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Veranstaltungsarchiv2015

Foto: ©Wolftraud de Concini

Dienstag, 15. Dezember 2015

10.00 Uhr

Ausstellung „Pilsener Momente“. Unterwegs in Westböhmen

Fotografien von Wolftraud de Concini, Stadtschreiberin der Stadt Pilsen 2015

Tschechisches Zentrum, Prinzregentenstraße 7, München

Die Fotografien von Wolftraud de Concini entstanden während ihres mehrmonatigen Aufenthalts als Stadtschreiberin von Pilsen 2015, dokumentiert in ihrem Blog unter www.stadtschreiberin-pilsen.blogspot.com. Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien dotierte Stipendium wird jährlich vom Deutschen Kulturforum östliches Europa vergeben.

Am Dienstag, den 12. Januar 2016 um 19 Uhr findet im Tschechischen Zentrum eine Begleitveranstaltung mit Wolftraud de Concini und Martin Baxa, Kulturbürgermeister der Stadt Pilsen statt. Die Stadtschreiberin schildert ihre Eindrücke, außerdem soll eine erste Bilanz der Europäischen Kulturhauptstadt 2015 gezogen werden.

Moderation: Dr. Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein

Die Ausstellung findet vom Dienstag, 15. Dezember 2015 bis Freitag, 29. Januar 2016 unter den folgenden Öffnungszeiten statt:

Mo–Fr 10.00–17.00

Do 10.00–19.00

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder, des Deutschen Kulturforums östliches Europa und des Tschechischen Zentrums München. Geförder von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien

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Donnerstag, 3. Dezember 2015

19.00 Uhr

Der Schneesturm

Spielfilm (2014) nach einer Erzählung Adalbert Stifters von Petra Morsbach in Zusammenarbeit mit Benjamin Moritz Gronau

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Beschreibung des Films

„Im Herbst 1866 verbringt der Schriftsteller Adalbert Stifter einige Wochen im Bayerischen Wald, wie immer zu Gast auf dem Rosenberger Gut unterm Dreisesselberg. Als die Nachricht eintrifft, zu Hause in Linz sei seine Frau erkrankt, will er abreisen. Doch ein Schneesturm macht die Wege unpassierbar. Der nervöse, kranke Mann ist tagelang in seinem Domizil eingeschlossen. Gebannt und zunehmend geängstigt starrt er ins Flockengewirbel, hört den Wind im Dachstuhl dröhnen, friert, kann nichts essen, hat Alpträume. Gequält von körperlichem Schmerz und Erinnerungen an Verfehlung und Versagen entwirft er seine Erzählung Der fromme Spruch: die Geschichte eines adligen Geschwisterpaars in einer behaglich geordneten Welt. Aber auch diese hochmoralischen Figuren sehnen sich nach Liebe, ohne es zu wissen. Wenn am Ende Stifter, scheinbar gerettet, auf zittrigen Beinen zu Tal stolpert, haben sie das letzte Wort.“

Hintergründe

Adalbert Stifter (1805-1868) beschrieb den Schneesturm 1867 in seiner autobiographischen Erzählung Aus dem Bairischen Walde, und nicht umsonst ist die Schilderung des Sturms deren Herzstück. Doch die Erzählung enthält mehr: eine schöne Würdigung dieser anmutig strengen Gegend; eine rührende Fabel ehelicher Besorgnis; und ein psychologisches Geheimnis.

Denn der historische Sturm war ein kräftiges, doch kein epochales Schneetreiben. Stifter selbst hatte die Gattin nach Linz geschickt, um seine Ruhe zu haben. In Linz aber gab es Cholerafälle, und es zog ihn durchaus nicht so stark dorthin, wie er behauptet. Er zögerte die Abreise sogar hinaus und verwirrte die Daten, um das zu verbergen. In gewisser Hinsicht ist der Schneebericht eine hinreißend gestaltete Rechtfertigung seines Fernbleibens durch höhere Gewalt.
Stifter war damals 61 Jahre alt, krank und verstört. Der Film erweitert den Schneesturm-Bericht nach zwei Seiten, zum Realen und Idealen: auf der einen Seite durch die Erinnerungen, Ängste und Alpträume, die seine Beklemmung erklären mögen. Auf der anderen Seite durch eine Erzählung, die er in diesen Tagen entworfen haben kann: Der fromme Spruch, eine zarte Tragikomödie in bizarr förmlicher Sprache. Noch in dieser Zerrüttung schreibt der Dichter seine ebenmäßige, fragil majestätische Prosa. Und bis zuletzt bleibt er empfänglich für die Schönheit der Natur. Sie scheint in seinen Träumen auf und wird verzaubert erlebt, als einmal der Sturm ruht.

