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Veranstaltungsarchiv2024

Mittwoch, 19. Juni 2024

18.15 Uhr

Mediators, Translators, Readers. The Reception of Franz Kafka in Czechoslovakia

Wissenschaftlicher Vortrag von Veronika Tuckerová

Ludwig-Maximilians-Universität, Hauptgebäude, Raum A119, Geschwister-Scholl-Platz 1, München

Der englischsprachige Vortrag in der Reihe „Franz Kafka im interkulturellen Kontext Prags“ beleuchtet das Vermächtnis des multikulturellen Prags.

Kafka was mediated to Czech readers by translators; some also appropriated him through translations of their own, and others through walking in his footsteps in Prague. A highly mediated author (through translations and various strategies to help him “return” to Prague), he was also apprehended with immediacy and perceived on “intimate”, or pre-theoretical terms (Havel). This talk draws on extensive research of Kafka’s reception in Czechoslovakia from 1920s to 1989, and highlights the legacies of multilingual and multicultural Prague.

Kafka wurde tschechischen Lesern durch Übersetzer vermittelt; einige Leser machten sich ihn aber auch durch eigene Übersetzungen zu eigen, andere, indem sie seinen Spuren in Prag folgten. Als stark „vermittelter“ Autor (durch Übersetzungen und verschiedene Strategien, die ihn nach Prag „zurückholen“ sollten) wurde er dennoch auch unmittelbar wahrgenommen und „intim“ oder vortheoretisch (Havel) rezipiert. Der Vortrag stützt sich auf umfangreiche Forschungen zur Kafka-Rezeption in der Tschechoslowakei von den 1920er Jahren bis 1989 und beleuchtet das Vermächtnis des mehrsprachigen und multikulturellen Prag.

Veronika Tuckerová, Department of Slavic Languages and Literatures an der Harvard University

Moderation: Juliane Prade-Weiss

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins – Kulturinstitut für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Bohemicum Regensburg, dem Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Institut für tschechische Literatur der tschechischen Akademie der Wissenschaften

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Mittwoch, 19. Juni 2024

10.15 Uhr

Kafka und der Zionismus

Wissenschaftlicher Vortrag von Andreas Kilcher

Online

Kafka war weder Zionist noch Nicht-Zionist. Der Vortrag in der Reihe „Franz Kafka im interkulturellen Kontext Prags“ widmet sich Kafkas Auseinandersetzung mit zionistischen Ideen und Texten.

Für Kafka gilt eine Art negative Dialektik, wenn es darum geht, sein Verhältnis zu einer Idee wie den Zionismus zu charakterisieren: Er war weder Zionist noch Nicht-Zionist. Nicht um eine Gesinnungsfrage kann es daher gehen, sondern vielmehr um die Frage, wie sich Kafka mit zionistischen Ideen und Texten auseinandergesetzt hat, sowie darum, ob diese Auseinandersetzung auch in seinen literarischen Texten – wie auch immer verschoben – erkennbar wird.

Andreas B. Kilcher ist Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft an der ETH Zürich. Er ist der Autor der Monographie Franz Kafka. Leben. Werk. Wirkung (2008) und Herausgeber von Franz Kafka: Die Zeichnungen (2021). Dieses Jahr erscheint sein Buch In Kafkas Werkstatt.

Moderation: Marek Nekula

Anmeldung: marek.nekula@ur.de

Der Gastvortrag findet online statt und wird von der Regensburger Universitätsstiftung Hans Vielberth gefördert.

Eine Veranstaltung des Bohemicum – Center for Czech Studies der Universität Regensburg in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein – Kulturinstitut für die böhmischen Länder, dem Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Institut für tschechische Literatur der tschechischen Akademie der Wissenschaften

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Samstag, 15. Juni 2024

19.00 Uhr

Kafkas Stimmen - VERSCHOBEN AUF DEN 4. DEZEMBER 2024

Szenische Lesung

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Max Simonischek und Wiebke Puls führen durch die vielgestaltige Welt von Kafkas Sprache.

Leser, die sich intensiver mit Texten des in Prag geborenen deutschsprachigen Schriftstellers Franz Kafka (1883–1924) beschäftigen, stoßen fast zwangsläufig auf ein schwer erklärbares, widersprüchliches Phänomen. Einerseits wird ihnen Kafkas „Sound“ immer vertrauter – Stil, Tonlage, Wortschatz –, so dass sie auch bei weniger bekannten Texten seine Autorschaft schon nach wenigen Sätzen erraten können. Andererseits wird ihnen die immense sprachliche Bandbreite und Modulationsfähigkeit Kafkas immer bewusster. Dieser paradoxe Effekt ist auch aus anderen künstlerischen Bereichen bekannt, etwa bei Sängern.

Die szenische Lesung Kafkas Stimmen ist eine Komposition von originalen Textpassagen, die auch weniger erfahrenen Lesern diese Vielfalt zu Gehör bringen und sie damit zu weiterer Lektüre verführen soll. Die Lesung bietet zahlreiche Momente der Überraschung und inneren Bewegung, phantastische Einfälle und abgründige Komik.

Kafka gelingt die Traumerzählung ebenso wie der Liebesbrief und das amtliche Schreiben, der Aphorismus und die durchkomponierte Kurzprosa, die Parabel und der Slapstick, die theaterhafte Romanszene, das literarische Tagebuch und manchmal alles gleichzeitig und ineinander verschränkt, ohne dass man je das Gefühl hätte, dass der Autor die Kontrolle verliert.

Textkomposition und Einführung: Reiner Stach, Germanist und Autor einer dreibändigen Kafka-Biografie (S. Fischer, 2002–2014).

Max Simonischek absolvierte ein Schauspielstudium am Mozarteum, Salzburg. Engagements u. a. am Wiener Burgtheater, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen. Zahlreiche Preise, darunter der Nestroy-Theaterpreis. 2015 inszenierte und spielte Max Simonischek erstmals am Zürcher Neumarkt-Theater Kafkas Der Bau; sein Stück Kafka stirbt hatte im Juni 2022 Uraufführung am Theater Innsbruck.

Wiebke Puls studierte Schauspiel in Berlin. Engagements in Hannover und Hamburg, seit 2005 an den Münchner Kammerspielen. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt der 3sat-Preis.

Eintritt: 12 € / 7 € (Abendkasse)

Kartenreservierung: eveeno.com/kafkas-stimmen

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Literaturhandlung München.

Gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

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Dienstag, 4. Juni 2024 (bis 28. Oktober)

16.00 Uhr

Mit Kafkas Augen. Zwischen Sprache und Bild

Ausstellungseröffnung

Ausstellungssaal Masné krámy - Západočeská galerie v Plzni, Pražská 18, Pilsen

Die Beziehung Franz Kafkas zur bildenden Kunst sowie zur visuellen Kultur seiner Zeit steht hier ebenso im Mittelpunkt wie sein eigenes zeichnerisches Schaffen.

Der Betrachter Franz Kafka interessierte sich neben der hohen Kunst auch für Ausdrucksformen der Popkultur, darunter Illustrierte und Plakate, Film, Fotografie, Tanz, Zirkus und Kabarett. In der Heterogenität der Bilder, die Kafka in seinem Alltag umgaben, können wir eine Parallele zur Mehrsprachigkeit sehen, die für Prag und den gesamten mittel- und osteuropäischen Raum dieser Zeit charakteristisch war. Beim Durchqueren seiner Stadt war Kafka einem Sprachenwirrwarr ausgesetzt – Tschechisch und Deutsch, darunter das Deutsch der jüdischen Intellektuellen, das „deutsche Kreol“ der tschechischen Köchinnen sowie Bediensteten, und nach 1914 das Jiddisch der jüdischen Flüchtlinge aus dem Osten.

Die visuellen Reize, die auf Kafkas Vision einwirkten, waren vielfältig. An den Gebäudeecken der Stadt hingen Plakate, die die Ästhetik des historischen Eklektizismus und des Akademismus mit dem Jugendstildekorativismus der Jahrhundertwende sowie dem Japonismus, später auch mit Anklängen an den in Prag sehr einflussreichen Kubismus, verbanden. Auf den Ausstellungen der Mánes-Gesellschaft der Künstler konnte Kafka dem französischen Impressionismus, dem Postimpressionismus, dem tschechischen Jugendstil-Symbolismus und Kubismus oder dem nordischen symbolistischen Expressionismus begegnen.

Auf den Ausstellungen der Krasoumná Jednota und des Vereins Deutscher Künstler in Böhmen begegnete er Vertretern der Salonmalerei aus den Zentren des Deutschen Reiches ebenso wie Vertretern des deutsch-tschechischen Spiritualismus. Im Klub deutscher Künstlerinnen konnte er die Arbeiten von Malerinnen und Bildhauerinnen aus Prag, Olmütz, Brünn, Wien, München und anderen Zentren der deutschsprachigen Bildhauerei sehen, die konformistische Malpraktiken anwendeten, aber auch künstlerische Innovationen reflektierten.

In den Prager Kinos beobachtete er den exaltierten Ausdruck von Gesten und Bildern in europäischen und amerikanischen Stummfilmen, besuchte Aufführungen des russischen und französischen Balletts, und in Kabaretts nahm er aufmerksam die Haltungen und Bewegungen wahr, die den Gesang, den Tanz sowie die Rezitation der Varietékünstler begleiteten.

Die von Marie Rakušanová kuratierte Ausstellung versucht, dem heutigen Betrachter diese Vielfalt mittels unterschiedlicher Medien zu präsentieren. Gleichzeitig wird die Frage gestellt, wie sich Kafkas visuelle Erfahrungen in der Sprache seiner Texte spiegeln. Kafka verschlang, beobachtete und beschrieb disparate Bilder, aber er hat sie nie kategorisiert, interpretiert oder beurteilt. Zugleich empfand er ein gewisses Misstrauen gegenüber visuellen Eindrücken.

