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Veranstaltungen

Foto: Martin-Kurt Hlavatý
Verblichen, aber nicht verschwunden
Eine Spurensuche im Böhmerwald

Neue digitale Ausstellung

Die Foto- und Textausstellung wurde auf Basis einer dreitätigen Exkursion mit deutschen und tschechischen Student*innen in den Böhmerwald, die im Oktober 2019 stattfand, konzipiert. In dieser Region wurde den Spuren der einstigen deutschsprachigen Bevölkerung nachgegangen.So wurden Friedhöfe, Kirchen, Museen, historische Stadtkerne und verschwundene Ortschaften besucht. Die Exkursionsteilnehmer*innen fertigten dabei Fotografien an, jede/r wählte anschließend ein Bild aus und verfasste dazu einen Text ohne inhaltliche oder stilistische Vorgaben. So entstand eine interessante Collage verschiedener Bilder und Eindrücke.

Hier geht es zu der interaktiven PDF der Ausstellung

Die Ausstellung entstand im Rahmen eines Forschungsverbundes mit dem Titel Grenze/n in nationalen und transnationalen Erinnerungskulturen zwischen Tschechien und Bayern, der auch den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Blick nimmt. Der Verbund besteht aus Einrichtungen an den Universitäten Regensburg und Passau, der Karlsuniversität Prag, der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem (Aussig) und dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein in München.

Noch im Herbst 2020 wird eine entsprechende physische Ausstellung erarbeitet, die anschließend an einigen Orten gezeigt wird (genauere Angaben werden noch bekannt gegeben).

Gefördert wird das Projekt durch die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur.

Erstellung und Koordination der Ausstellung: Dr. Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein

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Mittwoch, 9. September 2020

19.00 Uhr

Donnerstag, 10. September 2020

19.00 Uhr

Karol Sidon: Traum von meinem Vater

Lesung und Gespräch in Augsburg und in München

9.9.: Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz 1, Augsburg
10.9.: Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

 

„Im Jahr fünfundvierzig bekam meine Mutter die Nachricht, dass es besser wäre, mit mir wegzugehen, da mir Deportation und Gaskammer drohten.“

So beginnen Karol Sidons literarische Erinnerungen an seine Kindheit im Prag der Vierziger- und Fünfzigerjahre, an die Bewohner der Stadt und diejenigen, die nicht mehr zurückgekehrt sind – allen voran der Vater, der im KZ Theresienstadt umgebracht wurde und den der kleine Karol ein Leben lang vermissen wird. Der 1968 in Prag veröffentlichte Roman Traum von meinem Vater erschien erst 2019 in deutscher Übersetzung (ars vivendi, übersetzt von Elmar Tannert).

Karol Sidon, 1942 in Prag geboren, war nach dem Studium an der dortigen Film- und Fernsehakademie als Hörspielautor und Dramaturg tätig. Seit 1970 mit Publikationsverbot belegt, arbeitete er in manuellen Berufen. Als Unterzeichner der Charta 77 wurde er verfolgt und entschied sich 1983 ins Exil zu gehen. 1978 konvertierte er zum Judentum und absolvierte in Heidelberg ein Studium der Judaistik. Seit 1990 lebt er wieder in Prag. 1992–2014 war er Oberrabbiner von Prag, bis heute ist er tschechischer Landesoberrabbiner.

 

Eintritt frei

In Kooperation mit der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Augsburg und Schwaben, der Literaturhandlung und dem Tschechischen Zentrum München

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Donnerstag, 24. September 2020

19.00 Uhr

Als die Comics laufen lernten

Vortrag und Buchpräsentation über den Comics-Künstler Wolfgang Kaskeline

Adalbert-Stifter-Saal, Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Als die Comics laufen lernten von Herma Kennel ist die erste Biografie von Wolfgang Kaskeline (1892–1973) dem „Deutschen-Disney“, der familiäre Wurzeln in Teplitz-Schönau hatte. Er wurde 1926 von der Ufa als Leiter des Trickfilmateliers engagiert und in den 20er Jahren mit seinen animierten Werbespots für Unternehmen wie Sarotti (Sarotti-Mohr) oder die Meierei C. Bolle berühmt. Dank einer eidesstaatlichen Falschaussage seiner Mutter gelang es ihm, trotz seiner jüdischen Wurzeln der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Noch 1944 wurde er zum Produktionsleiter der Deutschen Zeichenfilm GmbH ernannt.

Herma Kennel zeigt einige dieser Trickfilme und stellt die bewegte Lebensgeschichte des Künstlers vor. Die Autorin wurde vor allem durch ihren Tatsachenroman BergersDorf bekannt, der sich mit einem Gewaltexzess an Sudetendeutschen im Mai 1945 in Mähren auseinandersetzt.

Der Einlass ist nur nach vorhergender Anmeldung unter 089 48 00 65 oder Heimatpflege@sudeten.de möglich. Wir danken für Ihr Verständnis.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Heimatpflege der Sudetendeutschen in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder. Gefördert durch die Sudetendeutsche Stiftung

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Mittwoch, 14. Oktober 2020

19.00 Uhr

Gideon Klein und eine verfemte Komponistengeneration

Gedenkkonzert mit dem Trio Danuvius

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Das Streichtrio des in Přerov/Prerau geborenen Komponisten Gideon Klein (1919-1945), fertiggestellt nur neun Tage vor seiner Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz, steht im Mittelpunkt dieses Gedenkkonzerts. Das Musikstück entstand im KZ Theresienstadt, wo Gideon Klein ab 1941 interniert war. Neben dieser auf mährischen Volksliedern basierenden Komposition wird in diesem Konzert auch eine Komposition des ebenfalls in Theresienstadt internierten Komponisten Hans Krasa (1899-1944), das Duo für Violine und Violoncello von Erwin Schulhoff (1894-1942) sowie das 1. Streichtrio von Paul Hindemith (1895-1963), der aufgrund von Repressionen durch die Nazis ins Exil gehen musste, zu hören sein.

Die Mitglieder des Trio Danuvius, gegründet 2016, lernten sich alle im Orchester der Nationaloper in Oslo kennen. Das Ensemble, bestehend aus Benedikt Wiedmann (Violine), Lukas Pfeiffer (Viola) und Janusz Maximilian Heinze (Violoncello) widmet sich Kompositionen vom Barock bis zur Moderne.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder

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Dienstag, 3. November 2020

19.00 Uhr

Alles Geschichte? Mitteleuropäisches Erbe in der tschechischen Gegenwartsliteratur

Forum der Münchner Stadtbibliothek, Rosenheimer Straße 5, München

Eine Podiumsdiskussion mit Dora Kaprálová (Berlin) und Marek Toman (Prag). Moderation Andreas Breitenstein (NZZ).

Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek und dem Mittel Punkt Europa e.V.

Im Rahmen des Projektes Shared Heritage - gemeinsames Erbe.

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