Anschließend Gespräch mit Prof. Dr. Hans Maier und der Regisseurin und Autorin Petra Morsbach.

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins

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Donnerstag, 19. November 2015

18.00 Uhr

Ausstellung „Auf verwachsenem Pfad“ („Po zarostlém chodníčku“)

Christian Thanhäusers Zyklus von Holzschnitten und Federzeichnungen

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Die Ausstellung zeigt einen Teil des Werkes von etwa 40 Motiven und ist die erste Werkschau von Thanhäuser in München. Das Thema des Böhmerwaldes beschäftigt den Künstlern seit 1989, als er am Dreisesselberg zu seinen Holzschnittmotive zur H. C. Artmann Erzählung „Von einem Husaren, der seine guldine Uhr in einem Teich oder Weiher verloren, sie aber nachhero nicht wiedergefunden hat“ inspiriert wurde. Dieses Buch hat international viel Beachtung gefunden, in der Folge erschien u.a. der Gedichtband „holzrausch“, angeregt von zahlreichen gemeinsamen Reisen mit H. C. Artmann entlang der „Nördlichen Linie“.

Christian Thanhäuser aus Ottensheim an der Donau ist Zeichner, Buchdrucker und Verleger sowie u. a. Träger des Sudetendeutschen Kulturpreises für bildende Kunst 2013.  Die „Metamorphosen aus Böhmischen Wäldern“ sind das Ergebnis zahlreicher seiner Wanderungen durch den Böhmerwald in den letzten zwei Jahren.

Der Holzschnitt-Zyklus „Auf verwachsenem Pfad“ wird voraussichtlich im 2015 bei Haymon in Innsbruck als Buch erscheinen und kann bei Ausstellungen als Katalog aufgelegt werden.

Die Ausstellung findet von Freitag, 20. November 2015 bis Freitag, 29. Januar 2016 unter den folgenden Öffnungszeiten statt:

Mo-Fr 9-19 Uhr

(außer an Feiertagen und vom 28. bis 31. Dezember 2015)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein

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Dienstag, 17. November 2015

19.00 Uhr

Nationalkampf und Dichtung

Vortrag von Dr. Karsten Rinas (František-Palacký-Universität Olmütz/Olomouc)

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Dr. Karsten Rinas, František-Palacký-Universität Olmütz/Olomouc, macht die Parallelen zwischen der deutschböhmischen und der tschechischen Grenzlandliteratur sichtbar.

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© Foto: Stanislav Dusík

Mittwoch, 11. November 2015

19.00 Uhr

Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung 2015

Zum 19. Mal werden Personen ausgezeichnet, die sich für Verständigung und Austausch zwischen (Sudeten-)Deutschen und Tschechen einsetzen

Stadtverordnetensaal (Sněmovní sál) im Neuen Rathaus (Nová radnice), Dominikanerplatz 1 (Dominikánské náměstí), Brünn (Brno)

Der Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung 2015 wird am 11. November 2015 gemeinsam vom Adalbert Stifter Verein (München), der Brücke-Most-Stiftung (Dresden), dem Collegium Bohemicum (Aussig/Ústí nad Labem), dem Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, dem Internationalen Kulturverein pro arte vivendi (Berlin) und der Union für gute Nachbarschaft tschechisch- und deutschsprachiger Länder (Prag) in Brünn/Brno verliehen.

Der 1994 erstmals verliehene Preis wird in diesem Jahr zum 19. Mal vergeben. Frühere Preisträger waren u.a. František Černý, Pavel Kohout, Ludvík Kundera, Vratislav Kulhánek, Reiner Kunze, Petr Pithart, Bischof Radkovský, Jürgen Serke, Antje Vollmer, Richard von Weizsäcker und Detlef Wittig.

Preisträger

Hans Dieter Zimmermann, Literaturhistoriker (Berlin), und Alena Bláhová, Übersetzerin (Prag), erhalten den diesjährigen Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung. Die Verleihung findet am 11. November im Neuen Rathaus von Brünn, Tschechische Republik, statt.

Ehrenpreise

Die beiden Ehrenpreise gehen an das Ehepaar Horst und Helga Löffler (Stuttgart) und Irena Nováková (Prag).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins (München), der Brücke-Most-Stiftung (Dresden), des Collegium Bohemicum (Aussig), des Prager Literaturhauses deutschsprachiger Autoren, des Internationalen Kulturvereins pro arte vivendi (Berlin) und der Union für gute Nachbarschaft tschechisch- und deutschsprachiger Länder (Prag).