In seinen Tagebüchern und Briefen spricht er von der Sehnsucht, die solche Bilder in ihm wecken, ohne sie zu befriedigen. Die Krise der Repräsentation visueller Zeichen dringt auch in Kafkas Sprache ein. Die ambivalenten Gefühle des Schriftstellers gegenüber dem Visuellen spiegeln sich in seinen Kurzgeschichten und Romanen, die aus der Spannung zwischen Bild und Sprache leben.

Zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige Publikation in tschechischer und englischer Sprache im KANT-Verlag mit Beiträgen von Marie Rakušanová (Karls-Universität Prag), Nicholas Sawicki (Lehigh University Bethlehem, Pennsylvania), Marek Nekula (Universität Regensburg), Alexander Klee (Belvedere, Wien) und Miroslav Halák (Belvedere, Wien).

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr

Eintritt: 70 Kč / 35 Kč

Begleitprogramm: www.zpc-galerie.cz

In Kooperation mit der Westböhmischen Galerie in Pilsen sowie mit dem Jüdischen Museum in Prag im Rahmen seines Projekts Kafka100

Gefördert durch das Kulturministerium der Tschechischen Republik, den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und den Staatlichen Kulturfonds der Tschechischen Republik.

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Montag, 3. Juni 2024

19.00-22.00 Uhr

Kafka performance dinner

Performance

Kafkárna, Buštěhradská 2, Prag 6

Den 100. Todestag von Franz Kafka würdigt ein thematisches Erlebnisfest unter Mitwirkung tschechischer und deutscher Künstler.

Kafkárna ist ein fast hundert Jahre altes Atelier im Prager Stadtteil Ořechovka, das für den Bildhauer Bohumil Kafka und seine monumentalen Werke – insbesondere das Denkmal für Jan Žižka im Prager Stadtteil Vítkov – erbaut wurde. Seit den 1990er Jahren wird das Atelier von Studenten der Hochschule für Kunst, Architektur und Design „UMPRUM“ genutzt. Derzeit beherbergt es auch das Zentrum für Kunst und Ökologie der UMPRUM, das Kunst und Wissenschaft verknüpft und das Atelier sowie den zauberhaften Garten voller Skulpturen für die Öffentlichkeit zugänglich macht. Alle sind herzlich eingeladen!

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Goethe-Institut Prag und dem Zentrum für Kunst und Ökologie an der UMPRUM.

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Sonntag, 2. Juni 2024

19.00 Uhr

Spejbl & Hurvínek und die Musik

Deutsch-tschechischer Marionettenabend

Regionální muzeum v Teplicích, Zámecké náměstí 517, Teplice/Teplitz

Den berühmten Marionettenfiguren von Josef Skupa leihen Markus Dorner, Martin Klásek und Michal Barták ihre Stimmen.

Zündende Dialoge und schmissige Songs prägen den grenzüberschreitenden Marionettenabend mit den berühmten Marionettenfiguren von Josef Skupa. Hören Sie die humoristisch-grotesken Dialoge von Vater und Sohn alias Spejbl und Hurvínek und genießen Sie vielfältige musikalische Szenen mit Mozart-Arien und Musical-Songs. Die hohe Schule der Marionettenkunst vereint drei Marionettenspieler aus der Tschechischen Republik und aus Deutschland.

Es spielen: die Marionettenspieler Martin Klásek aus Prag, langjähriger stimmlicher Interpret der beiden Helden Spejbl und Hurvínek, Michal Barták aus Prag und Markus Dorner aus Neustadt an der Weinstraße.

Eine Veranstaltung des Kulturreferat für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Regionalmuseum Teplice und dem Museum für PuppentheaterKultur Bad Kreuznach.

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Sonntag, 2. Juni 2024

bis Donnerstag, 6. Juni

Franz Kafka intermedial. Aneignungen und Wirkungen zwischen Bild, Ton und Wort

Jahrestagung des Johann Gottfried Herder Forschungsrates

Prag/Praha, Pilsen/Plzeň

Die Aktualität des Kafkaschen Werkes wird durch höchst polyphone Deutungspositionen unterstrichen, die allerdings letztlich auf eine Uninterpretierbarkeit von Literatur im Allgemeinen und auf ein Unbehagen ob dieser Unerschöpflichkeit, Vieldeutigkeit, Undeutbarkeit des Werkes verweisen. Zum 100. Todestag des Urhebers dieser Interpretationskultur resp. -industrie soll es auf der Tagung somit weniger um Neudeutungen von Autor, Werk und Kontext, als vielmehr um Aneignungen und Wirkungen in den unterschiedlichsten Künsten, aber auch in alltags-, populär- und letztlich erinnerungskulturellen Kontexten gehen. Damit verbunden sind Fragen nach der Wirkung und Durchsetzung eines weltliterarisch kanonisierten Autors im globalen Feld der Kunst sowie nach der Diffusion der Kafkaschen Texte und Motive bzw. Meme in die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereiche.

Inwieweit prägt Kafkas eigenes Verhältnis zu bildender und darstellender Kunst sowie Musik, aber auch zum Film seine Texte? Gibt es strukturelle Entsprechungen zwischen seinen Texten und seinen inzwischen umfassend edierten Zeichnungen?

Ist die intermediale Rezeption eine rein inhaltliche oder ist sie durch Kafkas „Übersetzungen“ der Künste und Medien in seine Texte vorstrukturiert?

Mit welchen Formen und Mitteln wird im globalen Feld der Kunst auf Kafkas Texte reagiert?

Lassen sich in den verschiedenen Künsten Ähnlichkeiten bei der Aneignung Kafkascher Texte beobachten oder sind diese je spezifisch?

Was wird aus den Spezifika des Kafkaschen Schreibens durch die Diffusion des Autors in alltags- und populärkulturelle Kontexte? Oder: Wieviel Kafka steckt im Kafkaesken?

Das Programm können Sie sich hier auf Deutsch oder auf Tschechisch als pdf herunterladen.

Kontakt: Prof. Dr. Steffen Höhne, Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar | Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Manfred Weinberg, Institut für germanische Studien | Philosophische Fakultät der Karls-Universität Prag

Eine Veranstaltung des Johann Gottfried Herder-Forschungsrates, der Kurt Krolop Forschungsstelle an der Karls-Universität Prag, des Instituts für Germanische Studien der Philosophische Fakultät an der Karls-Universität Prag. In Kooperation mit der Deutschen Botschaft Prag, dem Adalbert-Stfiter-Verein München, der Westböhmischen Galerie in Pilsen, dem Goethe- Institut Prag, dem Österreichischen Kulturforum Prag, dem DOX-Centre for Contemporary Art

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Sonntag, 2. Juni 2024

11.00 Uhr

Kafkas Reise durch die bucklige Welt

Lesung mit Musik

Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, Giesinger Bahnhofsplatz 1, München

Bernhard Setzwein liest, musikalisch umrahmt von Michel Watzinger (Hackbrett), aus seinem neuen utopischen Kafka-Roman.

Was, wenn Franz Kafka im Jahr 1924 gar nicht gestorben wäre? Wenn er weitergelebt hätte, wie hätte er gelebt, wie geliebt? Wo hätte er sich aufgehalten? Hätte er selbst noch erlebt, wie er weltberühmt wird?

Dieses Gedankenspiel betreibt Bernhard Setzwein in seinem Roman „Kafkas Reise durch die bucklige Welt“, der zum 100. Todestag von Franz Kafka erscheint. In Setzweins Buch hat Kafka seinen Tod in Kierling bei Wien 1924 nur vorgetäuscht. Er ist untergetaucht und hat die erfolglose Schriftstellerei aufgegeben, stattdessen arbeitet er, in die Jahre gekommen, im Apollo-Kino in Meran.

Bernhard Setzwein hat einen rasanten, amüsanten Kafka-Roman vorgelegt, der den berühmten Schriftsteller im wahrsten Sinne des Wortes wiederauferstehen lässt – und der es schafft, aufs Neue die Lust auf Franz Kafkas Werke und das Interesse für sein Leben zu wecken.

Eintritt: 10 € / 5 €

Eine Veranstaltung von kairosis – Magnet für Vielfalt in Kooperation mit dem Giesinger Kulturbahnhof und dem Kulturreferat für die böhmischen Länder.

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Mittwoch, 29. Mai 2024

18.00 Uhr (c.t.)

Kafkas Klagen. Zur Poetik der Beschwerde

Wissenschaftlicher Vortrag von Juliane Prade-Weiss

Ludwig-Maximilians-Universität, Hauptgebäude, Raum A119, Geschwister-Scholl-Platz 1, München

Der Vortrag in der Reihe „Franz Kafka im interkulturellen Kontext Prags“ stellt Texte ins Zentrum, in denen der ausgebildete Jurist Kafka sich dem Ungenügen juridischer Begriffe und Prozesse widmet.

In vielen Texten Kafkas wird geklagt: über körperliche Beschwerden, aber auch über Beziehungen, Hierarchien, Institutionen oder andere Tücken. Und in vielen Texten kann keine Abhilfe geschaffen werden, stattdessen untersuchen sie die Spannung zwischen Möglichkeiten, Recht walten zu lassen, und der Struktur von Klagen, die über das Recht hinausgeht. Klagen sind Grimms Wörterbuch zufolge „eig. geschrei, selbst vor Gericht geschrei, mit dem man seinen schädiger beschuldigt, dasz es möglichst alle hören, und die hilfe des richters anruft“. Klagen geben zwar zu Anklagen und Urteilen Anstoß, transzendieren diese aber, weil Schmerzen und Kränkungen nicht ungeschehen zu machen sind, Tode und Verluste sich der Wiedergutmachung entziehen. Dass Klagen das Recht transzendieren, ist kein leichtfertig auszustellender Befund, ist doch der juridische Diskurs eine zentrale Instanz der Konfliktverhandlung westlicher Gesellschaften. Im Vortrag werden Texte Kafkas im Zentrum stehen, in denen der ausgebildete Jurist und Versicherungsanwalt Kafka sich dem Ungenügen juridischer Begriffe und Prozesse dabei widmet, Klagen Genüge zu tun. Besonderes Augenmerk gilt dabei Kafkas Kritik an einer wichtigen Geste der Moderne: dem öffentlichen Aufschrei gegen Ungerechtigkeit, der eine Plattform für Anwälte schafft, die im Namen von Klienten sprechen, ihnen im selben Zug aber auch die Stimme nehmen. In der Moderne, so erscheint es bei Kafka, werden Beschwerden, die Gerechtigkeit einklagen, ein Leitmedium von Individualität, doch die institutionelle Logik modernen juristischen Handelns kann dieses Versprechen nur verraten.

