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Veranstaltungsarchiv2022

Samstag, 16. Juli 2022

10.00 Uhr

Museumsrallye

Veranstaltung für Kinder und Familien beim Museumsfest des Sudetendeutschen Museums

Sudetendeutsches Museum, Hochstraße 10, München

Das Sudetendeutsche Museum in München durfte pandemiebedingt leider nicht festlich eröffnet werden, daher wird dies nun an einem Wochenende in Form eines Museumsfestes nachgeholt. Vier Tage lang vom 14. bis zum 17. Juli bietet das Museum jede Menge Veranstaltungen für Groß und Klein, Jung und Alt mit kostenlosem Eintritt an. Die Museumspädagogin Nadja Schwarzenegger entwickelte zusammen mit der Kulturreferentin Anna Paap eine Museumsrallye, die Kinder und Familien durch das Museum führt (zweisprachig deutsch oder tschechisch). Weitere Informationen zu der Veranstaltung: www.sudetendeutsches-museum.de.

Eine Veranstaltung des Sudetendeutschen Museums in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder

 

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Donnerstag, 14. Juli 2022

16.00 Uhr

Verblichen, aber nicht verschwunden. Eine Spurensuche im Böhmerwald

Vernissage zur Ausstellung

Foyer der Zentralbibliothek an der Uni Regensburg, Universitätsstraße 31, Regensburg

Im Rahmen eines Forschungsverbunds aus Einrichtungen an den Universitäten Regensburg, Passau, Prag und Aussig/Ústí nad Labem sowie dem Kulturreferat für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein ging im Oktober 2019 eine Exkursion mit Studierenden den Spuren der ehemaligen deutschsprachigen Bevölkerung im Böhmerwald nach. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wählten jeweils eine der dabei entstandenen Fotografien aus und verfassten dazu einen Text. Die in deutsch und tschechischer Sprache sowie in digitaler Form vorliegende Ausstellung zeigt alte Friedhöfe, Kirchen, Reste verschwundener Orte und neu gegründete Museen und nimmt den Besucher mit in eine vergangene Welt.

Ausstellungsdauer: 15. Juli bis 1. Oktober 2022

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8–20 Uhr, Sa 9-18 Uhr

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Bohemicums Regensburg und des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit der Bibliothek der Universität Regensburg

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Freitag, 1. Juli 2022

9.30 Uhr

Handbuch revisited

Kolloquium zur deutsch-böhmischen Literatur

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Anknüpfend an das im Jahr 2017 erschienene „Handbuch der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder“ (hrsg. von Peter Becher, Steffen Höhne, Jörg Krappmann und Manfred Weinberg) sollen im Rahmen des Kolloquiums Themen und Fragen diskutiert werden, die sich aus dem Konzept des Handbuchs und einzelner Artikel ergeben haben, und neue Projekte mit diesem Schwerpunkt angestoßen werden. Bei dem Kolloquium sind deshalb auch explizit Studierende willkommen.

Als Keynote-Speaker spricht Primus-Heinz Kucher (Institut für Germanistik, Universität Klagenfurt) über „Zugehörigkeiten/Raumkonzepte – national, regional, sprachlich“ und Marek Nekula (Institut für Slavistik, Universität Regensburg) über „Transfer – sprachlich, literarisch, ideologisch“

Das genaue Programm finden Sie hier.

Eintritt frei

Anmeldung erforderlich unter eveeno.

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins, der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Slavischen Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie dem Ústav české literatury a komparatistiky – Filozofická fakulta Univerzity Karlovy.

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Die Veranstaltung muss leider entfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt

Donnerstag, 30. Juni 2022

19.00 Uhr

Ein Gefangener unter Intellektuellen: H.G. Adler im Gespräch mit Jean Améry und Hannah Arendt

Vortrag von Jeremy Adler

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

H. G. Adler prägte mit seiner Analyse der „Zwangsgemeinschaft“ Theresienstadt (1955) den Nachkriegsdiskurs über die Shoah. In der Kontroverse über die Rolle des Intellektuellen in diesem System und angesichts des Horrors der Judenvernichtung nahm Adler eine Gegenposition zu Jean Améry und auch zu Hannah Arendt ein, die mit dem Schlagwort von der „Banalität des Bösen“ eine umstrittene Charakterisierung für die Akteure der NS-Vernichtungspolitik etabliert hatte.

