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Veranstaltungen

Samstag, 15. Juni 2024

19.00 Uhr

Kafkas Stimmen - VERSCHOBEN AUF DEN 4. DEZEMBER 2024

Szenische Lesung

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Max Simonischek und Wiebke Puls führen durch die vielgestaltige Welt von Kafkas Sprache.

Leser, die sich intensiver mit Texten des in Prag geborenen deutschsprachigen Schriftstellers Franz Kafka (1883–1924) beschäftigen, stoßen fast zwangsläufig auf ein schwer erklärbares, widersprüchliches Phänomen. Einerseits wird ihnen Kafkas „Sound“ immer vertrauter – Stil, Tonlage, Wortschatz –, so dass sie auch bei weniger bekannten Texten seine Autorschaft schon nach wenigen Sätzen erraten können. Andererseits wird ihnen die immense sprachliche Bandbreite und Modulationsfähigkeit Kafkas immer bewusster. Dieser paradoxe Effekt ist auch aus anderen künstlerischen Bereichen bekannt, etwa bei Sängern.

Die szenische Lesung Kafkas Stimmen ist eine Komposition von originalen Textpassagen, die auch weniger erfahrenen Lesern diese Vielfalt zu Gehör bringen und sie damit zu weiterer Lektüre verführen soll. Die Lesung bietet zahlreiche Momente der Überraschung und inneren Bewegung, phantastische Einfälle und abgründige Komik.

Kafka gelingt die Traumerzählung ebenso wie der Liebesbrief und das amtliche Schreiben, der Aphorismus und die durchkomponierte Kurzprosa, die Parabel und der Slapstick, die theaterhafte Romanszene, das literarische Tagebuch und manchmal alles gleichzeitig und ineinander verschränkt, ohne dass man je das Gefühl hätte, dass der Autor die Kontrolle verliert.

Textkomposition und Einführung: Reiner Stach, Germanist und Autor einer dreibändigen Kafka-Biografie (S. Fischer, 2002–2014).

Max Simonischek absolvierte ein Schauspielstudium am Mozarteum, Salzburg. Engagements u. a. am Wiener Burgtheater, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen. Zahlreiche Preise, darunter der Nestroy-Theaterpreis. 2015 inszenierte und spielte Max Simonischek erstmals am Zürcher Neumarkt-Theater Kafkas Der Bau; sein Stück Kafka stirbt hatte im Juni 2022 Uraufführung am Theater Innsbruck.

Wiebke Puls studierte Schauspiel in Berlin. Engagements in Hannover und Hamburg, seit 2005 an den Münchner Kammerspielen. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt der 3sat-Preis.

Eintritt: 12 € / 7 € (Abendkasse)

Kartenreservierung: eveeno.com/kafkas-stimmen

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Literaturhandlung München.

Gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

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Mittwoch, 26. Juni 2024

18.15 Uhr

Vertreibung, Flucht und Backoffice. Zum Engagement von böhmischen und mährischen adeligen Frauen nach 1945

Podiumsgespräch

Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte, Universitätscampus, Hof 3, Spitalgasse 2, Wien/Österreich

Über Wege, Umwege, Kontakte und Hilfen nach 1945 sprechen Aglaë Hagg-Thun, Johanna El Khalak-Haugwitz, Jan Royt (angefragt) und Franz Thun.

Im Rahmen der Ausstellung Kulturellen Brücken in Europa. Adel aus Böhmen und Mähren nach 1945.

Das Gespräch soll den Anteil von adeligen Frauen offenelegen und würdigen, die nach 1945, als sie mit ihren Familien aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden oder vor den Kommunisten geflohen waren, über den Eisernen Vorhang hinweg und abseits der Öffentlichkeit Kontakt mit der ehemaligen Heimat (vlast) aufrecht erhielten, die Beziehungen zu Verwandten, Freunden sowie ehemaligen Angestellten nicht abreißen ließen und das Bewusstsein gemeinsamer kultureller Wurzeln pflegten.

Moderation: Zuzana Jürgens (München) und Marija Wakounig (Wien)

Veranstalter: Institut für Osteuropäische Geschichte/Österreich und Ostmitteleuropa Zentrum Wien/ Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung; Institut für Slawistik, Universitätsbibliothek Wien/Fachbibliothek Osteuropäische Geschichte und Slawistik, Tschechisches Zentrum Wien, die Kreuzherrenorden/Karlskirche und Adalbert Stifter Verein - Kulturinstitut für die böhmischen Länder.