Juliane Prade-Weiss, Professorin am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München

Moderation: Franziska Mayer

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins – Kulturinstitut für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Bohemicum – Center for Czech Studies der Universität Regensburg, dem Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Institut für tschechische Literatur der tschechischen Akademie der Wissenschaften.

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Dienstag, 28. Mai 2024

19.00 Uhr

Du bist gekommen und bleibst

Themenabend

Österreichisches Kulturforum Berlin, Stauffenbergstr. 1, Berlin

Die von undurchsichtigen Beziehungen und Bedrohungen durchsetzten Texte Franz Kafkas haben uns gerade in den heutigen Zeiten des allseits erstarkenden Autoritarismus viel zu sagen. Auch Jugendliche fühlen sich durch die von ihm erschaffenen Welten, in denen das Individuum unbekannten Kräften ausgeliefert ist, fasziniert– was sich etwa in millionenfachen Aufrufen des Hashtags #kafka in den Sozialen Medien spiegelt. Am 3. Juni 1924 starb Franz Kafka in einem Sanatorium in Kierling bei Wien. Dort befindet sich heute ein stimmungsvoller und informativer Gedenkraum.

„Du bist gekommen und bleibst“: Dieser Satz stammt aus einem Prosafragment Kafkas, in dem er mit feiner Ironie eine Geisterbeschwörung schildert. Er konnte nicht ahnen, dass dies auch für seine Präsenz in der Literatur bis heute zutreffen würde. Wie erinnert man in Österreich in diesem Jahr an den Ausnahmeschriftsteller? Welche Projekte finden dazu in Deutschland statt und welche in seiner tschechischen Heimat? Nach einem Gespräch zur Wirkung von Werk und Leben in den drei Ländern beleuchten Reiner Stach, international renommierter Kafka-Forscher, und Manfred Müller, Vorsitzender der Österreichischen Franz-Kafka-Gesellschaft, die letzten Lebenswochen des Autors. Zuletzt präsentiert ein Vortrag mit Schauspielerlesung witzig-groteske Aspekte seines Schreibens.

Programm

Das Kafka-Gedenkjahr in Deutschland, Österreich und Tschechien

Podiumsgespräch mit Reiner Stach, Kafka-Forscher, Manfred Müller, Vorsitzender Österreichische Kafka Gesellschaft, Věra Koubová, Kafka-Übersetzerin ins Tschechische, und Zuzana Jürgens, Geschäftsführerin des Adalbert Stifter Vereins.

Moderation: Vera Schneider, Deutsches Kulturforum östliches Europa

Kafkas letzte Lebenswochen

Bildvortrag und Gespräch mit Reiner Stach und Manfred Müller

Kafka und der Humor

Vortrag von Reiner Stach mit Schauspielerlesung

Eintritt: frei

Anmeldung hier.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft, dem Österreichischen Kulturforum Berlin und der Tschechischen Botschaft Berlin

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Donnerstag, 23. Mai 2024

18.00 Uhr

Otfried Preußler: Léčivá síla fantazie/Die Heilkraft der Phantasie

Vortrag und Lesung

Saal über dem Infocentrum, Náměstí Svornosti (Ringplatz) 2, Český Krumlov/Krummau

Anna Knechtel wirft in der Reihe „Literatur im Café“ einen Blick auf Otfried Preußlers Lebensweg und seine phantastischen Geschichten.

Schon als Kind im nordböhmischen Reichenberg/Liberec ließ er sich von den Sagen, Märchen und Abenteuergeschichten verzaubert, die ihm sein Vater Josef und seine Großmutter Dora erzählten. Später, nach den Erfahrungen von Krieg, Deportation und fünfjähriger Gefangenschaft in sowjetischen Zwangsarbeitslagern, entdeckte er als Lehrer im bayerischen Rosenheim sein eigenes Talent, Kinder mit phantasievollen Geschichten zu begeistern.

An diesem Abend werden sein Lebensweg und seine wichtigsten Kinderbücher vorgestellt. Dabei kommen auch seine familiären Wurzeln in Krumau/ Český Krumlov zur Sprache. Ein Schwerpunkt ist Krabat gewidmet, dieser Geschichte für ältere Kinder und Erwachsene, mit der sich Preußler Klarheit über seine eigene Faszination durch „schwarze Magie“ verschaffte. Nicht fehlen wird auch ein Blick auf seinen einzigen Roman für Erwachsene Die Flucht nach Ägypten – Königlich böhmischer Teil, in dem er in altertümlicher Sprache die Lebenswelt seiner Kindheit und Jugend vor dem Hintergrund des Fluchtmotivs der Heiligen Familie lebendig werden lässt.

Begrüßung: Zdena Mrázková, Leiterin des Museums Fotoatelier Seidel

Vortrag und Textauswahl: Anna Knechtel

Es lesen: Zdena Mrázková, Roman Kozák

Anmeldung: www.seidel.cz , info@seidel.cz, +420 736 503 871

Info auf tschechisch: www.seidel.cz/cz/seidel2_beseda_Preussler/

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum Fotoatelier Seidel Český Krumlov

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Samstag, 18. Mai 2024

16.00 Uhr

Wagen nach Wien

Film und Gespräch

Messe Augsburg, Am Messezentrum 5, Augsburg

Der zweite Film aus der Reihe „Über unsere Schwellen hinaus“ von Rainer Brumme (Buch: Rainer Brumme/Wolfgang Spielvogel) begleitet ein deutsch-tschechisches Schulprojekt über das Thema Flucht und Vertreibung.

Der Dokumentarfilm setzt sich zum Ziel, vor allem jungen Menschen deutlich machen, dass Flucht und Vertreibung Themen sind, welche die eigene Herkunft und Vergangenheit betreffen können. Er basiert auf der Begleitung eines Projekts von Schülern aus Brünn und Hanau in den Jahren 2021 und 2022 und bindet auch die Befragung von Zeitzeugen ein.

Wagen nach Wien ist nach Nástup – Erste Schritte der zweite Teil der Reihe Über unsere Schwellen hinaus. Der Titel des Films geht auf eine Novelle von Jan Procházka sowie die darauf basierende Verfilmung von Karel Kachyňa zurück, die während der „Tauwetter“-Zeit in den 1960er Jahren in der Tschechoslowakei entstanden und nach dem Prager Frühling verboten wurden. Nach dem Film folgt ein Gespräch mit Pavel Novák, Lehrer aus Brünn, der die Dreharbeiten begleitete.

Moderation: Wolfgang Schwarz

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder und des Adalbert Stifter Vereins – Kulturinstitut für die böhmischen Länder

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Donnerstag, 16. Mai 2024

18.00 Uhr

„Ihr seid doch auch Juden“. Kafka unter den Juden Österreich-Ungarns

Wissenschaftlicher Vortrag von Scott Spector

Jüdisches Gemeindezentrum, Am Brixener Hof 2, Regensburg

Der Vortrag von Scott Spector im Rahmen der Reihe „Franz Kafka im interkulturellen Kontext Prags“ beschäftigt sich mit Kafkas Verhältnis zum Judentum.

Die Faszination für die osteuropäische jüdische Kultur, die sich in Franz Kafkas persönlichen (wenn auch nicht literarischen) Schriften zeigt, wird oft im Kontext seiner eigenen assimilierten Existenz im „westlichen“ Judentum gesehen. Der radikale Kontrast des östlichen und westlichen jüdischen Lebens berücksichtigt selten die besondere Geographie und Vielfalt der Kulturen innerhalb der Donaumonarchie, in die er geboren wurde und die viele verschiedene Formen des Judentums beheimatete. Was passiert mit dem viel diskutierten Problem von Kafkas Verhältnis zum Judentum im Kontext der Habsburgermonarchie und ihrer Nachfolgestaaten? Diese Diskussion von Kafka im Kontext der österreichisch-ungarischen jüdischen Gemeinden wirft ein anderes Licht auf die komplexe Auseinandersetzung des Autors mit dem Judentum und seiner eigenen Identität.

Scott Spector ist Rudolf Mrázek Collegiate Professor of History and German Studies an der University of Michigan in Ann Arbor. Er ist Autor der Monographien Prague Territories: National Conflict and Cultural Innovation in Franz Kafka’s Fin de Siècle (2000), Violent Sensations: Sex, Crime, and Utopia in Vienna and Berlin, 1860–1914 (2016) oder Modernism without Jews? German-Jewish Subjects Histories (2017). 

Der Gastvortrag findet im Rahmen des Seminars „Franz Kafka im interkulturellen Kontext Prags“ am Bohemicum – Center for Czech Studies der Universität Regensburg statt. 

Moderation: Marek Nekula

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung des Bohemicum – Center for Czech Studies der Universität Regensburg in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Regensburg, dem Adalbert Stifter Verein – Kulturinstitut für die böhmischen Länder, dem Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Institut für tschechische Literatur der tschechischen Akademie der Wissenschaften. Gefördert von der Regensburger Universitätsstiftung Hans Vielberth.