Der englische Germanist und Schriftsteller Jeremy Adler promovierte 1977 über Goethes Wahlverwandtschaften und arbeitete unter anderem zu Hölderlin und zur Exilliteratur. Er edierte Schriften seines Vaters H. G. Adler und Franz Baermann-Steiners und beteiligt sich an aktuellen Debatten über Europa und den Umgang mit der NS-Vergangenheit.

Moderation: Philipp Lenhard (LMU)

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU sowie der Literaturhandlung München

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Donnerstag, 23. Juni 2022

19.00 Uhr

Grenzen, Nachbarschaften, neue Stimmen

Lesungen und Gespräche mit Ulrike Anna Bleier, Dora Kaprálová, Markus Ostermair und Markéta Pilátová

Literaturhaus Oberpfalz, Rosenberger Straße 9, Sulzbach-Rosenberg

Auch dieses Jahr treffen sich in Sulzbach-Rosenberg acht bayerische und tschechische Schriftstellerinnen und Schriftsteller und tauschen sich über gegenwärtige Themen der jeweiligen Literaturen, die Besonderheiten des Literaturbetriebs und die Möglichkeiten der Übersetzung aus. Am Donnerstag stellen vier von ihnen – Ulrike Anna Bleier, Dora Kaprálová, Markus Ostermair und Markéta Pilátová – in einer Lesung und in einem Gespräch ihr aktuelles Werk vor.

Moderation: Michala Čičváková (Tschechisches Literaturzentrum) und Patricia Preuss (Literaturhaus Oberpfalz | Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg)

Eintritt  10,– €, ermäßigt 7,– €. Reservierungen unter 09661/815959-0
oder info@literaturarchiv.de

Hier geht´ s zum Programm.

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins in Kooperation mit dem Literaturhaus Oberpfalz | Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg und dem Tschechischen Literaturzentrum.

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Dienstag, 21. Juni 2022

19.00 Uhr

Adel aus Böhmen und Mähren nach 1945: Die junge Generation

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung "Kulturelle Brücken in Europa"

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Die Ausstellung Kulturelle Brücken in Europa beleuchtet das Engagement des Adels aus den böhmischen Ländern nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele Adelige, die vertrieben wurden oder vor den Kommunisten geflüchtet sind, hielten den Kontakt mit der alten Heimat aufrecht und pflegten das Bewusstsein der gemeinsamen kulturellen Wurzeln. Ein Grund dafür war sicher die jahrhundertelange familiäre Verbundenheit mit dem Land. Wie stehen ihre Nachkommen, die nicht mehr dort geboren sind und vieles nur vom Hörensagen kennen, zu diesem Erbe? Fühlen auch sie sich dem Land und den Menschen verpflichtet? Und wird der Adel mehr als hundert Jahre nach der offiziellen Abschaffung des Adelsstandes noch von dieser besonderen Tradition geprägt?

Eine Podiumsdiskussion mit Kristiana Belcredi, Espérance Kinsky, Christoph Thun und Tomáš Czernin.

Moderation: Stephan Löwenstein, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eintritt frei

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Dienstag, 7. Juni 2022

19.00 Uhr

Der Mann aus Prag. Ein besonderer Abend über Franz Kafka

Musikalische Lesung mit Christiane Lemm und Kalle Kubik

Gerhart-Haptmann-Haus, Bismarckstraße 90, Düsseldorf

Der Schriftsteller Franz Kafka (1883–1924) scheint ausinterpretiert zu sein. Was wissen wir nicht schon über ihn, über sein literarisches Werk, sein exzessives Briefeschreiben, seine Beziehungen zu Frauen, sein Verhältnis zum Vater, seine Arbeit als Jurist, seine Krankheit, seinen Tod? Scheinbar alles. Und doch gibt es einige neue Facetten über diesen ikonischen Autor der Klassischen Moderne zu entdecken.