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Donnerstag, 5. November 2015

18.00 Uhr

Böhmischer Salon XI: Joseph Roth

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, Müchen

Lesungen aus Reportagen und Briefen von Joseph Roth, sowohl der Zwanziger Jahre als auch aus seiner Zeit im französischen Exil, flankiert von zwei Vorträgen der Literaturwissenschaftlerin Dr. Ingeborg von Lips (Frankfurt/Main) und des Roth-Biografen Dr. Wilhelm von Sternburg (Wiesbaden).

Musikalische Begleitung durch Studenten der Interpretationsklasse für slawische und jüdische Vokalmusik der Hochschule für Musik unter der Leitung von Hans-Christian Hauser.

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins

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Donnerstag, 29. Oktober 2015

19.00 Uhr

Die ersten Tage - Das Jahr 1945 und die Nachkriegsmonate in der Tschechoslowakei

Zweiter Teil der Lesung über die Geschehnisse des Jahres 1945

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Der letzte Schuss des Zweiten Weltkriegs in Europa fiel am 12. Mai 1945 in Böhmen, wenige Tage nach der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches. Nach fast sechs Jahren herrschte wieder Frieden, der in der wiedererrichteten Tschechoslowakei jedoch alles andere als friedlich war.

Nahrungsmittelknappheit, überfüllte Krankenhäuser und überforderte Ämter prägten die Nachkriegszeit, befreite KZ-Häftlinge und entlassene Soldaten suchten Familien, Freunde, Arbeit und Verständnis für ihre traumatischen Erfahrungen. Die aus dem Exil zurückgekehrte Regierung bemühte sich, Ordnung in das Chaos zu bringen und ihre beiden großen Ziele zu verwirklichen: die ethnische Säuberung des Landes von Deutschen und Ungarn und die Schaffung einer neuen sozialistischen Gesellschaft. Immer größer wurde die Kluft zwischen den alten bürgerlichen Parteien und der nationalen Front, die durch Verstaatlichungen und Entlassungen zielstrebig eine neue Gesellschaft aufbaute.

Die antideutsche Stimmung führte in vielen Orten zu pogromhaften Ausschreitungen (u.a. in Aussig, Brünn, Haida, Komotau, Landskron, Postelberg, Mährisch-Ostrau, Prag, Prerau und Saaz). Bis zum Potsdamer Abkommen vom 2. August wurden mehr als eine halbe Million Deutsche verfolgt und vertrieben. An vielen Orten fanden Folterungen und Vergewaltigungen statt. Revolutionsgarden und Goldgräber terrorisierten ganze Landstriche, kaum gebändigt von Militär und Polizei.

Amtliche Dokumente, Zeitungsberichte, Erinnerungen, Fotos, Filmausschnitte, Wochenschauen und Radiomeldungen bilden das Material der zweiten Gruppenlesung, welche die dramatischen Ereignisse der Tschechoslowakei vom Kriegsende bis zum Jahresende schildert.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins

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Donnerstag, 22. Oktober 2015

14.30 Uhr

Stifters Welten 2: Kremsmünster

Interdisziplinäre Konferenz

Stift Kremsmünster, Stift 1, 4550 Kremsmünster (Österreich)

Die Konferenz befasst sich mit dem Bildungsweg Adalbert Stifters im Kontext der österreichisch-böhmischen Bildungsgeschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Allgemeinen und der Ausbildung im Rahmen des Benediktinerstifts Kremsmünster im Besonderen. Literaturwissenschaftler, Historiker und Bildungsforscher analysieren und dokumentieren das Bildungsmilieu, das Stifters Werdegang geprägt hat.

Die Konferenz findet von Donnerstag, 22. Oktober bis Freitag, 23. Oktober statt.