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Mittwoch, 15. Mai 2024

18.15 Uhr

Kulturelle Brücken in Europa. Adel aus Böhmen und Mähren nach 1945

Ausstellungseröffnung

Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte, Universitätscampus, Hof 3, Spitalgasse 2, Wien/Österreich

Die Ausstellung beleuchtet das Engagement des Adels aus den böhmischen Ländern nach dem Zweiten Weltkrieg am Beispiel von Richard Belcredi, Johanna von Herzogenberg, Ferdinand Kinsky, Nikolaus Lobkowicz, Franz Schwarzenberg, Karl Schwarzenberg, Pater Angelus Waldstein-Wartenberg OSB, Daisy Waldstein-Wartenberg sowie der Familie Thun.

Viele Adelige, die vertrieben wurden oder vor den Kommunisten flohen, hielten den Kontakt mit der alten Heimat aufrecht und pflegten das Bewusstsein der gemeinsamen kulturellen Wurzeln. Damit schlugen sie nach 1945 Brücken über politische, nationale und gesellschaftliche Grenzen hinweg. Ihr Wirken war geprägt von Kultur, Menschlichkeit und christlichem Glauben. Dank ihrer familiären Verbindungen sowie ihrer Zugehörigkeit zu europäischen und christlichen Netzwerken und geleitet von einem ererbten Verantwortungsgefühl, trugen auch sie schließlich zur politischen Wende im Jahr 1989 bei.

Neben den Biografien und Aktivitäten einzelner Persönlichkeiten zeigt die Ausstellung die Hintergründe ihres Engagements, die sich aus der Einstellung des Adels zu Eigentum, Kulturerbe, Nation und dem christlichen Glauben ergeben.

Ausstellungsort: Galerie auf der Pawlatsche, Spitalgasse 2-4/Hof 3, Wien

Ausstellungsdauer: bis 30. September 2024

Eine Ausstellung des Adalbert Stifter Vereins und des Instituts zur Erforschung der totalitären Regime in Zusammenarbeit mit Post Bellum.

Veranstalter: Institute für Osteuropäische Geschichte und Slawistik der Universität Wien, Österreich und Ostmitteleuropa Zentrum Wien, Universitätsbibliothek Wien/Fachbibliothek Osteuropäische Geschichte und Slawistik, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Tschechisches Zentrum Wien und der Kreuzherrenorden/Karlskirche.

Gefördert durch: Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bayerisches Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales und Deutsch-Tschechisches Zukunftsfonds.

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Mittwoch, 15. Mai 2024

18.00 Uhr (c.t.)

Franz Kafka und die tschechische Literatur revisited

Wissenschaftlicher Vortrag von Marek Nekula

Ludwig-Maximilians-Universität, Hauptgebäude, Raum A119, Geschwister-Scholl-Platz 1, München

Der Vortrag im Rahmen der Reihe „Franz Kafka im interkulturellen Kontext Prags“ präsentiert präsentiert Kafkas Rezeption der tschechischen Literatur anhand von Selbstzeugnissen und intertextuellen Verweisen. Erstmals wird dabei eine Periodisierung entworfen, die sich aus unterschiedlicher Verortung, Ausrichtung, Ausprägung und Sprachlichkeit dieser Rezeption begründet. In der ersten Phase steht die tschechische nationale Literatur im Mittelpunkt, wie Kafka sie am Gymnasium im Fach Tschechisch erfahren konnte. Die zweite Phase ist mit der Vermittlung tschechischer Literatur ins Deutsche verbunden, die in seinem Umfeld stattfand. Die dritte Phase wird von der Rezeption der modernen Literatur in linksorientierten Zeitschriften bestimmt, in denen unter anderen Milena Jesenská Übersetzungen seiner Texte veröffentlichte. Diese prägten später zeitweise auch Kafkas tschechoslowakische Rezeption.

Marek Nekula, Professor für Bohemistik und Westslavistik am Bohemicum – Center for Czech Studies der Universität Regensburg

Moderation: Juliane Prade-Weiss

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins – Kulturinstitut für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Bohemicum – Center for Czech Studies der Universität Regensburg, dem Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Institut für tschechische Literatur der tschechischen Akademie der Wissenschaften.

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Dienstag, 14. Mai 2024

18.00 Uhr

Kafka, Weiner und Emotionen

Vortrag von Filip Charvát

Institut für tschechische Literatur des CAS, Unterer Saal, Na Florenci 3, Praha 1

Worin unterscheiden sich das Leben und die Poetik von Franz Kafka und Richard Weiner, und wie thematisieren beide Autoren Emotionen in ihrem Werk? Wir laden Sie herzlich zu einem Vortrag von Filip Charvát (Philosophische Fakultät, Karlsuniversität) ein, den Sie am Dienstag, den 14. Mai 2024 um 18 Uhr im unteren Saal des Instituts für tschechische Literatur des CAS (Na Florenci 3, Prag 1) besuchen können.

Der Eintritt zur Vorlesung ist frei und ohne Anmeldung.

Anmerkung: Der geplante vergleichende Vortrag beginnt mit einem allgemeinen Vergleich von Leben und Poetik zweier Vertreter der Prager Moderne – des deutschen Erzählers Franz Kafka (1883–1924) und des tschechischen Schriftstellers Richard Weiner (1883–1937). Der Vortrag konzentriert sich dann auf das engere Thema der Emotion und der emotionalen Funktion in beiden Werken, indem zunächst ein theoretischer Abriss des Konzepts der Basisemotionen (P. Ekman et al.) vorgestellt wird, der dann auf das breitere Werk beider Autoren angewendet wird. Abschließend werden am Beispiel zweier ausgewählter Texte die verschiedenen Möglichkeiten der Thematisierung von Emotionen evaluiert (explizite Thematisierung, symbolische Ebene, Beschreibungen von Gestik und Mimik usw.).

Die Vortragsreihe zur Rezeption der Werke Franz Kafkas findet in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein, e. V. – Kulturinstitut für die böhmischen Länder, München (Deutschland); Bohemicum, Centre for Czech Studies, Regensburg (Deutschland) und dem Tschechischen Literaturzentrum, Prag – Brno (CZ) statt.

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Dienstag, 7. Mai 2024

17.00 Uhr

Von Teplitz in die Welt

Ausstellung über den Puppenspieler Harald Schwarz

Regionalmuseum Teplice, Schlossplatz/Zámecké náměstí 517, Teplitz/Teplice

Den Hohnsteiner Kasper schuf 1928 Max Jacob mit seiner Puppenbühne in Hohnstein in der Sächsischen Schweiz. Von hier aus zogen die charakteristischen Figuren mit den geschnitzten Köpfen in die Welt. Das „Kasperle-Theater“, volkstümliche Unterhaltung, die auch der Information, dem Klatsch und dem Tratsch diente, entwickelte sich bald zu einer anspruchsvollen Theatergattung. 2021 nahm die Deutsche UNESCO-Kommission die Tradition des „Kasper-Theaters“ schließlich als schützenswertes Kulturgut in das Verzeichnis „Immaterielles Kulturerbe“ auf.

Der Puppenspieler Harald Schwarz kam 1921 in Teplitz-Schönau zur Welt. Er war hochmusikalisch, ein erfahrener Komponist und versierter Interpret. Auch war er der letzte Bühnenleiter, der die Hohnsteiner Tradition bis 1995 und damit am längsten fortführte. Jahrzehntelang (von 1939 bis Ende der 1960er Jahre) spielte Schwarz das beliebte traditionelle oder leicht abgewandelte Hohnsteiner Kasperspiel Jacobʼscher Prägung. Ab 1970 ließ er sich für seinen vom Musical beeinflussten Stil in Prag völlig neue Hand- und Stabfiguren herstellen, die sich durch ihre Größe und Fernwirkung auszeichneten. Zu seinen erfolgreichsten Inszenierungen für Erwachsene aus dieser neuen Ära zählt die Puppentheateradaption „Der brave Soldat Schwejk“ (1971). Die Stücke wurden im gesamten Bundesgebiet, in Tschechien, Italien, Südamerika und den USA gezeigt: Schwarz fungierte dabei als Bühnenleiter, Puppenspieler, Texter und Musiker.

Einführung: Markus Dorner (Ausstellungskurator)

Eintritt: 70 Kč / 40 Kč

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Regionalmuseum Teplice und dem Museum für PuppentheaterKultur Bad Kreuznach.

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Samstag, 4. Mai 2024

13.00-19.00 Uhr

Das kleine Gespenst lädt ein

Informationsstand

Wissenschaftspark "Albert Einstein", Telegrafenberg, Potsdam

In Vorlese- und Mitmachangeboten werden die böhmischen Wurzeln von Otfried Preußler und seinen beliebten Kinderbuchfiguren erkundet.

Das kleine Gespenst, die kleine Hexe, der Räuber Hotzenplotz: Die bunte Figurenschar aus der Feder Otfried Preußlers bevölkert bis heute die Kinderzimmer. Weniger bekannt ist, wie viel von der Heimat des 1923 in Liberec/Reichenberg geborenen Autors in diesen Werken steckt. Die böhmische Sagenwelt ist hier ebenso präsent wie der Alltag auf den Dörfern und in den Städten, auch Spuren der wechselvollen Geschichte lassen sich entdecken. So hat das kleine Gespenst schon im Dreißigjährigen Krieg mitgemischt und besucht regelmäßig die Ritter im Ahnensaal seines Schlosses; Preußler hat sich zu diesem Buch von den Erzählungen seiner Großmutter Dora über die Weiße Frau inspirieren lassen. „Hotzenplotz“ ist der deutsche Name einer Stadt in Mährisch Schlesien (tschechisch Osoblaha).

Wir reisen mit unseren großen und kleinen Gästen in unserem Zelt auf dem Forschungscamp durch Preußlers böhmische Welten – mit Vorleseaktionen, Mitmachangeboten und vielem mehr.

