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Veranstaltungsdetails

Donnerstag, 8. Oktober 2015

19.00 Uhr

Präsentation der Werkausgabe von Jiří Gruša

Vorstellung der ersten Bände der Werkausgabe mit Sabine Gruša, Hans Dieter Zimmermann und Mojmír Jeřábek

Tschechisches Zentrum, Prinzregentenstraße 7, München

Jiří Gruša (*1938, Pardubice, †2011, Bad Oeynhausen), tschechischer Schriftsteller, Journalist, Lyriker, Prosaist, Essayist, Übersetzer, Intellektueller, Mitwirkender am Prager Frühling, Exdissident, Expolitiker, Botschafter, Präsident des internationalen P.E.N.-Clubs und Direktor der Diplomatischen Akademie Wien, erhielt für seine Arbeit zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, etwa 1996 den Andreas-Gryphius-Preis, 1998 den Internationalen Brückepreis und den Inter-Nationes-Kultur-Preis, 1999 die Goethe-Medaille und den Manés-Sperber-Preis.

2014 begannen der österreichischer Wieser Verlag Klagenfurt und der tschechische Barrister Verlag Brünn mit einer zehnbändigen Jiří-Gruša-Werkausgabe, die 2018 abgeschlossen sein soll. Das literarische und essayistische Œuvre des Schrifftstellers, Intellektuellen und Diplomaten lässt sich dezidiert als ein Werk von europäischem Format beschreiben. Dies gilt in einem doppelten Sinn: im Hinblick auf seine ästhetische Qualität wie auch hinsichtlich seiner zukunftsweisenden transnationalen Diktion und Dimension. Das Werk des 1938 in Pardubice geborenen, 1981 ausgebürgerten und 2011 in Deutschland verstorbenen Autors ist durchaus heterogen, in zwei Sprachen verfasst und steht in tschechischen, deutschen, österreichischen wie auch europäischen Kontexten. Die kritische Sichtung vieler unpublizierter Texte sowie die lektorierte Neuausgabe der Romane und der Lyrik bilden das Zentrum der Klagenfurter Werkausgabe, die Sabine Gruša zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Tschechien, Österreich und Deutschland unter Leitung von Hans Dieter Zimmermann und Dalibor Dobiaš initiiert hat.

Dabei geht es nicht nur um die Sicherung eines hervorragenden literarischen Werkes oder um die Tatsache, dass seine Werke Teil eines gemeinsamen europäischen Gedächtnisses vor und nach der Wende sind, sondern auch um die von Grušas wegweisendem transnationalen und nationalitätskritischen Denken ausgehenden Impulse.

Die auf zehn Bände veranschlagte Jiří-Gruša-Werkausgabe startete mit einer Neuausgabe seines bekanntesten Werks „Der 16. Fragebogen“ sowie mit dem vieldiskutierten Essay „Beneš als Österreicher“.

In dieser Veranstaltung werden die ersten Bände, moderiert von Michael Frank, von den beiden Herausgebern (Hans Dieter Zimmermann, Mojmír Jeřábek) und Sabine Gruša präsentiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins, des Tschechischen Zentrums München und des Generalkonsulats der Tschechischen Republik in München

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