)

Moderation: Maren Röger (Augsburg)

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Hauses des Deutschen Ostens und des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein

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Foto: Martin-Kurt Hlavatý

Digitale Ausstellung

ab sofort

Verblichen, aber nicht verschwunden

Eine Spurensuche im Böhmerwald

Die Foto- und Textausstellung wurde auf Basis einer dreitätigen Exkursion mit deutschen und tschechischen Student*innen in den Böhmerwald, die im Oktober 2019 stattfand, konzipiert. In dieser Region wurde den Spuren der einstigen deutschsprachigen Bevölkerung nachgegangen.So wurden Friedhöfe, Kirchen, Museen, historische Stadtkerne und verschwundene Ortschaften besucht. Die Exkursionsteilnehmer*innen fertigten dabei Fotografien an, jede/r wählte anschließend ein Bild aus und verfasste dazu einen Text ohne inhaltliche oder stilistische Vorgaben. So entstand eine interessante Collage verschiedener Bilder und Eindrücke.

Hier geht es zu der interaktiven PDF der Ausstellung

Die Ausstellung entstand im Rahmen eines Forschungsverbundes mit dem Titel Grenze/n in nationalen und transnationalen Erinnerungskulturen zwischen Tschechien und Bayern, der auch den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Blick nimmt. Der Verbund besteht aus Einrichtungen an den Universitäten Regensburg und Passau, der Karlsuniversität Prag, der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem (Aussig) und dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein in München.

Noch im Herbst 2020 wird eine entsprechende physische Ausstellung erarbeitet, die anschließend an einigen Orten gezeigt wird (genauere Angaben werden noch bekannt gegeben).

Gefördert wird das Projekt durch die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur.

Erstellung und Koordination der Ausstellung: Dr. Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein

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Mittwoch, 9. September 2020

19.00 Uhr

Donnerstag, 10. September 2020

19.00 Uhr

Karol Sidon: Traum von meinem Vater

Lesung und Gespräch in Augsburg und in München

9.9.: Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz 1, Augsburg
10.9.: Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

 

Für die Veranstaltung in München: Anmeldung hier

Für die Veranstaltung in Augsburg melden Sie sich unter dieser E-Mail-Adresse an: dtg-augsburg@gmx.de 

 

„Im Jahr fünfundvierzig bekam meine Mutter die Nachricht, dass es besser wäre, mit mir wegzugehen, da mir Deportation und Gaskammer drohten.“

So beginnen Karol Sidons literarische Erinnerungen an seine Kindheit im Prag der Vierziger- und Fünfzigerjahre, an die Bewohner der Stadt und diejenigen, die nicht mehr zurückgekehrt sind – allen voran der Vater, der im KZ Theresienstadt umgebracht wurde und den der kleine Karol ein Leben lang vermissen wird. Der 1968 in Prag veröffentlichte Roman Traum von meinem Vater erschien erst 2019 in deutscher Übersetzung (ars vivendi, übersetzt von Elmar Tannert).

Karol Sidon, 1942 in Prag geboren, war nach dem Studium an der dortigen Film- und Fernsehakademie als Hörspielautor und Dramaturg tätig. Seit 1970 mit Publikationsverbot belegt, arbeitete er in manuellen Berufen. Als Unterzeichner der Charta 77 wurde er verfolgt und entschied sich 1983 ins Exil zu gehen. 1978 zum Judentum konvertiert, absolvierte er nun in Heidelberg ein Studium der Judaistik. Seit 1990 lebt er wieder in Prag. 1992–2014 war er Oberrabbiner von Prag, bis heute ist er tschechischer Landesoberrabbiner. 

Eintritt frei

In Kooperation mit der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Augsburg und Schwaben, der Literaturhandlung und dem Tschechischen Zentrum München

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