 

Programm

Donnerstag, 22. Oktober 2015

14.30   Begrüßung

14.45   Raimund Paleczek: „Der Kaplan sagt ja, er hat kein Talent“: Wie Stifter nach Kremsmünster kam

15.30   Daniel Ehrmann: Stifter als Stiftsschüler. Noch einmal zu den Studienjahren eines Autors

16.45   Führung durch die Sternwarte

Freitag, 23. Oktober 2015

09.00   Karel Rýdl: Schul- und Bildungsmöglichkeiten zur Zeit Adalbert Stifters

09.45   Helga Bleckwenn: Das Stift Kremsmünster als Lernort um 1820 und der Schüler Adalbert Stifter

11.00   Johannes John: Marian Koller (1792–1866), Stifters Lehrer und „persönlicher Freund“

11.45   Felix Reinstadler: Adalbert Stifters Rhetorik. Die rhetorische Gymnasialbildung als Paradigma der literarischen Prosa im 19. Jahrhundert

14.30   Führung durch die Stiftsbibliothek

16.00   P. Amand Kraml: Die naturwissenschaftliche Ausbildung (Stifters) in Kremsmünster

16.45   Klaus Petermayr: Die Musikpflege im Stift Kremsmünster zur Zeit Adalbert Stifters

18.30   Feierstunde zum 210. Geburtstag Adalbert Stifters mit anschließendem Empfang

19.00   Petra Morsbach: Ein Zugang zu Stifter

 

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins (München) und des Adalbert-Stifter-Instituts des Landes Oberösterreich.

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Samstag, 17. Oktober 2015

19.00 Uhr

Die 17. Lange Nacht der Münchner Museen

Aus Anlass der Langen Nacht der Müchner Museen ist die Ausstellung des Adalbert Stifter Vereins am Samstag geöffnet

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Mit seiner Ausstellung „So wurde ihnen die Flucht zur Heimat in den Räumlichkeiten des zukünftigen Sudetendeutschen Museums ist der Adalbert Stifter Verein eine der Stationen, die auf der Reise durch die Münchner Museen angesteuert werden können.

Die Ausstellung ist am Samstag, 17. Oktober 2015 von 19.00 Uhr bis Sonntag, 18. Oktober 2015 2.00 Uhr geöffnet.

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins

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Donnerstag, 15 Oktober 2015

19.00 Uhr

Joseph Roth und Soma Morgenstern

Zwei Vorträge der Kulturhistorikerin Victoria Lunzer-Talos und des Literaturhistorikers Heinz Lunzer (beide Wien), Kuratoren der Ausstellung über Joseph Roth und Soma Morgenstern

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Mit ihrem Vortrag „Sehnsucht nach Dorfluft. Vom ländlichen Galizien nach New York.“ gibt Dr. Victoria Lunzer-Talos einen Einblick in die Lebenswelt, der sowohl Joseph Roth als auch Soma Morgenstern entstammten.

Das Zitat Soma Morgensterns „Ein Emigrant stirbt keines natürlichen Todes. Woran immer einer von uns in der Fremde sterben wird, es wird kein natürlicher Tod sein. Eines natürlichen Todes stirbt man nur in der Heimat“ nutzt Dr. Heinz Lunzer als Folie zur Erhellung des Emigrantenschicksals der beiden Schriftstellerfreunde.

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins

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Donnerstag, 8. Oktober 2015

19.00 Uhr

Präsentation der Werkausgabe von Jiří Gruša

Vorstellung der ersten Bände der Werkausgabe mit Sabine Gruša, Hans Dieter Zimmermann und Mojmír Jeřábek

Tschechisches Zentrum, Prinzregentenstraße 7, München

Jiří Gruša (*1938, Pardubice, †2011, Bad Oeynhausen), tschechischer Schriftsteller, Journalist, Lyriker, Prosaist, Essayist, Übersetzer, Intellektueller, Mitwirkender am Prager Frühling, Exdissident, Expolitiker, Botschafter, Präsident des internationalen P.E.N.-Clubs und Direktor der Diplomatischen Akademie Wien, erhielt für seine Arbeit zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, etwa 1996 den Andreas-Gryphius-Preis, 1998 den Internationalen Brückepreis und den Inter-Nationes-Kultur-Preis, 1999 die Goethe-Medaille und den Manés-Sperber-Preis.

2014 begannen der österreichischer Wieser Verlag Klagenfurt und der tschechische Barrister Verlag Brünn mit einer zehnbändigen Jiří-Gruša-Werkausgabe, die 2018 abgeschlossen sein soll. Das literarische und essayistische Œuvre des Schrifftstellers, Intellektuellen und Diplomaten lässt sich dezidiert als ein Werk von europäischem Format beschreiben. Dies gilt in einem doppelten Sinn: im Hinblick auf seine ästhetische Qualität wie auch hinsichtlich seiner zukunftsweisenden transnationalen Diktion und Dimension. Das Werk des 1938 in Pardubice geborenen, 1981 ausgebürgerten und 2011 in Deutschland verstorbenen Autors ist durchaus heterogen, in zwei Sprachen verfasst und steht in tschechischen, deutschen, österreichischen wie auch europäischen Kontexten. Die kritische Sichtung vieler unpublizierter Texte sowie die lektorierte Neuausgabe der Romane und der Lyrik bilden das Zentrum der Klagenfurter Werkausgabe, die Sabine Gruša zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Tschechien, Österreich und Deutschland unter Leitung von Hans Dieter Zimmermann und Dalibor Dobiaš initiiert hat.

