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Veranstaltungsarchiv2021

Freitag, 30. April 2021

9:15 Uhr

Studentische Bewegungen, Netzwerke, Avantgarden

Das Beispiel Prag in Politik, Literatur und Kultur 1848 bis 1990

Online-Konferenz, Anmeldung über eveeno möglich bis zum 27. April

Studenten und seit etwa 1900 auch Studentinnen stellen einen exponierten und privilegierten Teil der Gesellschaft dar. Aus ihrer Mitte kamen zu unterschiedlichen Zeiten und Anlässen stets Bewegungen, die sich selbst als progressiv verstanden. In der Hochschulstadt Prag gab es bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eine Vielfalt zum Teil konkurrierender Einrichtungen (zwei Universitäten, zwei Technische Hochschulen und weitere Kunst- und Musikhochschulen), was zusammen mit den besonderen ethnisch-nationalen und multikonfessionellen Konstellationen die Untersuchung mehrerer Fragen und Aspekte nahelegt. Die Tagung beleuchtet das Phänomen der studentischen Bewegungen seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1989 aus einer interdisziplinären Perspektive.

 

Programm

09.15     Begrüßung: Zuzana Jürgens und Martin Schulze Wessel

09.30     Studentenbewegungen in Zeiten politischer Umbrüche 1900–1970. Podiumsdiskussion mit Johannes Gleixner, Michael Polák und Michal Topor; Moderation: Martin Schulze Wessel

10.45     Pause

11.05     Milada Sekyrková/Tomáš Sekyrka: Společenské aktivity pražských studentských spolků a město před 1. světovou válkou [Gesellschaftliche Aktivitäten Prager Studentenvereine und die Stadt vor dem Ersten Weltkrieg]

11.25     Milena Josefovičová/Kamila Mádrová: Od profesních sdružení k politickému hnutí. Proměny identity studentů pražských technických vysokých škol 1869–1968 [Von der beruflichen Vereinigung zur politischen Bewegung. Der Identitätswandel der Studenten der Prager Technischen Hochschulen1869–1968]

11.45     Zdeněk Nebřenský: Student und Politik. Politische Ansichten Prager Studenten in der Mitte der 1960er Jahre

12.05     Mittagspause

13.30     Marek Vajchr: Proč student, nota bene z Prahy? [Warum Student, noch dazu aus Prag? Der Prager Student in Literatur und Film]

13.50     Václav Petrbok: Der Literaturkritiker Paul Kisch (1883–1944) als Chronist der Prager Studentenbewegung

14.10     Peter Becher: „Noch klingen deutsche Lieder in den Schenken“. Selbstinszenierung und patriotische Inhalte Prager Studentenlieder

14.30     Zuzana Jürgens: 1989 erzählen. Studentische Akteure der Samtenen Revolution in Tagebuch und Erinnerungen

14.50     Pause

15.10     Studentischer Antisemitismus in Prag 1876–1939. Podiumsdiskussion mit Jindrich Toman, Harald Lönnecker und Blanka Soukupová; Moderation: Martina Niedhammer

16.25     Abschlussdiskussion

Ende: 17 Uhr

Die Tagung findet online auf Deutsch und Tschechisch statt und wird simultan gedolmetscht.

Den Programmflyer können Sie hier herunterladen.

 

Anmeldung bis 27. April erforderlich über eveeno.com/prager-studenten; kurz vor Beginn der Tagung erhalten Sie den für die Teilnahme nötigen Link sowie weitere Infomationen.

 

Veranstalter:

Adalbert Stifter Verein, München

Collegium Carolinum, Forschungsinstitut für Geschichte Tschechiens und der Slowakei, München

Institut pro studium literatury, o. p. s., Prag

Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag

Konzeption und Organisation der Tagung:

Dr. Franziska Mayer, Adalbert Stifter Verein (mayer@stifterverein.de)

Dr. Robert Luft, Collegium Carolinum (robert.luft@collegium-carolinum.de)

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Donnerstag, 15. April 2021

19 Uhr

Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin – Politische Rednerin

Gespräch anlässlich der Ausstellungseröffnung

Online-Veranstaltung aus dem Goethe-Institut, Prag, die Aufnahme ist hier zu sehen.

Die Kuratorin der Ausstellung Prof. Dr. Irmela von der Lühe spricht anlässlich der Eröffnung der Ausstellung Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - Politische Rednerin über die Hintergründe der Entstehung und das Konzept. (www.goethe.de/tschechien/erikamann).