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Donnerstag, 27. Juni 2024

18.00 Uhr

Otokar-Fischer-Preis

Preisverleihung

Goethe-Institut, Masarykovo nábřeží 32, Prag

Bereits zum fünften Mal wird in Prag der Otokar-Fischer-Preis für herausragende geisteswissenschaftliche Arbeiten mit germanobohemistischer Thematik verliehen.

Seit 2020 vergibt das Institut für Literaturforschung (Institut pro studium literatury) den Preis zusammen mit dem Adalbert Stifter Verein. Die Preisträger werden im Mai bekannt gegeben.

Die Preisverliehung wird in Deutsch und Tschechisch auf dem YouTube-Kanal des Adalbert Stifter Vereins in Deutsch und Tschechisch gestreamt.

Eintritt: frei

In Kooperation mit dem Institut pro studium literatury/Institut für Literaturforschung und dem Goethe-Institut Prag.

Gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, die Hauptstadt Prag und das Kulturministerium der Tschechischen Republik.

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Mittwoch, 3. Juli 2024

19.00 Uhr

In dieser grossen Zeit

Vortrag und Lesung

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Winfrid Halder und Katja Schlenker stellen den vor 150 Jahren geborenen Autor und Literaturkritiker Karl Kraus vor.

Karl Kraus, 1874 im böhmischen Gitschin/Jičín geboren und in Wien aufgewachsen, gehörte zu den kompromisslosesten Kritikern seiner Zeit, an Sprachmächtigkeit kam ihm wohl niemand gleich. Kraus, der seit 1899 seine eigene Zeitschrift „Die Fackel“ herausgab und diese bald schon im Alleingang schrieb, kannte keine falschen Rücksichten, schon gar keine parteipolitischen, sein satirischer Witz war von geradezu tödlicher Treffsicherheit. Dementsprechend hatte er wenige treue Freunde, viele Bewunderer und ungezählte hasserfüllte Feinde. Unabhängig von den unmittelbar betroffenen Personen sind seine Zeitdiagnosen bis heute von frappierender Aktualität. Nicht zuletzt die Texte aus Krausʼ letzter Lebensphase bis zu seinem Tod 1936, als er sich mit dem Aufstieg und der ersten Herrschaftsphase des Nationalsozialismus konfrontiert sah, muten teilweise an, als seien sie geradewegs auf unsere Tage hin geschrieben.

Im Anschluss sommerlicher Ausklang auf der Terrasse.

Vortrag: Winfrid Halder, Historiker und Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Lesung: Katja Schlenker, Historikerin und Kuratorin für Ausstellungen und Vermittlung an der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus.

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Mittwoch, 10. Juli 2024

18.15 Uhr

Kafka intermedial. „Das Urteil“ als Graphic Novel

Wissenschaftlicher Vortrag von Elena Giovannini

Ludwig-Maximilians-Universität, Hauptgebäude, Raum A119, Geschwister-Scholl-Platz 1, München

Der Vortrag in der Reihe „Franz Kafka im interkulturellen Kontext Prags“ stellt am Beispiel des „Urteils“ die Auswahl- und Interpretationsprozesse auf Text- und Bildebene dar, die aus Kafkas Erzählung ein neues, intermediales Werk entstehen lassen.

Wie erfolgreich Franz Kafka 100 Jahre nach seinem Tod beim breiten Publikum ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass sein kantiges Gesicht und die schlanke Gestalt zu einer Art Pop-Ikone geworden sind und nicht nur im deutschsprachigen Raum etwa in Film, bildender Kunst und Merchandising eine Rolle spielen. Auch der Comic hat sich Leben und Werk des Autors zugewandt.

Die Zeichnungen Kafkas bilden eine erste Brücke zwischen Wort und Bild, die von Graphic-Novel-Autoren aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Am Beispiel des „Urteils“ wird gezeigt, wie ein literarischer Text in die Sprache der sogenannten ‚Neunten Kunst‘ übersetzt werden kann. Dabei werden die notwendigen Auswahl- und Interpretationsprozesse auf Text- und Bildebene dargestellt, die aus Kafkas Erzählung ein neues, intermediales Werk entstehen lassen.