Dabei geht es nicht nur um die Sicherung eines hervorragenden literarischen Werkes oder um die Tatsache, dass seine Werke Teil eines gemeinsamen europäischen Gedächtnisses vor und nach der Wende sind, sondern auch um die von Grušas wegweisendem transnationalen und nationalitätskritischen Denken ausgehenden Impulse.

Die auf zehn Bände veranschlagte Jiří-Gruša-Werkausgabe startete mit einer Neuausgabe seines bekanntesten Werks „Der 16. Fragebogen“ sowie mit dem vieldiskutierten Essay „Beneš als Österreicher“.

In dieser Veranstaltung werden die ersten Bände, moderiert von Michael Frank, von den beiden Herausgebern (Hans Dieter Zimmermann, Mojmír Jeřábek) und Sabine Gruša präsentiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins, des Tschechischen Zentrums München und des Generalkonsulats der Tschechischen Republik in München

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Dienstag, 6. Oktober 2015

19.00 Uhr

So wurde ihnen die Flucht zur Heimat

Eröffnung der Ausstellung über Soma Morgenstern und Josef Roth

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Der Starjournalist der Frankfurter Zeitung, Joseph Roth und deren Wiener Korrespondent, Soma Morgenstern, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die das Leben der beiden Schriftsteller und Journalisten sowie ihr Verhältnis zueinander beleuchtet.

Beide mussten ihre Heimat Galizien verlassen. Beide arbeiteten für die Frankfurter Zeitung. Beide flohen vor den Nationalsozialisten, Roth aus Deutschland, Morgenstern aus Österreich. In Paris teilten sie die Strapazen des Exils bis zum Tode Joseph Roths 1939. Soma Morgenstern rettete sich nach Amerika.

Zugleich gibt die Ausstellung einmalige Einblicke in die journalistische Arbeit der 1920er und 1930er Jahre.

Die Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 wurde kuratiert von Victoria Lunzer-Talos und Heinz Lunzer und wird unterstützt von der Stiftung Flughafen Frankfurt am Main für die Region und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

Die Ausstellung findet von Diesntag, 6. Oktober bis Donnerstag, 12. November 2015 unter den folgenden Öffnungszeiten statt:

Mo-Fr 9.00-19.00 Uhr

An Feiertagen geschlossen

Sondertermin 17. Oktober 2015 (Lange Nacht der Münchener Museen)

Eine gemeinsame Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins München und des Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main

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Dienstag, 29. September 2015

18.30 Uhr

„… allerlei Spielereien für junge Herzen“

Über die Rezeption Adalbert Stifters im 19. und im 20. Jahrhundert. Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Kurt Franz

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Adalbert Stifter (1805–1868) zählt mit seinen Novellen und Romanen auch heute noch zu den größten Namen der deutschsprachigen Literatur. Der Weg des Pädagogen und Schulmannes zum Dichter für die Jugend verläuft ganz eigenartig, denn Stifter hat nur eine einzige Sammlung von Erzählungen, Bunte Steine (1854), Kindern als Lesern zugedacht. Dieses besondere Werk wird im Zentrum der Betrachtungen stehen, vor allem auch die berühmte Vorrede („Sanftes Gesetz"), auch wenn die Entwicklung Stifters zum Schul- und Lesebuchklassiker ebenso an anderen Beispielen nachvollzogen wird.

Allerdings verläuft bei kaum einem anderen Dichter die Rezeption über mehr als eineinhalb Jahrhunderte, und zwar von Anfang an, so gegensätzlich wie bei Adalbert Stifter, vom höchsten Lob seiner Darstellungskunst bis zur tiefsten Verachtung seiner Schilderungen, nicht nur aus der Sicht kindlicher Leser. Wenn wir der alten Maxime glauben wollen, dass die Integration in den schulischen Kanon das Überleben eines Autors weitgehend bestimmt, dann erklärt sich mit Stifters gegenwärtiger Absenz im Lesebuch teilweise auch dessen geringe Beachtung allgemein. Die Anerkennung der „Langsamkeit", des Sich-Sammelns und -Konzentrierens, hat es im digitalen Zeitalter, in einer Zeit der totalen permanenten Ablenkung, besonders schwer.  