„Wir zeigen nicht die Tochter Thomas Manns. […] Wir zeigen nicht die Schwester Klaus Manns, sondern wir zeigen […] die Kabarettistin, die Kriegskorrespondentin und die politische Rednerin, das heißt eine Frau in ihrer Zeit, die vieles von ihrer Generation der neuen Frauen der 20er-Jahre repräsentiert, aber noch mehr auf singuläre Weise in schwierigen, um nicht zu sagen katastrophischen Zeiten geleistet hat im Kampf gegen den Nationalsozialismus und […] für die Demokratie.“ So Irmela von der Lühe im Gespräch mit Dr. Sylvia Asmus, Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt a. M.

Irmela von der Lühe war Professorin für Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin und ist Senior Professorin am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der deutsch-jüdischen Literatur- und Kulturgeschichte, der Literatur des Exils und der Shoah sowie der Literaturgeschichte weiblicher Autorschaft und der Mann-Familie.

Moderation: Tereza Semotamová

Das Gespräch wird in deutscher Sprache geführt und ins Tschechische übersetzt

https://zoom.us/j/97969946554?pwd=bW1RT3ZzalB0OHVHWHh2cnNvamh5Zz09

Meeting ID: 979 6994 6554

Passcode: 266923

Eine Veranstaltung der Monacensia München und des Goethe-Instituts Prag in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein

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Mittwoch, 14. April 2021

19 Uhr

Alena Zemančíková: Geschichte in indirekter Rede

Lesung und Gespräch

Youtube-Premiere auf dem Youtube-Kanal des Adalbert Stifter Vereins

Alena Zemančíková erzählt in ihrem scharfsinnig und präzise geschriebenen Roman Geschichte in indirekter Rede (KLAK Verlag 2019, übersetzt von Daniela Pusch) eine Familiengeschichte über die Kindheit im westböhmischen Grenzgebiet, das nach der Vertreibung der Deutschen der hinterletzte Winkel der Welt war. Zugleich ein Ort für unkonventionelle Lebensentwürfe, die allmählich an den gesellschaftlichen und persönlichen Debakeln zerbrechen. Eine Geschichte über Beziehungen zwischen Himmel und Hölle, Heimat und Heimatlosigkeit, geprägt durch Anpassung, Verbote und Ausgrenzung.

Die Publizistin und Autorin Alena Zemančíková (*1955 in Prag) absolvierte ein Fernstudium an der Prager Theaterhochschule DAMU und war dann Dramaturgin am Westböhmischen Theater in Eger/Cheb, das auch einige Theaterstücke von ihr aufführte. Seit 1997 ist sie als Kulturredakteurin und Dramaturgin für den tschechischen Rundfunk tätig. Langezeit schrieb sie vor allem Theaterstücke und Hörspiele, Storyboards, Radioreportagen und Essays. 2008 erschien ihr erster Prosaband mit zwölf autobiographisch motivierten Erzählungen Bez otce [Ohne Vater]. 2015 folgte ihr erster Roman Příběh v řeči nepřímé [Geschichte in indirekter Rede].

Moderation: Anna Knechtel

Lesung: Katja Amberger

In Kooperation mit der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Augsburgund dem Tschechischen Zentrum München.

Mit freundlicher Unterstützung des Tschechischen Literaturzentrums.

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Mittwoch, 24. März 2021

19 Uhr

Böhmische Spuren: Daňa Horáková

Lesung und Gespräch

Youtube-Premiere

Die Journalistin, Autorin, Hamburger Kultursenatorin a.D. und Unterzeichnerin der Charta 77 Daňa Horáková (*1947) kam im Jahr 1979 mit ihrem Mann Pavel Juráček (1935-1989) nach München. Er als einer der gefeierten Regisseure und Drehbuchautoren der Neuen Welle des tschechischen Films, sie trotz ihrer Zusammenarbeit mit Václav Havel vorerst unbekannt. In ihrem in Tschechien gefeierten Buch Kniha o Pavlovi (Das Buch von Pavel, 2020) schildert sie nicht nur ihr Zusammenleben mit ihm und das Scheitern der Beziehung, sondern auch das München der 1980er Jahre und ihren Erfolg in Deutschland.

