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Veranstaltungsdetails

Dienstag, 3. Juni 2014

19.00 Uhr

Ausstellung „Fotografen des Krieges“

Die Ausstellung findet von Mittwoch, 4 Juni bis Dienstag, 15. Juli 2014 statt

Tschechisches Zentrum, Prinzregentenstraße 7, München

Die erst 2010 entdeckten Bilder der Amateurfotografen und Soldaten Gustav Brož, Jan Myšicka und Jenda Rajman zeigen das alltägliche Leben der Soldaten im Ersten Weltkrieg abseits der Kriegsfront – bei der Essensausgabe, beim Impfen oder beim Schlittenfahren. Die Fotografien stammen von verschiedenen Standorten – aus Serbien, Russland, Galizien, Italien und Ungarn. Sie eröffnen vollkommen neue Aspekte in der Geschichte der Kriegsfotografie.

Ihre Negative und Fotografien blieben fast 90 Jahre unentdeckt, bis hunderte Glas– und Planfilmnegative dank glücklicher Umstände in die Hände des Fotografen Jaroslav Kučera gelangten, der sie der Öffentlichkeit zugänglich machte. Dieser Fund ist einzigartig, da nur sehr wenige konkrete Namen von Fotografen aus dem Ersten Weltkrieg bekannt sind, geschweige denn ihr komplettes Werk.

Gustav Brož

Sein Name konnte aus einigen der Fotografien und detaillierten Notizen, die er zu allen fotografischen Ereignissen anfertigte, identifiziert werden. Brož wurde zunächst an der italienischen Front eingesetzt und dann in den Osten versetzt, woher auch die meisten seiner herausragenden Aufnahmen stammen. Später, Mitte des Jahres 1916, desertierte er nach Russland. Die Aufnahmen Sprung des Rettungshundes, In unserer Küche, Feldräucherkammer und viele weitere gehören nun zum Schatz der tschechischen und Welt–Fotografie.

Jan Myšička

Die unvorstellbare Sammlung hunderter von Negativen und Kopien von Jan Myšička, sorgfältig sortiert und beschriftet, lagerte über dreißig Jahre auf dem Dachboden des Lehrers Josef Bohuňovský, der sie von Myšičkas einziger Tochter, von Frau Mohelská, bekommen hatte. Jan Myšička fotografierte im ungarischen Eger sowie an der italienischen Front, wo er zweimal verletzt wurde.

Jenda Rajman

Im Falle von Jenda Rajman handelt es sich um eine einzigartige Fotosammlung, auch die Negative blieben erhalten. Rajman war währendes gesamten Krieges im Militärkrankenhaus in Podmelec, dem heutigen Slowenien, und fotografierte dort das Alltagsleben. Die Schrecken des Krieges sah er aus der Nähe, als verstümmelte Soldaten von der vordersten Front angebracht wurden. Auf der einen Aufnahme ist auf dem Bein des Soldaten zu lesen: 50000. Verletzter… Es handelt sich dabei um unvergleichliche Aufnahmen, wie z. B. Kopfoperationen unter Feldlagerbedingungen, Fotografien von Sanitätswagen oder der Blick auf verletzte Soldaten im Krankenhaus, das in einer ehemaligen Tischlerei eingerichtet worden war.

Eröffnung: 3. Juni 2014, 19:00 Uhr

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München

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