Der Vortrag wird ergänzt durch Vertonungen von Stifter-Texten von Widmar Hader und durch Lieder von Johannes Brahms, gesungen von der Sopranistin Regina Klepper und am Flügel begleitet von Iris Schmid.  

I. Stifter-Gesänge von Widmar Hader (*1941) – Es ist ein Gesetz – Die Lerche und der Rabe – Die Liebe ist scheu – Nachgefühl – Der Mensch ist vergänglich – Zum neuen Jahr

II. Johannes Brahms (1833-1887) – Mädchenlied (Heyse) Op. 95 Nr. 6 – Die Sonne scheint nicht mehr (Deutsches Volkslied) – Mädchenlied (Heyse) Op. 107 Nr.5 – Der Tod, das ist die kühle Nacht (Heine) Op.96 Nr.1 

Eine gemeinsame Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins und der Sudetendeutschen Akademie für Wissenschaft und Künste

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Sonntag, 13. September 2015

9.00 Uhr

Studienreise nach Olmütz/Olomouc und in die Hanna/Haná

Reisetermin ist Sonntag, 13. September bis Freitag, 18. September 2015

Abfahrt von Elisenstraße, München

Die bischöfliche Stadt Olmütz/Olomouc ist in diesem Jahr Anziehungspunkt und gleichzeitig Ausgangspunkt für Aus­flüge in die als Hanna (auch Hanakei, tschechisch: Haná) bezeichnete Umgebung.

Wir besichtigen die eindrucksvollen Sehenswür­digkeiten der ehemaligen mährischen Hauptstadt, z. B. die Wenzelskathedrale und das Erzbischöfli­che Museum mit seinen berühmten Kunstschät­zen. Ein Stadtrundgang mit einem Vertreter der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur der Olmützer Palacký-Universität bringt uns die untergegange­ne Literaturlandschaft der Region in Erinnerung.

Das Städtchen Boskowitz/Boskovice mit seinem jüdischen Ghetto, wo Hermann Ungar (1893-1929) zur Welt kam, und Schloss Lissitz/Lysice, das der Adels­familie Dubský gehörte, welcher die Autorin Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) ent­stammte, sind weitere literarische Stationen. Zwei höchst unterschiedliche Wallfahrtskirchen des Architekten Pietro Tencalla, Maria Heim­suchung auf dem Heiligenberg und St. Anna im ehemaligen militärischen Sperrgebiet Liebau/ Libavá im Odergebirge, führen uns die zerstö­rerische Geschichte Mitteleuropas im 20. Jahr­hundert vor Augen.

Nicht fehlen wird auch ein Besuch in der geschichtsträchtigen Stadt Kremsier/Kroměříž, die nicht nur Sommerresidenz der Olmützer Erzbischöfe, sondern auch Schauplatz stürmischer Auseinandersetzungen um die Konstitution der Habsburger Monarchie war.

Hier finden Sie das genaue Programm und hier das Anmeldeformular (bis spätestens Montag, 10. August 2015) zum herunterladen.

Die Reisekosten betragen 540 € (Mitglieder des Adalbert Stifter Vereins: 510 €). Inbegriffen sind Busreise, 5 Übernachtungen im DZ, Halbpension (ohne Getränke), Führungen, Eintritte und fachkundige Reiseleitung. Für einen Aufpreis von 75 € p. P. steht eine begrenzte Zahl an Einzelzimmern zur Verfügung.

Reiseleitung: Anna Knechtel M.A., Dr. Peter Becher

Eine gemeinsame Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins München und des Prager Reisebüros Křížek

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Freitag, 4. September 2015

18.30 Uhr

Komponistenporträt Roland Leistner-Mayer

Konzert mit dem Sojka-Quartett Pilsen und Christoph Declara (Klavier)

Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Der Komponist Roland Leistner-Mayer, geboren 1945 in Graslitz (Kraslice) in Böhmen, studierte an der Staatlichen Hoch­schule für Musik München Komposition bei Harald Genzmer und Günter Bialas. Seit 1983 ist er Mitarbeiter im „Studio für Musik München“, seit 1986 Leiter der Fachgruppe Musik der Künstlergilde Sektion Bayern. Leistner-Mayers Schaffen umfasst Klavier- und Kammermusik sowie Chor- und Orchesterwerke. Zahlreiche Werke liegen in Einspielungen auf Tonträger vor und werden inzwischen weltweit gespielt.