Die Schauspielerin Christiane Lemm (Düsseldorf) und der Autor und Regisseur Kalle Kubik (Bonn) bringen sie in ihrer Lesung ans Licht. Eine nachdenklich-vergnügliche Spurensuche, in der auch drei Kurzgeschichten rezitiert werden, die von Kafkas meisterhaften Sprache zeugen.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder und dem Tschechischen Zentrum Berlin/Düsseldorf

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Samstag, 4. Juni 2022

16.30 Uhr

Neustart der deutsch-tschechischen Beziehungen: die 1990er Jahre in Erinnerung ihrer Akteure

Podiumsdiskussion im Rahmen des Sudetendeutschen Tages

Freiheitshalle Hof, Kulmbacher Str. 4, 95030 Hof

Der Fall des Eisernen Vorhangs bedeutete eine neue Ära der (sudeten-)deutsch-tschechischen Beziehungen. Auf kultureller, politischer und zwischenmenschlicher Ebene waren nun direkte Kontakte und Austausch möglich. Es gab Annäherungen und Kontroversen, zwei bilaterale Verträge wurden unterzeichnet: der Deutsch-Tschechoslowakische Nachbarschaftsvertrag vor 30 Jahren und fünf Jahre später die Deutsch-Tschechische Erklärung. Wie prägte dies die Atmosphäre der 1990er Jahre, welche Meilensteine gab es, und wie gestalteten sich die Beziehungen über die offenen Grenzen hinweg?

Eine Podiumsdiskussion mit Peter Becher (Adalbert Stifter Verein), Michael Frank (früherer Korrespondent der SZ in Prag) und Dorothea Schroth (Ackermann-Gemeinde).

Moderation: Zuzana Jürgens und Anna Knechtel (beide Adalbert Stifter Verein)

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Samstag, 4. Juni 2022

14.30 Uhr

Meine und unsere Geschichte

Lesung mit Libor Rouček aus seinen Erinnerungen und Gespräch

Freiheitshalle Hof, Kulmbacher Str. 4, 95030 Hof

Libor Rouček, tschechischer Politiker und Publizist, ist Vorsitzender des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums und überzeugter Europäer. Geboren in Kladno, emigrierte er 1977 nach Wien und studierte dort Politikwissenschaften und Soziologie. Tätig im Umfeld des damaligen österreichischen Bundeskanzlers Bruno Kreisky, unterrichtete er später an den Universitäten in Sydney, Washington und Peking. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs engagierte er sich bei den tschechischen Sozialdemokraten (ČSSD) und war Sprecher der Regierung unter Miloš Zeman. Nach 2004 war er Abgeordneter des Europäischen Parlaments, dem er zeitweise auch als Vizepräsident vorstand.

Rouček präsentiert seine Erinnerungen, die 2019 im Academia-Verlag in tschechischer Sprache erschienen sind.

Moderation: Wolfgang Schwarz

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder

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Donnerstag, 2. Juni 2022

19.00 Uhr

Deutsche in Mittelosteuropa

Oberschlesien und die Deutschen - Erinnerungen und Gegenwart

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Schlesier oder Oberschlesier? Deutsche oder Polen? Wie in vielen anderen Regionen Ostmitteleuropas wechselten auch in Oberschlesien im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach die staatlichen Zugehörigkeiten. Mit jeder Grenzziehung mussten die dort ansässigen Deutschen ihren Platz neu bestimmen. Wie bezeichneten und bezeichnen sie sich selbst? Was prägt(e) ihre Identität? Die Landschaft? Die Sprache? Kultur oder Religion? In welchem Verhältnis stehen sie zu Polen und zu Deutschland – und welche Politik verfolg(t)en der polnische Staat auf der einen Seite und die Bundesrepublik auf der anderen seit 1945 gegenüber den Deutschen in Oberschlesien?

Nach einer historischen Einführung von Tobias Weger (IKGS) diskutieren mit ihm Karoline Gil, Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart, sowie Jan Opielka, Politikwissenschaftler und Publizist, Gliwice.