Elena Giovannini, Professorin für Germanistik an der Università del Piemonte Orientale, Vercelli, Italien

Moderation: Franziska Mayer

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins – Kulturinstitut für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Bohemicum Regensburg, dem Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Institut für tschechische Literatur der tschechischen Akademie der Wissenschaften.

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21.–22. September 2024

Sa | 13.00 Uhr

Böhmerwaldseminar

Tagung zu Kriegsende und Vertreibung vor 80 Jahren in Böhmen

Schloss Gratzen, Nové Hrady 1, Nové Hrady

Das Böhmerwaldseminar versteht sich als grenzüberschreitendes Forum für aktuelle Themen, Projekte und Akteure der deutsch-tschechischen kulturhistorischen Beziehungen. In Nové Hrady werden im Vorgriff auf das Gedenken an 80 Jahre Kriegsende Beiträge zu den letzten Kriegswochen sowie zur anschließenden Vertreibung u. a. auch mit einem Schwerpunkt in Südböhmen angeboten. Vorgestellt werden auch aktuelle Buch- und Interview-Projekte, die sich mit dieser Zeit, aber auch mit den Folgen für die heute in den einstigen Sudetengebieten lebenden Menschen auseinandersetzen.

Präsentiert wird der in der tschechischen "Tauwetter"-Zeit entstandene Film Kočár do Vídně (Wagen nach Wien, 1966) von Karel Kachyňa, der seinerzeit wegen der kritischen Darstellung tschechoslowakischer Partisanen und der partiell sympathischen Zeichnung eines deutschen Soldaten Aufsehen erregte. Nach 1968 wurde er verboten.

Teilnahmegebühr: 125 €/1 300 Kč

Anmeldung erforderlich unter sekretariat@stifterverein.de

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit der Stadt Nové Hrady

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Mittwoch, 4. Dezember 2024

19.00 Uhr

Kafkas Stimmen

Szenische Lesung

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Max Simonischek und Wiebke Puls führen durch die vielgestaltige Welt von Kafkas Sprache.

Leser, die sich intensiver mit Texten des in Prag geborenen deutschsprachigen Schriftstellers Franz Kafka (1883–1924) beschäftigen, stoßen fast zwangsläufig auf ein schwer erklärbares, widersprüchliches Phänomen. Einerseits wird ihnen Kafkas „Sound“ immer vertrauter – Stil, Tonlage, Wortschatz –, so dass sie auch bei weniger bekannten Texten seine Autorschaft schon nach wenigen Sätzen erraten können. Andererseits wird ihnen die immense sprachliche Bandbreite und Modulationsfähigkeit Kafkas immer bewusster. Dieser paradoxe Effekt ist auch aus anderen künstlerischen Bereichen bekannt, etwa bei Sängern.

Die szenische Lesung Kafkas Stimmen ist eine Komposition von originalen Textpassagen, die auch weniger erfahrenen Lesern diese Vielfalt zu Gehör bringen und sie damit zu weiterer Lektüre verführen soll. Die Lesung bietet zahlreiche Momente der Überraschung und inneren Bewegung, phantastische Einfälle und abgründige Komik.

Kafka gelingt die Traumerzählung ebenso wie der Liebesbrief und das amtliche Schreiben, der Aphorismus und die durchkomponierte Kurzprosa, die Parabel und der Slapstick, die theaterhafte Romanszene, das literarische Tagebuch und manchmal alles gleichzeitig und ineinander verschränkt, ohne dass man je das Gefühl hätte, dass der Autor die Kontrolle verliert.

Textkomposition und Einführung: Reiner Stach, Germanist und Autor einer dreibändigen Kafka-Biografie (S. Fischer, 2002–2014).

Max Simonischek absolvierte ein Schauspielstudium am Mozarteum, Salzburg. Engagements u. a. am Wiener Burgtheater, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen. Zahlreiche Preise, darunter der Nestroy-Theaterpreis. 2015 inszenierte und spielte Max Simonischek erstmals am Zürcher Neumarkt-Theater Kafkas Der Bau; sein Stück Kafka stirbt hatte im Juni 2022 Uraufführung am Theater Innsbruck.

Wiebke Puls studierte Schauspiel in Berlin. Engagements in Hannover und Hamburg, seit 2005 an den Münchner Kammerspielen. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt der 3sat-Preis.

Eintritt: 12 € / 7 € (Abendkasse)

Kartenreservierung: eveeno.com/kafkas-stimmen

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Literaturhandlung München.

Gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

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