Der Abend stellt zwei Kompositionen der letzten Jahre gegenüber: das 6. Streichquartett op. 148 „untapfere Bagatellen“ (2014) und „Sieben tapfere Klavierstücke“ op. 140 (2011). Bereits die Titel lassen Korrespondenzen vermuten, zu denen der Komponist sich in einführenden Worten und im Gespräch äußern wird.

Das Sojka-Quartet Pilsen spielt in der Besetzung: Martin Kos und Martin Kaplan - Violinen, Josef Fiala - Viola, Hana Vítková - Violoncello.

Eintritt frei, Spenden erbeten

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein München, des Sudetendeutschen Musikinstituts Regensburg und der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste

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Montag, 31. August 2015

19.00 Uhr

Themenabend „Prag als deutsche Stadt im Protektorat“

Die Publikation „Protektorátní Praha jako německé město“ des tschechischen Historikers Miloš Hořejš ist die erste systematische Dokumentation dieses vergessenen Kapitels unserer neuzeitlichen Geschichte

Bunker am Blockplatz, Badstraße, Berlin

Nach der Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren planten die Nationalsozialisten eine „germanische“ architektonische Umgestaltung Prags, um ihre Dominanz auch nach außen hin zu unterstreichen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Planungskommission für die Hauptstadt Prag und Umgebung. An ihrer Spitze wechselten sich von 1939 bis 1945 mehrere deutsche Architekten und Stadtplaner ab, die für Prag einen Umbau vorbereiteten, wie er in Städten wie Berlin, Nürnberg oder Linz bereits umgesetzt bzw. geplant wurde.

Einige Vorschläge der Planungskommission hatten durchaus etwas mit vernünftiger Stadtplanung in einer modernen Metropole zu tun. So war bereits damals eine breite Magistrale vorgesehen, als Nord-Süd-Verbindung mitten durch die Prager Innenstadt. Die heutige Prager Magistrale entspricht mehr oder weniger diesen Vorstellungen: Dazu gehören die Nusle-Brücke, die Magistrale selbst und Teile des Prager Rings

Doch tatsächlich lassen sich auch monumentale Bauvorhaben finden, wie sie Albert Speer und Adolf Hitler in Berlin vorhatten. Zum Beispiel sollte das tschechische Gemeindehaus in der Altstadt abgerissen und durch eine Konzerthalle ersetzt werden. Der Entwurf des Architekten Theis sah einen neoklassizistischen Säulenbau vor, der an den historischen Pulverturm anschließen sollte.

Programm

Historische Einbettung: Wolfgang Schwarz, München

Vortrag: Richard Nemec, Bern

Moderation: Frank Herold, Berlin

Gang durch die Ausstellung Mythos Germania. Vision und Verbrechen: Gernot Schaulinski, Berlin

Im Anschluss an die Veranstaltung können diese Planungen mit denen für Berlin verglichen werden: Alle Interessierten werden noch durch die Ausstellung „Mythos Germania. Vision und Verbrechen“ geführt, die der Berliner Unterwelten e. V. bis Ende November in einem Zwischengeschoss der nördlichen Eingangshalle des U-Bahnhofs Gesundbrunnen zeigt.

Referenten

Dr. Richard Nemec studierte Kunstgeschichte in Prag, Freiburg i. Br., Basel und Leipzig. Seit 2012 lehrt er am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern und war intensiv an den Recherchen für die Publikation von Miloš Hořejš beteiligt. Seine Forschungsfelder sind u. a. Politische Architektur, die Kulturlandschaften Mitteleuropas und Denkmalpflege.

Dr. Wolfgang Schwarz studierte Geschichte und Politik in Regensburg mit den Schwerpunkten Diktaturen und Außenpolitik. Von 1999 bis 2002 war er Fachreferent beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Prag. Seit 2002 ist er Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein in München; u. a. nahm er Lehraufträge in Regensburg für die Deutsch-Tschechischen Studien wahr.

Frank Herold studierte in Leipzig Journalistik und war von 1984 bis 1988, in der Zeit der Perestroika, Korrespondent in Moskau. Bei der Berliner Zeitung ist er Experte für die östlichen Nachbarländer; ein wichtiger Themenkomplex seiner journalistischen Arbeit ist der Aussöhnungsprozess mit Tschechien und Polen. 