Moderation: Stefanie Hajak, Münchner Volkshochschule

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins, des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas und der Münchner Volkshochschule

Eintritt frei

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Mittwoch, 1. Juni 2022

18.30 Uhr

Zátopek

Film über das Leben des tschechoslowakischen Laufwunders

Arena Filmtheater, Hans-Sachs-Str. 7, München

2021 kam die Filmbiografie über den tschechoslowakischen Langstreckenläufer Emil Zátopek in die Kinos. Geboren wurde er 1922, also vor 100 Jahren im nordmährischen Kopřivnice/Nesselsdorf bei Nový Jičín/Neutitschein. Seine Karriere begann 1941 im Protektorat Böhmen und Mähren, als er bei den Baťa-Betrieben in Zlín als höchst talentierter Läufer entdeckt wurde. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trat er in die neu gegründete tschechoslowakische Armee ein.

Nach einer Vielzahl von nationalen Rekorden gewann er bei den Olympischen Spielen in London 1948 und in Helsinki 1952 mehrere Goldmedaillen und wurde zum populärsten Gesicht des tschechoslowakischen Sports. 1957 beendete er seine aktive Karriere. Während des Prager Frühlings engagierte er sich für die Reformbewegung, was für ihn in der Zeit von 1969 bis 1972 starke staatliche Repressalien zur Folge hatte. So musste er unter anderem als Müllmann und Stollenarbeiter in den Uranbergwerken arbeiten. 1972 lud ihn die Bundesrepublik als Ehrengast zu den Olympischen Spielen in München ein. Die tschechoslowakische Staatsführung gestattete dies unter der Bedingung, dass seine Frau, die erfolgreiche Speerwerferin Dana Ingrová, in der CSSR verblieb. Ab 1973 normalisierte sich das Verhältnis Zátopeks zur kommunistischen Staatsspitze nach mehreren regimetreuen Bekundungen. Im Jahr 2000 starb er an den Folgen seines letzten Schlaganfalls.

Regie: David Ondříček (2021, OmeU, 131 min)

Eintritt 8,50 Euro

Eine Veranstaltung des Tschechischen Zentrums in Kooperation mit dem Arena Filmtheater und dem Kulturreferat für die böhmischen Länder

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Dienstag, 31. Mai 2022

19.00 Uhr

Richard Coudenhove-Kalergi und 100 Jahre Paneuropa-Bewegung

Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Kulturelle Brücken in Europa"

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Die älteste europäische Einigungsbewegung hat ihre Wurzeln in Böhmen. Ins Leben gerufen wurde sie vor hundert Jahren von Richard Graf Coudenhove-Kalergi, der zwar in Tokio auf die Welt kam, aber im westböhmischen Ronsperg/Pobežovice auf dem Schloss seines Vaters aufgewachsen ist.

Der Historiker Martin Posselt wird die böhmischen Wurzeln von Coudenhoves Paneuropa-Projekt beleuchten. Bernd Posselt als Präsident der Paneuropa-Union Deutschland befasst sich mit einem noch wenig bekannten Thema, dem Weg der Paneuropa-Idee vom Künstlermilieu in den Parlamentarismus.

Das anschließende Gespräch mit den beiden Gästen moderiert Viktoria Großmann (Süddeutsche Zeitung).

Eintritt frei

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Dienstag, 24. Mai 2022

19.00 Uhr

Das gelbe Tagwerk: Alltagsflusen und Sternenstaub

Lesung und Gespräch mit dem Autor Bernhard Setzwein

Evangelisches Bildungswerk, Am Ölberg 2, Regensburg

Im Kopf des Autors Bernhard Setzwein kehrt selten Ruhe ein. Hat er sein Schreibpensum vollbracht, stellen sich an manchen Tagen noch weitere kleinere Notizen ein, die er zehn Jahre lang für Das gelbe Tagwerk gesammelt hat.

