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Veranstaltungsdetails

Foto: ©Marie Smolková

Montag, 16. November 2016

16.00 Uhr

Porträts aus Böhmen und Mähren

Eine Ausstellung mit Schwarz-Weiß Fotografien von Petra Flath. Einführung durch Anna Knechtel (M.A.)

Oblastní muzeum „Dům Jiřího Popela z Lobkowicz“, Palackého 86, 43001 Chomutov, Tschechische Republik (Regionalmusem, Komotau)

Auf der Abbildung ist Petra Flath mit Max Mannheimer (†23.9.2016) zu sehen.

Bayern, Berliner, Wiener, Prager, Egerländer, Nordböhmen, Südmährer, Sudetenschlesier… Oder auch: Tschechen, Österreicher, Juden, Sudetendeutsche …   –  diese Ausstellung zeigt und würdigt 54 Personen, die in den mehr als 20 Jahren seit der politischen Wende 1989 die deutsch-tschechischen Beziehungen mitgeprägt haben. Sie alle vereint ihre Herkunft: Sie wurden in Böhmen, Mähren, Sudetenschlesien oder Prag geboren bzw. wuchsen dort auf.

Für viele von ihnen waren diese Jahre der Höhepunkt ihres Schaffens. Politiker wie Künstler, Wirtschaftsmanager wie Priester, Wissenschaftler wie Journalisten, Heimatvertriebene wie Heimatverbliebene, Exilanten wie Dissidenten – einige von ihnen haben sich auf ihrem Gebiet oder sogar über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Andere wirkten still und verborgen nach Jahrzehnten der Abschottung diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs an der Entspannung zwischen Deutschen, Tschechen, Sudetendeutschen, Juden und Österreichern mit.

Die 54 Porträts wurden in München, Prag, Brünn, Wien, Düsseldorf und anderen Orten aufgenommen. Jede der Aufnahmen ist mit einer Kurzbiographie des Porträtierten versehen. So spiegeln sich in den Lebensläufen der 54 Persönlichkeiten, welche von einer siebenköpfigen Jury aus Vertretern deutscher und tschechischer Einrichtungen ausgewählt wurden, die Schönheit und das Leid einer Region, die einen bedeutenden Teil des einstigen Mitteleuropa bildet.

Petra Flath wurde 1952 geboren und wuchs in Waldkraiburg auf. Zwischen 1970 und 1976 studierte sie an der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie und an der Hochschule für Gestaltung in Basel. Seit 1976 ist sie als freischaffende Fotografin tätig und hat sich auf die Bereiche Architektur, Industrie und Produkte spezialisiert, ist aber auch mit Arbeiten für Landschaftsausstellungen hervorgetreten, z. B. 2007 für die Ausstellung „Landschaften – Verwandtschaften“ in München-Schwabing.

Immer wieder hat sie sich auch mit dem menschlichen Gesicht beschäftigt. 2012 zeigte sie im Park des Adalbert-Stifter-Seniorenheims ihrer Heimatstadt Waldkraiburg eine Installation mit Porträts von Bewohnern des Heims. Derzeit lebt Petra Flath in München.

Die Ausstellung findet bis zum 24. Februar 2016 unter den folgenden Öffnungszeiten statt:

Di-Fr 9.00-17.00 Uhr

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Zusammenarbeit mit dem Regionalmuseum „Dům Jiřího Popela z Lobkowicz“ in Komotau

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