Auf dem Potsdamer Tag der Wissenschaften 2024, organisiert von proWissen Potsdam e.V., werden Hochschulen, Schulen und Forschungseinrichtungen ihren Arbeitsalltag jenseits der Institutsmauern präsentieren. Außerdem werden Schülerinnen und Schüler zeigen, wie sie sich im Unterricht mit Wissenschaft beschäftigen.

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen seines Jugendprogramms #eastplorers, in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder.

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Mittwoch, 24. April 2024

18.00 Uhr

„Am Tanze fehlte es nicht ...“

Der junge Smetana in Tagebuch und Musik

Hochschule für Musik Franz Liszt, Hochschulzentrum am Horn, Carl-Alexander-Platz 1, Weimar

In seinem Jugendtagebuch schildert der Komponist das gesellige Leben in Pilsen mit Bällen und Ausflügen in die Umgebung und die Schmerzen erster unglücklicher Liebe.

„Eine Gesellschaft, wo getanzt, oder musicirt wird, und der Smetana fehlt, heißt nichts“, schreibt der 17-Jährige in sein Tagebuch. Und wirklich, das Leben des Pilsener Gymnasiasten ist geprägt von Bällen und anderen gesellschaftlichen Ereignissen, bei denen er als Pianist und Tänzer reüssiert. Konflikte mit Vermietern und vor allem die Ablehnung durch die heftig angeschwärmten Mädchen der Gesellschaft trüben die Stimmung des Teenagers kaum. Es entstehen deutschsprachige Lieder wie „Der Pilgrim“ oder „Schmerz der Trennung“ sowie Klavierstücke wie die Luisen-Polka.

Das 2022 vom Tschechischen Nationalmuseum als wissenschaftliche Ausgabe vorgelegte deutschsprachige Tagebuch von Bedřich Smetana (1824–1884) ermöglicht spannende Einblicke in die künstlerische Sozialisation des jungen Komponisten, insbesondere für seine Pilsener Schuljahre 1840–1843. Die Lesung daraus wird verbunden mit etwa zeitgleich entstandenen Liedern und Klavierstücken und in den historischen Kontext gestellt.

Mit Václav Petrbok und Olga Mojžíšová sowie Claas Würfel (Lesung), Thoma Jaron-Wutz (Tenor), Marek Kozák (Klavier).

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Nationalmuseum der Tschechischen Republik – Bedřich-Smetana-Museum, dem Institut für tschechische Literatur der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Sudetendeutschen Musikinstitut, der Philharmonie Pilsen und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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Dienstag, 23. April 2024

19.30 Uhr

„Am Tanze fehlte es nicht ...“

Der Junge Smetana in Tagebuch und Musik

Evangelische Brüdergemeinde Berlin, Kirchgasse 14, Berlin

In seinem Jugendtagebuch schildert der Komponist das gesellige Leben in Pilsen mit Bällen und Ausflügen in die Umgebung und die Schmerzen erster unglücklicher Liebe.

„Eine Gesellschaft, wo getanzt, oder musicirt wird, und der Smetana fehlt, heißt nichts“, schreibt der 17-Jährige in sein Tagebuch. Und wirklich, das Leben des Pilsener Gymnasiasten ist geprägt von Bällen und anderen gesellschaftlichen Ereignissen, bei denen er als Pianist und Tänzer reüssiert. Konflikte mit Vermietern und vor allem die Ablehnung durch die heftig angeschwärmten Mädchen der Gesellschaft trüben die Stimmung des Teenagers kaum. Es entstehen deutschsprachige Lieder wie „Der Pilgrim“ oder „Schmerz der Trennung“ sowie Klavierstücke wie die Luisen-Polka.

Das 2022 vom Tschechischen Nationalmuseum als wissenschaftliche Ausgabe vorgelegte deutschsprachige Tagebuch von Bedřich Smetana (1824–1884) ermöglicht spannende Einblicke in die künstlerische Sozialisation des jungen Komponisten, insbesondere für seine Pilsener Schuljahre 1840–1843. Die Lesung daraus wird verbunden mit etwa zeitgleich entstandenen Liedern und Klavierstücken und in den historischen Kontext gestellt.

Mit Václav Petrbok und Olga Mojžíšová sowie Claas Würfel (Lesung), Thoma Jaron-Wutz (Tenor), Marek Kozák (Klavier).

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Nationalmuseum der Tschechischen Republik – Bedřich-Smetana-Museum, dem Institut für tschechische Literatur der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Sudetendeutschen Musikinstitut, der Philharmonie Pilsen und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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Mittwoch, 17. April 2024

verschoben auf 20.00 Uhr

The Integrity of the Avant-Garde: Karel Teige and the Biography of an Ambition

Buchvorstellung

Veranstaltungsraum Philologicum, Ludwigstr. 25, München (Eingang von der Schellingstraße)

Am Beispiel des tschechischen Avantgarde-Kunsttheoretikers Karel Teige (1900–1951) widmet sich der Autor Peter Zusi zentralen Fragen um die europäische Moderne. In englischer Sprache.

Aus welchen Gründen sprechen wir von der „Avantgarde“ in der europäischen Kultur der Zwischenkriegszeit? Warum begreifen wir die Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen diesen verschiedenen Bewegungen trotzdem als Ausdruck einer gemeinsamen Haltung – der Kultur des Manifests, des Drangs zur Ablehnung, zur Erforschung, zur Erneuerung –, die die Konflikte und Auseinandersetzungen selbst übertrifft? Warum scheinen der strenge Rationalismus eines funktionalistischen Gebäudes und der respektlose Irrationalismus einer dadaistischen Performance Vorboten eines ähnlichen Geistes zu sein?

Der tschechische Avantgarde-Theoretiker Karel Teige (1900–1951) sah in Architektur und Film den Schlüssel zur Formulierung einer einheitlichen Kunsttheorie, die diese „Integrität der Avantgarde“ erfassen sollte. Teige, dessen Denken viele Berührungspunkte mit Persönlichkeiten wie Georg Lukács und Walter Benjamin aufweist und der ein enger Mitarbeiter von Le Corbusier, André Breton und Hannes Meyer war, zeigt, wie eine lebendige „alternative“ Avantgarde-Tradition zentrale Fragen zum Verständnis der europäischen Moderne aufwerfen kann.

Peter Zusi ist außerordentlicher Professor für tschechische und vergleichende Literatur an der UCL School of Slavonic and East European Studies in London. Er stellt sein Buch im Gespräch mit Felix Jeschke (LMU München) vor.

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls für Ost- und Südosteuropäische Geschichte und des Instituts für Slavische Philologie der LMU München in Kooperation mit der Münchner Außenstelle der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Tschechischen Zentrum München und dem Adalbert Stifter Verein.

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Dienstag, 16. April 2024

18.00 Uhr

Otfried Preußler: Die heilende Kraft der Phantasie

Lesung

Ziegelmuseum, Im Kloster 2, Bad Herrenalb

Anna Knechtel wirft in der Reihe „Literatur im Café“ einen Blick auf Otfried Preußlers Lebensweg und seine phantastischen Geschichten.

Schon als Kind im nordböhmischen Reichenberg/Liberec wurde er selbst von den Sagen, Märchen und Abenteuergeschichten verzaubert, die ihm sein Vater Josef und seine Großmutter Dora erzählten. Nach den Erfahrungen von Krieg, Deportation und fünfjähriger Gefangenschaft in sowjetischen Zwangsarbeitslagern gelangte er nach Deutschland. Als Lehrer entdeckte er sein Talent, Kinder zu begeistern und auf ihre Sorgen und Freuden einzugehen.

In der Veranstaltung werden sein Lebensweg und seine wichtigsten Kinderbücher vorgestellt. Ein Schwerpunkt ist Krabat gewidmet, dieser Geschichte für ältere Kinder und Erwachsene, mit der sich Preußler Klarheit über seine eigene Faszination durch „schwarze Magie“ verschaffte. Nicht fehlen wird auch ein Blick auf seinen einzigen Roman für Erwachsene Die Flucht nach Ägypten – Königlich böhmischer Teil, in dem er in altertümlicher Sprache die Lebenswelt seiner Kindheit und Jugend vor dem Hintergrund des Fluchtmotivs der Heiligen Familie lebendig werden lässt.

Vortrag und Textauswahl: Anna Knechtel

Begrüßung: Klaus Hoffmann, Bürgermeister von Bad Herrenalb

Mit Anna Knechtel liest: Gerd Gerhard

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sudetendeutschen Landsmannschaft Baden-Württemberg.

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Donnerstag, 11. April 2024

19.00 Uhr

„Tanec nechyběl ...“/„Am Tanze fehlte es nicht ...“

Mladý Smetana v deníku a hudbě/Der junge Smetana in Tagebuch und Musik

Bedřich-Smetana-Museum, Novotného lávka 1, Praha

In seinem Jugendtagebuch schildert der Komponist das gesellige Leben in Pilsen mit Bällen und Ausflügen in die Umgebung und die Schmerzen erster unglücklicher Liebe.

„Eine Gesellschaft, wo getanzt, oder musicirt wird, und der Smetana fehlt, heißt nichts“, schreibt der 17-Jährige in sein Tagebuch. Und wirklich, das Leben des Pilsener Gymnasiasten ist geprägt von Bällen und anderen gesellschaftlichen Ereignissen, bei denen er als Pianist und Tänzer reüssiert. Konflikte mit Vermietern und vor allem die Ablehnung durch die heftig angeschwärmten Mädchen der Gesellschaft trüben die Stimmung des Teenagers kaum. Es entstehen deutschsprachige Lieder wie „Der Pilgrim“ oder „Schmerz der Trennung“ sowie Klavierstücke wie die Luisen-Polka.

Das 2022 vom Tschechischen Nationalmuseum als wissenschaftliche Ausgabe vorgelegte deutschsprachige Tagebuch von Bedřich Smetana (1824–1884) ermöglicht spannende Einblicke in die künstlerische Sozialisation des jungen Komponisten, insbesondere für seine Pilsener Schuljahre 1840–1843. Die Lesung daraus wird verbunden mit etwa zeitgleich entstandenen Liedern und Klavierstücken und in den historischen Kontext gestellt.