Dr. Gernot Schaulinski studierte Neuere Geschichte, Vgl. Literaturwissenschaft und Philosophie in Berlin und kuratierte verschiedene Ausstellungs- und Publikationsprojekte, u. a. Mythos Germania. Vision und Verbrechen. Seit April läuft seine Tour „Berlin im Mai 1945“, die er gemeinsam mit dem Berliner Unterwelten e. V. und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa konzipierte.

Eine Veranstaltung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein und des Deutschen Kulturforums östliches Europa, der Berliner Unterwelten e. V.

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Irene Novák und Anna Knechtel

Donnerstag, 20. August 2015

19.00 Uhr

Porträts aus Böhmen und Mähren / Portréty z Čech a Moravy

54 Schwarz-Weiß-Fotografien von Petra Flath

Dům národnostních menšin (Das Haus der nationalen Minderheiten), Vocelova 602/3, Praha 2 (Prag)

Bayern, Berliner, Wiener, Prager, Egerländer, Nordböhmen, Südmährer, Sudetenschlesier… Oder auch: Tschechen, Österreicher, Juden, Sudetendeutsche – diese Ausstellung zeigt und würdigt 54 Personen, die in den mehr als 20 Jahren seit der politischen Wende 1989 die deutsch-tschechischen Beziehungen mitgeprägt haben. Sie alle vereint ihre Herkunft: Sie wurden in Böhmen, Mähren, Sudetenschlesien oder Prag geboren bzw. wuchsen dort auf.

Für viele von ihnen waren diese Jahre der Höhepunkt ihres Schaffens. Politiker wie Künstler, Wirtschaftsmanager wie Priester, Wissenschaftler wie Journalisten, Heimatvertriebene wie Heimatverbliebene, Exilanten wie Dissidenten – einige von ihnen haben sich auf ihrem Gebiet oder sogar über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Andere wirkten still und verborgen nach Jahrzehnten der Abschottung diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs an der Entspannung zwischen Deutschen, Tschechen, Sudetendeutschen, Juden und Österreichern mit.

Jede der Aufnahmen ist mit einer Kurzbiographie des Porträtierten versehen. So spiegeln sich in den Lebensläufen der 54 Persönlichkeiten, welche von einer siebenköpfigen Jury aus Vertretern deutscher und tschechischer Einrichtungen ausgewählt wurden, die Schönheit und das Leid einer Region, die einen bedeutenden Teil des einstigen Mitteleuropa bildet.

Irene Novák (Kulturverband der Deutschen) und Anna Knechtel (Adalbert Stifter Verein) eröffnen die Ausstellung. Unter den Gästen waren auch einige der Porträtierten zu verzeichnen: Jan Křen, Josef Škrábek und Milan Horáček.

Die Ausstellung findet von Donnerstag, 20. August 2015 bis Samstag, 19. September statt und ist täglich jederzeit zugänglich.

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins (München) und des Kulturverbands der Deutschen (Prag)

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Foto: ©Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.

Donnerstag, 6. August 2015

15.00 Uhr

Grenze zwischen Zeit und Ewigkeit

Historische Friedhöfe der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien

Kostel Obětování Panny Marie (Klosterkirche zur Aufopferung der Jungfrau Maria), Piaristické námětsí, České Budějovice (Budweis)

Fotoausstellung über ein Thema, das alle betrifft.

Die verlassene Friedhöfe der deutschen Bevölkerung im Grenzgebiet der Tschechischen Republik, die vor 70 Jahren ihre Heimat verlassen musste, sind Spuren einer vergangenen Zeit - ob verwildert, zerstört oder neu belegt und gepflegt.

27 Amateur- und Profi-Fotografen, davon die meisten von ihnen aus Tschechien, fühlten sich von diesen Zeichen in der Landschaft angesprochen. Ihre Aufnah­men lassen die Ausstrahlung und Faszination dieser seltsamen Orte spüren, die so bis in die Gegenwart ihre Wirkung entfalten...

Werden einige dieser Orte erhalten bleiben?

Die Ausstellung findet von Donnerstag, 6. August bis Samstag, 5. September 2015 statt und ist jederzeit zugänglich.

Die Eröffnung am Donnerstag, 6. August findet anlässlich des Bundestreffens der Ackermann-Gemeinde 2015 statt.

Grußwort: Daniel Hermann, Kulturminister der Tschechischen Republik

Einführung: Anna Knechtel M.A., Adalbert Stifter Verein München

Eine gemeinsame Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins (München) und des Kulturministeriums der Tschechischen Republik (Prag)

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