Herausgekommen ist eine funkelnde, abwechslungsreiche Sammlung besonderer Momente. Kurze Gedankenblitze, Wortspiele oder auch Träume wechseln sich ab mit Beobachtungen skurriler Alltagsszenen, zufälliger Begegnungen, Kommentaren zur Tagespolitik oder Zitaten. Ausführlich beschreibt Setzwein Begegnungen mit anderen Autoren, etwa mit Eugen Gomringer, Gerhard Roth oder Kateřina Tučková. Neben Ausflügen und Wanderungen – mitsamt einem dramatischen Unfall im Altvatergebirge – nehmen seine Stipendien-Aufenthalte in Horní Planá/Oberplan und Brno/Brünn eine wichtige Rolle im Gelben Tagwerk (edition lichtung 2020) ein. Nach dem „blauen“ und dem „gelben“ schreibt Bernhard Setzwein bereits an einem „grünen Tagwerk“, in das er ebenfalls Einblicke geben wird.

Bernhard Setzwein wurde 1960 in München geboren, seit 1990 lebt er in Waldmünchen. Er schreibt Lyrik in Mundart und Hochsprache, Essays und Radiobeiträge, Theaterstücke und Romane. Oft befassen sich seine Werke mit dem mitteleuropäischen Kulturraum Bayern-Böhmen-Österreich.

Moderation: Carsten Lenk (EBW Regensburg)

Eine Veranstaltung des Evangelischen Bildungswerks Regensburg in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder

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Samstag, 21. Mai 2022

15.30 Uhr

Die Drei von der Tankstelle

Film und Gespräch

Bundesplatz Kino Berlin, Bundesplatz 14, Berlin

Zum diesjährigen 125. Geburtstag des aus Prag stammenden Drehbuchautors Franz Schulz laden wir Sie zu seinem Kassenschlager Die Drei von der Tankstelle von 1930 ein. Unsterblich wurde die von Wilhelm Thiele gedrehte Filmoperette nicht nur durch die spritzigen Dialoge, sondern auch durch Hits wie Ein Freund, ein guter Freund, komponiert von Werner Richard Heymann, geboren 1896 in Königsberg, heute das russische Kaliningrad.

Erleben Sie vor dem Film seine Tochter Elisabeth Trautwein-Heymann im Gespräch mit der Franz-Schulz-Biografin G. G. von Bülow. Erfahren werden Sie von den beiden interessante Hintergründe und Geschichten zu dem Evergreen, von dessen Mitwirkenden nicht nur Franz Schulz, Werner Richard Heymann sowie die Schauspieler Felix Bressart und Kurt Gerron zu Verfolgten und Opfern des nationalsozialistischen Regimes wurden.

Eintritt 7,- €

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem Bundesplatz-Kino Berlin und dem Adalbert Stifter Verein

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Donnerstag, 19. Mai 2022

18.00 Uhr

Otokar-Fischer-Preis

Preisverleihung

Goethe-Institut, Masarykovo nábřeží 32, Prag, und Youtube-Kanal des Adalbert Stifter Vereins

Bereits zum vierten Mal wird in Prag der Otokar-Fischer-Preis für herausragende germanobohemistische geisteswissenschaftliche Arbeiten verliehen. Seit 2020 vergibt das Institut für Literaturforschung (Institut pro studium literatury) den Preis zusammen mit dem Adalbert Stifter Verein. Die Preisträger werden Anfang Mai bekannt gegeben.

Durch die Preisverleihung führt Jaromír Typlt.

Musikalische Begleitung: Jana Bezpalcová (Akkordeon)

Eintritt frei

In Kooperation mit dem Goethe-Institut Prag.

Gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, die Hauptstadt Prag und das Kulturministerium der Tschechischen Republik.