Mit Václav Petrbok, Tomáš Bernhardt und Olga Mojžíšová sowie Zbyněk Fric (Lesung), Thoma Jaron-Wutz (Tenor), Marek Kozák (Klavier).

Weitere Informationen hier.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Nationalmuseum der Tschechischen Republik – Bedřich-Smetana-Museum, dem Institut für tschechische Literatur der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Sudetendeutschen Musikinstitut, der Philharmonie Pilsen und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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Mittwoch, 10. April 2024

19.00 Uhr

Kafkas Reise durch die bucklige Welt

Literaturlesung

Evangelisches Bildungswerk, Am Ölberg 2, Regensburg

Bernhard Setzwein liest aus seinem neuen utopischen Roman über Franz Kafka und spricht mit Carsten Lenk über sein Kafka-Bild.

Was, wenn Franz Kafka im Jahr 1924 gar nicht gestorben wäre? Wenn er weitergelebt hätte, wie hätte er gelebt, wie geliebt? Wo hätte er sich aufgehalten? Hätte er selbst noch erlebt, wie er weltberühmt wird?

Dieses Gedankenspiel betreibt Bernhard Setzwein in seinem Roman „Kafkas Reise durch die bucklige Welt“, der zum 100. Todestag von Franz Kafka erscheint. In Setzweins Buch hat Kafka seinen Tod in Kierling bei Wien 1924 nur vorgetäuscht. Er ist untergetaucht und hat die erfolglose Schriftstellerei aufgegeben, stattdessen arbeitet er, in die Jahre gekommen, im Apollo-Kino in Meran.

Bernhard Setzwein hat einen rasanten, amüsanten Kafka-Roman vorgelegt, der den berühmten Schriftsteller im wahrsten Sinne des Wortes wiederauferstehen lässt – und der es schafft, aufs Neue die Lust auf Franz Kafkas Werke und das Interesse für sein Leben zu wecken.

Moderation: Carsten Lenk

Eintritt: 9 € / 6 €

Eine Veranstaltung des Evangelischen Bildungswerks Regensburg in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder.

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Mittwoch, 10. April 2024

19.30 Uhr

Vzpomínka na Plzeň/Erinnerung an Pilsen

Studentský deník Bedřicha Smetany/Die Studententagebücher Smetanas

Konservatorium - Dům hudby, Husova 30, Pilsen

In seinem Jugendtagebuch schildert der Komponist das gesellige Leben in Pilsen mit Bällen und Ausflügen in die Umgebung und die Schmerzen erster unglücklicher Liebe.

„Eine Gesellschaft, wo getanzt, oder musicirt wird, und der Smetana fehlt, heißt nichts“, schreibt der 17-Jährige in sein Tagebuch. Und wirklich, das Leben des Pilsener Gymnasiasten ist geprägt von Bällen und anderen gesellschaftlichen Ereignissen, bei denen er als Pianist und Tänzer reüssiert. Konflikte mit Vermietern und vor allem die Ablehnung durch die heftig angeschwärmten Mädchen der Gesellschaft trüben die Stimmung des Teenagers kaum. Es entstehen deutschsprachige Lieder wie „Der Pilgrim“ oder „Schmerz der Trennung“ sowie Klavierstücke wie die Luisen-Polka.

Das 2022 vom Tschechischen Nationalmuseum als wissenschaftliche Ausgabe vorgelegte deutschsprachige Tagebuch von Bedřich Smetana (1824–1884) ermöglicht spannende Einblicke in die künstlerische Sozialisation des jungen Komponisten, insbesondere für seine Pilsener Schuljahre 1840–1843. Die Lesung daraus wird verbunden mit etwa zeitgleich entstandenen Liedern und Klavierstücken und in den historischen Kontext gestellt.

Mit Václav Petrbok, Tomáš Bernhardt und Olga Mojžíšová sowie Svatopluk Schuller (Lesung), Thoma Jaron-Wutz (Tenor), Marek Kozák (Klavier).

Eintritt: 350 Kč

www.smetanovskedny.cz/vzpominka-na-plzen-studentsky-denik-bedricha-smetany-e188/

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Nationalmuseum der Tschechischen Republik – Bedřich-Smetana-Museum, dem Institut für tschechische Literatur der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Sudetendeutschen Musikinstitut, der Philharmonie Pilsen und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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Dienstag, 9. April 2024

19.00 Uhr

Kafka 7/24

Dokumentarisch-fiktive Kabarett-Performance

Gasteig HP8, Saal X, Hans-Preißinger-Straße 8, München

Die eigenwillige Inszenierung nimmt Leben, Werk und Kommerzialisierung Franz Kafkas unter die Lupe.

Das Prager Performance-Kabarett Das Thema – To téma hat sich der Herausforderung gestellt, Franz Kafka einmal ganz anders zu durchleuchten. Im tückischen Labyrinth der Klischees und aller möglichen Auslegungen gehen die Schauspielerinnen und Schauspieler ihren ganz persönlichen Weg durch Fragmente und Fakten aus Kafkas Texten, Briefen, Tagebüchern und seinem Leben. Mit Leichtigkeit und Humor eröffnen sie den Zugang zu einem der wichtigsten europäischen Autoren neu, um dann mit abrupter Ernsthaftigkeit, bei der einem das Lachen im Hals stecken bleibt, das Publikum zur Reflexion über den eigenen Blick auf Kafka und sein Werk zu führen.

Kafka lebte und schrieb in einem zweisprachigen Prag. Deshalb ist dieses Stück durchgehend zweisprachig.

Mit: Roman Horák, Markéta Richterová, Philipp Schenker, Halka Jeřábek Třešňáková

Regie: Emil Rothermel

Dramaturgie, Bühne und Kostüme: Karolína Kotrbová

Produktion:  Dranc z.s., Roman Horák, Philipp Schenker

Eintritt: 15 € / 10 € bei www.muenchenticket.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Dranc z.s. und der Münchner Stadtbibliothek.

Gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der Hauptstadt Prag, der Stiftung Richard Stury und der Stiftung Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn.

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© Vojtěch Polák

Freitag, 22. März 2024

15.00 Uhr

Franz Kafka: Was wäre, wenn...

Gespräch mit Bernhard Setzwein und Markéta Richterová

Buchmesse Leipzig - Tschechischer Nationalstand, Halle 4 Stand E301

Mit dem Schriftsteller Bernhard Setzwein und der Schauspielerin Markéta Richterová geht die Veranstaltung den Fragen nach, wie man dem berühmten, vielfach interpretierten Schriftsteller aus Prag heute noch begegnen kann, wie er noch heute die deutschsprachige und tschechischsprachige Kultur bereichert und beeinflusst und wie sich sein Leben als deutschsprachiger Jude und Künstler im Mitteleuropa des 20. Jahrhunderts entwickelt hätte, wäre er nicht so früh gestorben.  

In seinem neuesten Roman „Kafkas Reise durch die bucklige Welt“ (Lichtung Verlag, März 2024) lässt der Schriftsteller Bernhard Setzwein Franz Kafka nicht mit 40 Jahren sterben. Er ist vielmehr untergetaucht und hat die erfolglose Schriftstellerei aufgegeben, stattdessen arbeitet er, in die Jahre gekommen, im Apollo-Kino in Meran. Damit legt Setzwein einen rasanten, amüsanten Kafka-Roman vor, der den berühmten Schriftsteller im wahrsten Sinne des Wortes wiederauferstehen lässt – und der es schafft, aufs Neue die Lust auf Franz Kafkas Werke und das Interesse für sein Leben zu wecken.  

Die Schauspielerin und Autorin Markéta Richterová, die in Wien aufgewachsen ist und heute in Prag lebt, hat sich bereits 2016 in Wien in dem Theaterstück „K.s Frauen“ mit Franz Kafka auseinandergesetzt. Als Mitglied des Prager Performance-Kabaretts „Das Thema – To téma“ stellt sie sich nun der Herausforderung, Franz Kafka einmal ganz anders zu durchleuchten. Mit dem performativen, zweisprachigen Kabarett „Kafka has left the building“ gehen die Schauspieler im tückischen Labyrinth der Klischees und aller möglichen Auslegungen ihren ganz persönlichen Weg durch Fragmente und Fakten aus Kafkas Texten, Briefen, Tagebüchern und seinem Leben. Mit Leichtigkeit und Humor eröffnen sie den Zugang zu einem der wichtigsten europäischen Autoren neu, um dann mit abrupter Ernsthaftigkeit, bei der einem das Lachen im Hals stecken bleibt, das Publikum zur Reflexion über den eigenen Blick auf Kafka und sein Werk zu führen.  

In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Kulturreferat für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein.

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Dienstag, 19. März 2024

19.00 Uhr

„Am Tanze fehlte es nicht ...“

Der junge Smetana in Tagebuch und Musik

Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

„Eine Gesellschaft, wo getanzt, oder musicirt wird, und der Smetana fehlt, heißt nichts“, schreibt der 17-Jährige in sein Tagebuch. Und wirklich, das Leben des Pilsener Gymnasiasten ist geprägt von Bällen und anderen gesellschaftlichen Ereignissen, bei denen er als Pianist und Tänzer reüssiert. Konflikte mit Vermietern und vor allem die Ablehnung durch die heftig angeschwärmten Mädchen der Gesellschaft trüben die Stimmung des Teenagers kaum. Es entstehen deutschsprachige Lieder wie Der Pilgrim oder Schmerz der Trennung sowie Klavierstücke wie die Luisen-Polka.

