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Böhmerwaldseminar

Seit 2002 existiert das deutsch-tschechische Böhmerwaldseminar, das einmal jährlich in unterschiedlichen Orten Südböhmens mit verschiedenen Partnerorganisationen stattfindet. Es handelt sich dabei um eine deutsch-tschechische Tagung, auf der aktuelle Themen der deutschböhmischen Kulturgeschichte, aber auch der deutsch-tschechischen Beziehungen sowie der Regionalgeschichte des Böhmerwalds diskutiert werden. Die Vorträge werden simultan gedolmetscht. Unter sekretariat@stifterverein.de können Sie sich in den Verteiler aufnehmen lassen, um Einladungen zu erhalten

Einen Bericht zum Böhmerwaldseminar vom 21.-22. September 2019 in Srní (Rehberg) finden Sie hier >>

Das Böhmerwaldseminar 2020, das vom 19.-20. September in Klattau/Klatovy vorgesehen war, musste auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Sie finden hier jedoch einige digitale Vorträge.

So widmet sich Kateřina Čapková vom Institut für Zeitgeschichte Prag der Frage von Transporten deutschsprachiger Juden aus der Tschechoslowakei im Jahr 1946, welche die Konzentrationslager überlebt hatten, nach der Rückkehr auf Grund ihrer deutschsprachigen Herkunft jedoch trotzdem Diskrminierungen ausgesetzt werden. Sie suchten deshalb den Weg der Ausreise aus der Tschechoslowakei.

Tereza Frodlová vom Nationalen Filmarchiv Prag beschäftigt sich mit dem Thema der Vertreibung der Sudetendeutschen im tschechischen bzw. tschechoslowakischen Film. Dokumentarfilme, Filmberichte, Amateurfilmaufnahmen oder Spielfilme vermitteln ein vielfältiges Bild des Vorgangs der Vertreibung und der böhmischen Deutschen, welches in den vergangenen Jahrzehnten starken Wandlungen unterlag.

Tomáš Dvořák von der Masaryk-Universität Brünn geht der Frage nach, welchen Widerhall das Thema Vertreibung der Sudetendeutschen in der tschechischen Gesellschaft nach 1989 fand und welchen Wandlungen der gesellschaftliche Diskurs in den letzten 30 Jahren unterlegen war. Auf welchen Ebenen spielte das Thema eine Rolle, wo gab es Aufgeschlossenheit, wo Ablehnung? Wo gibt es Desiderate in der wissenschaftlichen Tätigkeit, welche wichtige Publikationen und Historiker spielen im gegebenen Kontext eine wichtige Rolle und beeinflussten die öffentliche Meinung? Hat sich das Interesse an der Kultur und Geschichte der Sudetendeutschen in Tschechien verstärkt?

Anna Knechtel (Adalbert Stifter Verein) spricht in Ihrem Vortrag "Vertreibung, weiblich. Autorinnen und Protagonistinnen in der deutschsprachigen Literatur Böhmens" über die literarische Gestaltung der Erfahrungen aus der Zeit der Vertreibung 1945/1946. Dabei werden vor allem die Herausforderungen, denen Frauen sich stellen mussten, vorgestellt und die spezifische Verarbeitung durch weibliche Autoren in den Blick genommen.

 

 

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