Moderation: Zuzana Jürgens

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum

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Donnerstag, 4. März 2021

19.00 Uhr

Geschichte ausstellen: neue Museen in München und Aussig/Ústí nad Labem

Podiumsdiskussion

Youtube-Kanal des Adalbert Stifter Vereins

Mit der Eröffnung des Sudetendeutschen Museums in München (Oktober 2020) und der Dauerausstellung „Unsere Deutschen“ im Stadtmuseum Aussig (Frühjahr 2021) wird eine Lücke in der musealen Landschaft geschlossen.

Petr Koura (Collegium Bohemicum) und Michael Henker (Sudetendeutsches Museum) stellen die Ausstellungen vor und diskutieren mit Martin Schulze Wessel (Ludwig-Maximilians-Universität) über Möglichkeiten der Darstellung der gemeinsamen Geschichte.

Moderation: Michael Frank, Journalist, ehemaliger Korrespondent für Ostmitteleuropa der Süddeutschen Zeitung

Eintritt frei

Aktuelle Informationen auf www.stifterverein.de

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule und dem Collegium Carolinum

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Mittwoch, 24. Februar 2021

19.00 Uhr

Von Karl May zu Franz Kafka

Vortrag von Tomáš Kraus in der Reihe „Mein Weg zu unseren Deutschen“

Online-Vortrag

Link: youtu.be/jUFMpI72ooI

Die Vortragsreihe, zu der bereits 2019 ein Band erschienen ist, wird fortgesetzt mit weiteren Beiträgen tschechischer Intellektueller über ihre persönlichen Beziehungen zu den Sudetendeutschen.

Tomáš Kraus ist Sekretär des Verbands jüdischer Gemeinden in der Tschechischen Republik. Seine familiären Wurzeln liegen in Teplitz/Teplice, seine Eltern überlebten das Vernichtungslager Auschwitz. Seit vielen Jahren engagiert er sich für die deutsch-tschechische Verständigung.

Der Vortrag wird als YouTube-Premiere angeboten. Ein entsprechender Link wird rechtzeitig auf dieser Seite veröffentlicht.

Eine Angebot des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München

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Donnerstag, 11. Februar 2021

19.00 Uhr

Modernismus versus Heimatkunst

Wissenschaftlicher Vortrag von Anna Habánová und Ivo Habán über deutschsprachige bildende Künstler aus Böhmen, Mähren und Schlesien

Online-Vortrag

Die Generation deutschsprachiger Maler der 1920er und 1930er Jahre hat sich durch ihre Werke und Ausstellungstätigkeit unauslöschlich in die bildende Kunst und Kultur der Tschechoslowakei eingeschrieben. Werke von Malern wie Paul Gebauer sind eng mit ihrer Umwelt verbunden, sei es Schlesien, Reichenberg/Liberec oder Teplitz/Teplice. Am Beispiel dieser regionalen Zentren lassen sich Besonderheiten der Kunstszene in der Tschechoslowakei zwischen den Kriegen aufzeigen.


Die Kunsthistoriker Anna Habánová und Ivo Habán gewannen mit ihrer Monografie über Paul Gebauer den Otokar-Fischer-Preis für die beste deutschsprachige bohemistische Arbeit der Jahre 2018/19.


Eintritt frei. Der Vortrag findet online über Zoom statt und wird live auf unserem Youtube-Kanal gestreamt.

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Leider muss diese Veranstaltung entfallen:

Montag, 25. Januar 2021

19.00 Uhr

Todeszug in die Freiheit

Ersatzweise können Sie den Film in der ARD-Mediathek ansehen:

https://programm.ard.de/TV/3sat/todeszug-in-die-freiheit/eid_280071090381581 

 

Frühjahr 1945: Noch immer sind Zehntausende KZ-Häftlinge in der Hand der SS, die Gefangenen des zum KZ Flossenbürg gehörenden Außenlagers Leitmeritz werden in einem Güterzug abtransportiert und sollen quer durch Böhmen und Mähren nach Mauthausen gebracht werden. In Roztoky kurz vor Prag hilft die tschechische Bevölkerung spontan: Hunderten Häftlingen wird die Flucht ermöglicht, schließlich wird der Zug in Südböhmen mit Waffengewalt befreit.

Regie: Andrea Mocellin und Thomas Muggenthaler, Dokumentarfilm, D 2017, 45 Min. 

Im Anschluss an die Filmvorführung war ein Gespräch mit Regisseur Thomas Muggenthaler (BR) und dem Historiker Dirk Riedel (NS-Dokumentationszentrum München) geplant, in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule und mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Regionalgruppe München

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