Das 2022 vom Nationalmuseum der Tschechischen Republik als wissenschaftliche Ausgabe vorgelegte deutschsprachige Tagebuch von Bedřich Smetana (1824–1884) ermöglicht spannende Einblicke in die künstlerische Sozialisation des jungen Komponisten, insbesondere für seine Pilsener Schuljahre 1840–1843. Die Lesung daraus wird verbunden mit etwa zeitgleich entstandenen Klavierliedern und -stücken und in den historischen Kontext gestellt.

Mit Václav Petrbok und Olga Mojžíšová sowie Helmut Becker (Lesung), Thoma Jaron-Wutz (Tenor), Marek Kozák (Klavier)

Eintritt: 15 € / Mitglieder 10 €

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Nationalmuseum der Tschechischen Republik – Bedřich-Smetana-Museum, dem Institut für tschechische Literatur der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Sudetendeutschen Musikinstitut, der Philharmonie Pilsen und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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Montag, 18. März 2024

19.00 Uhr

„Am Tanze fehlte es nicht ...“

Der junge Smetana in Tagebuch und Musik

Regensburg, Festsaal des Bezirks Oberpfalz, Ludwig-Thoma-Str. 14

„Eine Gesellschaft, wo getanzt, oder musicirt wird, und der Smetana fehlt, heißt nichts“, schreibt der 17-Jährige in sein Tagebuch. Und wirklich, das Leben des Pilsener Gymnasiasten ist geprägt von Bällen und anderen gesellschaftlichen Ereignissen, bei denen er als Pianist und Tänzer reüssiert. Konflikte mit Vermietern und vor allem die Ablehnung durch die heftig angeschwärmten Mädchen der Gesellschaft trüben die Stimmung des Teenagers kaum. Es entstehen deutschsprachige Lieder wie Der Pilgrim oder Schmerz der Trennung sowie Klavierstücke wie die Luisen-Polka.

Das 2022 vom Nationalmuseum der Tschechischen Republik als wissenschaftliche Ausgabe vorgelegte deutschsprachige Tagebuch von Bedřich Smetana (1824–1884) ermöglicht spannende Einblicke in die künstlerische Sozialisation des jungen Komponisten, insbesondere für seine Pilsener Schuljahre 1840–1843. Die Lesung daraus wird verbunden mit etwa zeitgleich entstandenen Klavierliedern und -stücken und in den historischen Kontext gestellt.

Mit Václav Petrbok und Olga Mojžíšová sowie Helmut Becker (Lesung), Thoma Jaron-Wutz (Tenor), Marek Kozák (Klavier)

Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Nationalmuseum der Tschechischen Republik – Bedřich-Smetana-Museum, dem Institut für tschechische Literatur der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Sudetendeutschen Musikinstitut, der Philharmonie Pilsen und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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Montag, 18. März 2024

19.00 Uhr

Spejbl & Hurvínek und die Musik

Deutsch-tschechischer Marionettenabend

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, Düsseldorf

Hören Sie die humoristisch-grotesken Dialoge von Vater und Sohn alias Spejbl und Hurvínek und genießen Sie vielfältige musikalische Szenen mit Mozart-Arien und Musical-Songs. Die hohe Schule der Marionettenkunst vereint drei Marionettenspieler aus der Tschechischen Republik und aus Deutschland.

Es spielen: die Marionettenspieler Martin Klásek aus Prag, langjähriger stimmlicher Interpret der beiden Helden Spejbl und Hurvínek, Michal Barták aus Prag (Hurvínek) und Markus Dorner (Neustadt an der Weinstraße)

Spieldauer: 1 Stunde.

Eintritt frei, Einlass ab 18:30 Uhr

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann Haus und der Auslandsgesellschaft Dortmund

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Donnerstag, 7. März 2024

19.00 Uhr

„Liebste, Liebste!“ – Franz Kafka und die Liebe

Musikalisch-literarisches Soirée mit dem Duo Jost Costa

Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

„Wenn ich nur die Melodie des Liedes behalten könnte …“ Diese musikalisch-literarische Soiree des Duo Jost Costa nähert sich Franz Kafka auf intimen Pfaden. Auszüge aus den Briefen an Felice Bauer und Werke für Klavier zu vier Händen beleuchten das Innenleben des großen Jubilars. Es erklingen – passend zu gelesenen Brief-Passagen – u. a. Werke von Johannes Brahms (1833–1897), Franz Schubert (1797–1833), Claude Debussy (1862–1918) und Maurice Ravel (1875–1937).

Das Duo Jost Costa existiert seit 2006 und besteht aus der Pianistin Yseult Jost und dem Pianisten Domingos Costa. Neben weltweiten Auftritten wirkten beide Künstler u. a. als Dozenten an der Universität Hamburg oder der Musikhochschule Venedig und produzierten Aufnahmen für den Südwestrundfunk, die Deutsche Welle und andere. Ihre Veranstaltungen lassen Musik auf Tanz, Dichtung oder Malerei treffen.

Eintritt frei, Spenden erbeten

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder

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Dienstag, 5. März 2024

19.00 Uhr

Klassische Kinderbücher für große Leute: Otfried Preußler

Literatur im Café

C.J. Müller's Buchhandlung, Goethestr. 24, 27356 Rotenburg (Wümme)

In der Reihe "Klassische Kinderbücher für große Leute" der Buchhandlung C.J. Müller´s in Rotenburg wird den Fragen nachgegangen: Wer hat sie geschrieben? Wie sind sie entstanden?

Nach James Krüss und Astrid Lindgren geht es an diesem Abend um einen weiteren weltbekannten Autor, Otfried Preußler. Schon als Kind im nordböhmischen Reichenberg/Liberec ließ er sich von Sagen, Märchen und Abenteuergeschichten verzaubern, die ihm sein Vater Josef und seine Großmutter Dora erzählten. Nach den Erfahrungen von Krieg, Deportation und fünfjähriger Gefangenschaft in sowjetischen Zwangsarbeitslagern gelangte er nach Deutschland. Als Lehrer entdeckte er sein Talent, Kinder zu begeistern und auf ihre Sorgen und Freuden einzugehen.

In der Veranstaltung werden sein Lebensweg und seine wichtigsten Kinderbücher vorgestellt. Ein Schwerpunkt ist Krabat gewidmet, dieser Geschichte für ältere Kinder und Erwachsene, mit der sich Preußler Klarheit über seine eigene Faszination durch „schwarze Magie“ verschaffte. Nicht fehlen wird auch ein Blick auf seinen einzigen Roman für Erwachsene Die Flucht nach Ägypten – Königlich böhmischer Teil, in dem er in altertümlicher Sprache die Lebenswelt seiner Kindheit und Jugend vor dem Hintergrund des Fluchtmotivs der Heiligen Familie lebendig werden lässt.

Vortrag und Textauswahl: Anna Knechtel

Es lesen: Cornelia Mansfeld und Anna Knechtel

Kostenbeitrag 10 €, Karten im Vorverkauf in der Buchhandlung

In Kooperation mit C.J. Müller´s Buchhandlung

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27.–29. Februar 2024

Di | 17.00 Uhr, Mi | 17.00 Uhr, Do | 18.00 Uhr

Otfried Preußler: Die Heilkraft der Phantasie / Léčivá síla fantazie

Literatur im Café

1. Wissenschaftliche Bibliothek/Vědecká knihovna, Rumjancevova 1362/1, Reichenberg/Liberec
2. Haus der Verständigung/Dům česko-německého porozumění, Československé armády 24, Reinowitz bei Gablonz/Rýnovice u Jablonce
3. Bildungs-, Konferenz- und Wallfahrtsstätte Kloster Haindorf, č.p. 1 Hejnice

Die Veranstaltungsreihe Literatur im Café reist wieder nach Tschechien und präsentiert deutsche Literatur aus Böhmen in tschechischer Sprache. In dieser Ausgabe stellt Anna Knechtel den gebürtigen Reichenberger und weltberühmten Kinderbuchautor Otfried Preußler und seine Texte vor.

Schon während seiner Kinderjahre im nordböhmischen Reichenberg/Liberec ließ sich Preußler von Sagen, Märchen und Abenteuergeschichten verzaubern, die ihm sein Vater Josef und seine Großmutter Dora erzählten. Nach den Erfahrungen von Krieg, Deportation und fünfjähriger Gefangenschaft in sowjetischen Zwangsarbeitslagern gelangte er nach Deutschland, wo er seine Angehörigen wiederfand und eine Familie gründete. Als Lehrer entdeckte er sein Talent, Kinder zu begeistern und auf ihre Sorgen und Freuden einzugehen.

In der Veranstaltung werden sein Lebensweg und seine wichtigsten Kinderbücher vorgestellt. Dabei lässt sich erkennen, dass er Stoffe und Figuren aus dem Sagenschatz seiner Isergebirgsheimat verwendet hat. Ein Schwerpunkt ist Krabat gewidmet, dieser Geschichte für ältere Kinder und Erwachsene, mit der sich Preußler Klarheit über seine eigene Faszination durch „schwarze Magie“ verschaffte. Nicht fehlen wird auch ein Blick auf seinen einzigen Roman für Erwachsene Die Flucht nach Ägypten – Königlich böhmischer Teil, in dem er in altertümlicher Sprache die Lebenswelt seiner Kindheit und Jugend vor dem Hintergrund des Fluchtmotivs der Heiligen Familie lebendig werden lässt.

Vortrag und Textauswahl: Anna Knechtel, Übertragung ins Tschechische: Petra Liebl

Es lesen: Anna Knechtel und Blažena Hušková

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Bibliothek/Vědecká knihovna in Reichenberg/Liberec, dem Haus der Verständigung in Reinowitz/Rýnovice und der Bildungs-, Konferenz- und Wallfahrtsstätte Kloster Haindorf/Hejnice

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Donnerstag, 8. Februar 2024

15.00 Uhr

Otfried Preußler: Die Heilkraft der Phantasie

Literatur im Café

Isergebirgs-Museum, Bürgerhaus 1 (Gablonzer Haus), Kaufbeuren-Neugablonz

Schon während seiner Kinderjahre im nordböhmischen Reichenberg/Liberec ließ sich Preußler, angeregt von Vater Josef und Großmutter Dora, von Sagen, Märchen und Abenteuergeschichten verzaubern. Nach den Erfahrungen von Krieg und fünfjähriger Gefangenschaft in sowjetischen Zwangsarbeitslagern gelangte er nach Deutschland, wo er seine Angehörigen wiederfand und eine eigene Familie gründete. Als Lehrer entdeckte er sein Talent, Kinder zu begeistern und ihre Sorgen und Freuden zu teilen.