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Donnerstag, 19. Mai 2022

18.00 Uhr

Landschaft Im Schatten (Krajina ve stínu)

Filmvorführung

Centrum Bavaria Bohemia, Freyung 1, Schönsee

Der Film Landschaft im Schatten (Krajina ve stínu, CZ 2020) handelt von einem Dorf in Südböhmen nahe der österreichischen Grenze in den 1930er Jahren. Deutsche, tschechische und jüdische Bewohnerinnen und Bewohner leben friedlich zusammen. Doch nach dem Anschluss Österreichs durch Hitler geht ein Riss durch den Ort: Ein Teil strebt die Angliederung an das Deutsche Reich an, der andere will tschechisch bleiben. Auch das deutsch-tschechische Ehepaar Marie und Karel muss sich nun für eine Nationalität entscheiden: Marie wählt die tschechische, Karel die deutsche. Jüdischen Familien droht die Vernichtung durch den Holocaust, tschechischen Widerständlern die Verfolgung der Gestapo. Als sich die Verhältnisse 1945 umkehren, richtet sich die Rachsucht gegen die deutschen Dorfbewohner …

Bohdan Slámas Film, der auf wahren Ereignissen beruht, besticht durch die Vielschichtigkeit der Charaktere, die sich zwischen Hilfsbereitschaft, Opportunismus, Pragmatismus und Fanatismus bewegen. In eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern erzählt der Regisseur, welche fatalen Folgen ein entfesselter Nationalismus nach sich zieht. Ausgezeichnet wurde der Film mit sechs Tschechischen Löwen, dem Dialogpreis für die Verständigung zwischen den Kulturen auf dem FilmFestival Cottbus 2020 und als bester Film des Jahres 2020 mit dem Preis der tschechischen Filmkritik.

Bohdan Sláma, geb. 1967, ist ein mehrfach ausgezeichneter tschechischer Regisseur und Drehbuchautor. Er studierte Regie an der Film- und Fernsehfakultät der Akademie der musischen Künste (FAMU) in Prag. Große Beachtung fand sein Spielfilm-Debüt Divoké včely (Wilde Bienen, 2001), das u. a. den Hauptpreis auf dem Internationalen Filmfestival in Rotterdam gewann.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Centrum Bavaria Bohemia in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder und Luminarfilm

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Mittwoch, 18. Mai 2022

20.00 Uhr

Landschaft im Schatten (Krajina ve stínu)

Filmvorführung

Film-Theater Metropolis, Dr.-Hans-Kapfinger-Str. 11, Passau

Der Film Landschaft im Schatten (Krajina ve stínu, CZ 2020) handelt von einem Dorf in Südböhmen nahe der österreichischen Grenze in den 1930er Jahren. Deutsche, tschechische und jüdische Bewohnerinnen und Bewohner leben friedlich zusammen. Doch nach dem Anschluss Österreichs durch Hitler geht ein Riss durch den Ort: Ein Teil strebt die Angliederung an das Deutsche Reich an, der andere will tschechisch bleiben. Auch das deutsch-tschechische Ehepaar Marie und Karel muss sich nun für eine Nationalität entscheiden: Marie wählt die tschechische, Karel die deutsche. Jüdischen Familien droht die Vernichtung durch den Holocaust, tschechischen Widerständlern die Verfolgung der Gestapo. Als sich die Verhältnisse 1945 umkehren, richtet sich die Rachsucht gegen die deutschen Dorfbewohner …

Bohdan Slámas Film, der auf wahren Ereignissen beruht, besticht durch die Vielschichtigkeit der Charaktere, die sich zwischen Hilfsbereitschaft, Opportunismus, Pragmatismus und Fanatismus bewegen. In eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern erzählt der Regisseur, welche fatalen Folgen ein entfesselter Nationalismus nach sich zieht. Ausgezeichnet wurde der Film mit sechs Tschechischen Löwen, dem Dialogpreis für die Verständigung zwischen den Kulturen auf dem FilmFestival Cottbus 2020 und als bester Film des Jahres 2020 mit dem Preis der tschechischen Filmkritik.

Bohdan Sláma, geb. 1967, ist ein mehrfach ausgezeichneter tschechischer Regisseur und Drehbuchautor. Er studierte Regie an der Film- und Fernsehfakultät der Akademie der musischen Künste (FAMU) in Prag. Große Beachtung fand sein Spielfilm-Debüt Divoké včely (Wilde Bienen, 2001), das u. a. den Hauptpreis auf dem Internationalen Filmfestival in Rotterdam gewann.