In der Veranstaltung werden sein Lebensweg und seine wichtigsten Kinderbücher vorgestellt. Ein Schwerpunkt ist Krabat gewidmet, dieser Geschichte für ältere Kinder und Erwachsene, in der er sich Klarheit über seine eigene Faszination durch „schwarze Magie“ verschaffte. Nicht fehlen wird auch ein Blick auf seinen einzigen Roman für Erwachsene Die Flucht nach Ägypten – Königlich böhmischer Teil, in dem er in altertümlicher Sprache den Lebensraum seiner Kindheit und Jugend vor dem Hintergrund des Fluchtmotivs der Heiligen Familie lebendig werden lässt.

Vortrag und Textauswahl: Anna Knechtel, Adalbert Stifter Verein

Lesung: Thomas Schönhoff, Isergebirgs-Museum, und Anna Knechtel

Begrüßung: Ute Hultsch-Schmidt, Leiterin des Isergebirgs-Museums

Eintritt: 2 €

Anmeldung erforderlich unter: verwaltung@isergebirgs-museum.de oder telefonisch: 08341-965018

Begleitprogramm zur Ausstellung Ein bisschen Magier bin ich schon … Otfried Preußlers Erzählwelten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Isergebirgs-Museum Neugablonz

Weitere Präsentationen dieser Veranstaltungen sind geplant, z. B. in Bad Herrenalb und in Rotenburg (Wümme). Informieren Sie sich bitte auf unserer Website!

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Autor: Gerald von Foris

Donnerstag, 1. Februar 2024

19.00 Uhr

Im Fokus: Caro Matzko

Gespräch mit der Moderatorin

Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

Caro Matzko ist als Moderatorin aus Radio und Fernsehen bekannt: bei Bayern 2 in Eins zu Eins. Der Talk oder als Kolumnistin der Glosse Ende der Welt, auf dem Planet Wissen, als Sidekick in der bekannten Sendung Ringlstetter oder als Podcasterin ihrer eigenen Abendshow (ARD-Mediathek). Ihre journalistische Arbeit begann Caro Matzko schon während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften, Politik und Soziologie in München.

Matzkos Vater, Jahrgang 1934, stammt aus Osterode in Ostpreußen und musste als 10-jähriger seine Heimat verlassen. Ein Trauma, das Auswirkungen bis heute und auch auf Caros Leben hat: In ihrem gemeinsam mit Tanja Marfo verfassten Buch Size egal – Dein Selbstbewusstsein kann nicht groß genug sein, das sich mit ihrer Magersucht und Essstörungen auseinandersetzt, thematisiert Matzko die Bedeutung ihrer Familiengeschichte für die Krankheit und die Auswirkungen auf die eigene emotionale Stabilität. Vor allem darauf, aber auch auf viele andere Facetten ihres Lebens wird das Gespräch eingehen.

Die Matzkoʼsche Familiengeschichte wird auch eindrucksvoll von Regisseurin Maike Conway gezeigt, die das Leben und den Werdegang der Moderatorin in der BR-Reihe Lebenslinien mit dem Titel Caro Matzko – Trauriges Mädchen, witzige Frau porträtierte. Caro Matzkos Lebenslinien wurden im Mai 2023 ausgestrahlt.

Moderation: Wolfgang Schwarz

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein in Kooperation mit dem Haus des Deutschen Ostens.

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Donnerstag, 25. Januar 2024

19.00 Uhr

Im Fokus: Ivan Liška

Interviews zu Böhmen

YouTube-Premiere

Ivan Liška, Tänzer, Choreograph und langjähriger Leiter des Bayerischen Staatsballetts, wurde in Prag geboren. Ausgebildet am Prager Konservatorium und am dortigen Nationaltheater tätig, entschloss er sich nach dem Einmarsch des Warschauer Pakts in der Tschechoslowakei 1968 zur Emigration. U. a. wirkte er in Düsseldorf an der Deutschen Oper am Rhein, in München am Bayerischen Staatsballett und an der Staatsoper Hamburg als Tänzer. Von 1998 bis 2016 war er Direktor des Bayerischen Staatsballets, mit dem er Tourneen zu vielen Bühnen der Welt (Prag, St. Petersburg, Madrid, Budapest etc.) durchführte.

Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein, unterhält sich mit ihm über seine Eindrücke von Deutschland, seine Zeit in München, über interkulturelle Ebenen der Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen sowie über seine künstlerische Laufbahn.

Zu dem Gespräch >>

Ein Angebot des Kulturreferats für die böhmischen Länder

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Mittwoch, 24. Januar 2024

19.00 Uhr

„... nachdem die Welt meiner eigenen Sprache für mich untergegangen ist ...” - WIRD VERSCHOBEN

Vortrag und Lesung über Stefan Zweig (1882-1942) im Exil

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Stefan Zweig gehörte, auch noch nachdem er 1934 seine österreichische Heimat verlassen hatte und zunächst nach Großbritannien emigriert war, zu den international erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern. Im Unterschied zu den meisten anderen Autorinnen und Autoren, die durch das NS-Regime aus ihrer Heimat vertrieben wurden, war Zweig im Exil nicht mit existenzbedrohender materieller Not konfrontiert, da er eine treue Leserschaft auch außerhalb des deutschen Sprachraums hatte. Dennoch setzte er seinem Leben am 23. Februar 1942 im brasilianischen Petropolis ein Ende. Die zuvor ständig wachsende Verzweiflung Zweigs über die Entwicklung in Europa, vor allem die Verbrechen des NS-Regimes und dessen scheinbaren Siegeslauf spiegelt sich in zahlreichen Texten, die er in seiner letzten Lebensphase verfasste.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Kooperation mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum.

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Samstag, 20. Januar 2024

15.00 Uhr

Krippen aus aller Welt

Führung durch die Krippensammlung

Bischöfliches Ordinariat, Niedermünstergasse 1, Regensburg

Das Regensburger Bischofshaus beherbergt eine umfangreiche Sammlung an Krippen aus allen Ecken der Welt. Neben neapolitanischen, provenzalischen, afrikanischen Krippen finden sich hier auch böhmische Krippen, darunter die mehrere Quadratmeter große Niederlandkrippe von Pfarrer Karl Kindermann († 2017) aus Königswalde in Nordböhmen. Bei diesem exklusiven Besichtigungstermin wird Bischof Rudolf Voderholzer auch Kuriositäten wie die kleinste Krippe der Welt oder eine Krippendarstellung in einer Pralinenschachtel präsentieren und darüber hinaus viele weitere Darstellungen biblischer Szenen.

Die Anreise der Teilnehmer erfolgt individuell.

Um Pünktlichkeit wird gebeten; nach Einlass der Teilnehmer wird das Tor wieder verschlossen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, daher ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich unter: knechtel@stifterverein.de

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Mittwoch, 17. Januar 2024

19.00 Uhr

„Kafka 2024“

Konzert & Lesung mit der Kafka Band & Nicolas Mahler

Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, München

Das tschechische Musikprojekt „Kafka Band“ um den Schriftsteller Jaroslav Rudiš und den Comiczeichner und Sänger Jaromír 99 eröffnet mit dem literarisch-musikalischen Konzert Der Process das Kafka-Jahr 2024. Nach Das Schloss (2016) und Amerika (2019) haben die sechs Musiker der Kafka-Band nun auch aus dem dritten Romanfragment Kafkas eine beeindruckende Konzert-Performance entwickelt. Zur Einstimmung des Abends über Franz Kafka stellt der Zeichner und Autor Nicolas Mahler seine Comic-Biografie Komplett Kafka sowie seinen Band Kafka für Boshafte (beide Suhrkamp) vor. Er setzt auf unnachahmlich witzig-pointierte Weise Kafkas Leben und Werk in Szene und würdigt dabei auch dessen komische Seite.

Am 3. Juni 2024 jährt sich der 100. Todestag des deutschsprachigen, in Prag geborenen und weltweit verehrten Schriftstellers Franz Kafka, der auch in München in einem umfangreichen Programm gefeiert wird. Informationen über die Veranstaltungen und weitere Aktionen in diesem Zusammenhang bringt die Plattform www.kafka2024.de.

Eintritt: 20 € /15 €

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus München und dem Tschechischen Zentrum München.

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Freitag, 12. Januar 2024

18.00 Uhr

Praga Sinfonietta und Lucie Silkenová (Sopran)

Neujahrskonzert mit beliebten Opern- und Operettenmelodien

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Zur Aufführung kommen – unter der Leitung von Miriam Němcová – Opern- und Operettenmelodien aus Werken von Antonín Dvořák (Rusalka), Bedřich Smetana (Die verkaufte Braut), Johann Strauß, Georges Bizet und Giacomo Puccini.

Die Sopranistin Lucie Silkenová wirkt als Gastsängerin auf der Bühne des Nationaltheaters Prag sowie als Solistin des tschechischen Armee-Orchesters. Sie hatte gemeinsame Auftritte mit dem BBC-Symphony Orchestra in London unter Jiří Bělohlávek. In zahlreichen Opernaufführungen verkörperte sie u. a. Kleopatra in Händels Julius Cäsar, Pamina in Mozarts Zauberflöte oder Gilda in Verdis Rigoletto.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Tschechoslowakischen Gesellschaft für Wissenschaft und Kunst (SVU Deutschland) in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder.

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