Eintritt: 8/7 Euro

Eine Veranstaltung der Perspektive Osteuropa an der Universität Passau in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder und Luminarfilm

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Mittwoch, 11. Mai 2022

19.00 Uhr

Marek Toman: Lob des Opportunismus

Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Kulturelle Brücken in Europa"

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Im Roman Lob des Opportunismus (Wieser Verlag 2021, aus dem Tschechischen von Raija Hauck) trifft ein außergewöhnlicher Erzähler auf ein spannendes Stück mitteleuropäischer Geschichte. Dieser Erzähler bildet sich sehr viel ein auf seine Größe, seine Urteilsfähigkeit und seine Allwissenheit, er wirkt dabei aber häufig borniert und manchmal lächerlich: ein Palast als Erzähler?

Von der angesehenen Adelsfamilie Czernin in Prag erbaut, hat er in seiner langen Geschichte viele Funktionen erfüllen müssen: Residenz, Kaserne, Armenhaus, Sitz des Reichsprotektors und Außenministerium eines neuen Staates. So bewahrt er in seinen Wänden viele Geheimnisse, denen er seine eigene Interpretation gibt.

Moderation: Zuzana Jürgens (Adalbert Stifter Verein)

Lesung: Thomas Birnstiel

Eintritt frei

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Sonntag, 8. Mai 2022

14-18 Uhr

Europa*Rad - das Demokratie*Rad dreht sich weiter

Freie Fahrt im UMADUM - Workshops und Gespräche in den Gondeln

Umadum Riesenrad, Atelierstr. 11, München

Am 8. Mai dreht sich das Münchner Riesenrad im Werksviertel Mitte am Ostbahnhof als „Europa*Rad“ für Frieden und europäische Werte. In den Gondeln des Riesenrads und auf dem Platz vor dem Europarad finden interaktive Workshops, Diskussionen und vielfältige Mitmachaktionen rund um Europa statt.

Insgesamt beteiligen sich über 40 verschiedene zivilgesellschaftliche, städtische und staatliche Einrichtungen, Organisationen und Vereine. Auch das Kulturreferat für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein wird mit dabei sein und bietet in einer Gondel einen interaktiven Workshop zum Thema „Deutschland und Tschechien gemeinsam in Europa“ an.

Die Fahrt mit dem Riesenrad sowie die Teilnahme an der gesamten Veranstaltung ist kostenlos, es besteht die Möglichkeit für die Ukraine-Hilfe zu spenden.

Moderation: Anna Paap

Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeshauptstadt München

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Donnerstag, 5. Mai 2022

19.00 Uhr

Deutsche in Mittelosteuropa

Deutschböhmen und Sudetendeutsche

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Seit dem 13. Jahrhundert leben Deutsche in den böhmischen Ländern, der heutigen Tschechischen Republik. Sie besiedelten vor allem die Grenzregionen, wohnten aber auch in zentralen Städten mit einer mehrheitlich tschechischen Bevölkerung. Ihre Muttersprache war Deutsch, doch was waren weitere identitätsstiftende Merkmale? Wann spricht man von Deutschböhmen und Deutschmährern, also den deutschsprachigen Bewohnern der historischen Teile der böhmischen Länder, und wann von Sudetendeutschen, ein Begriff, der auf die Bezeichnung der Grenzgebiete zurückgeht? Wie hat sich die Situation der Deutschen in und aus Tschechien nach der Vertreibung 1945–1946 geändert und wie versteht sich die deutsche Minderheit in Tschechien heute?

Eine Podiumsdiskussion mit René Küpper (Collegium Carolinum), Irena Novák (Kulturverband der Bürger deutscher Nationalität in der Tschechischen Republik) und Raimund Paleczek (Sudetendeutsches Institut).

Moderation: Zuzana Jürgens (Adalbert Stifter Verein)

Eintritt frei

Veranstalter: Adalbert Stifter Verein, Münchner Volkshochschule, Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas und Collegium Carolinum

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Donnerstag, 28. April 2022

19.00 Uhr

Verflechtungen

Einflüsse von Volksmusik, Tanz und Märchenwelten in der böhmischen Kunstmusik

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Ein Konzert der anderen Art führt in die musikalische Welt Böhmens und deren Bereicherung durch Volksmusik, Tanz und Märchenwelten. Zu Gast sind das Klavierduo Jost Costa und der Musikwissenschaftler Joachim Kremer in einem Gesprächs-Konzertabend. Mit Werken für Klavier zu vier Händen von Johannes Brahms, Antonín Dvořák und Franz Schubert sowie berühmten Orchesterwerken in der Bearbeitung für zwei Pianisten wie der Moldau von Bedřich Smetana spüren sie den Vorstellungswelten des 19. Jahrhunderts nach.

Das Duo Jost Costa besteht aus der Pianistin Yseult Jost und dem Pianisten Domingos Costa und existiert seit 2006. Neben weltweiten Auftritten wirkten beide Künstler u. a. als Dozenten an der Universität Hamburg oder der Musikhochschule Venedig und produzierten Aufnahmen für den Südwestrundfunk, den Westdeutschen Rundfunk oder die Deutsche Welle. Ihre Veranstaltungen lassen Musik und Tanz, Musik und Dichtung oder Musik und Malerei aufeinandertreffen.

Prof. Dr. Joachim Kremer ist Institutsleiter für Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Musik und Musikgeschichte des 15. bis 20. Jahrhunderts sowie französische Musik zwischen 1870 und 1920.

Das Konzert ist eine Benefiz-Veranstaltung für die Kriegsopfer in der Ukraine. Der Spendenerlös kommt der Organisation Ärzte ohne Grenzen e.V. zu Gute.

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Sudetendeutschen Musikinstitut Regensburg

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Mittwoch, 27. April 2022

15.00 Uhr

Verblichen, aber nicht verschwunden. Eine Spurensuche im Böhmerwald

Finissage zur Ausstellung

Foyer der Philosophischen Fakultät der Universität Aussig/Ústí nad Labem, Centrum Bavaria Bohemia, Pasteurova 13, Ústí nad Labem

Im Rahmen eines Forschungsverbunds aus Einrichtungen an den Universitäten Regensburg, Passau, Prag und Aussig sowie dem Kulturreferat für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein ging im Oktober 2019 eine Exkursion mit Studierenden den Spuren der ehemaligen deutschsprachigen Bevölkerung im Böhmerwald nach. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wählten jeweils eine der dabei entstandenen Fotografien aus und verfassten dazu einen Text. Die zweisprachig deutsch-tschechische, auch in digitaler Form existierende Ausstellung zeigt alte Friedhöfe, Kirchen, Reste verschwundener Orte und neu gegründete Museen und entführt behutsam in eine vergangene Welt.

Moderation: Jan Kvapil

Ausstellungsdauer: 17. März bis 27. April 2022

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9–16 Uhr, Sa 10–11.30 Uhr, So 14–16 Uhr

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Instituts für Germanistik an der Universität Ústí nad Labem in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder

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Dienstag, 26. April 2022

19.00 Uhr

Im Fokus: Die Sopranistin Dagmar Pecková

In der Reihe "Interviews zu Böhmen"

Youtube-Premiere

Dagmar Pecková, geboren in der Nähe von Chrudim in Ostböhmen, ist eine international erfolgreiche Sopranistin und gehört zu den bekanntesten Opernsängerinnen Tschechiens. Bereits zu Beginn ihrer Karriere kam sie mit beiden deutschen Staaten in Berührung: 1984 absolvierte sie einen ersten Aufenthalt in Bayreuth, von 1985 bis 1989 war sie an der Semperoper in Dresden tätig. Im Gespräch äußert sie sich zu ihren Erfahrungen mit dem Publikum in Deutschland, zu ihren wichtigsten Rollen auf deutschen Bühnen, zu Musikkritikern und Musikkulturen sowie zu ihrem Leben zwischen Deutschland und Tschechien. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie auch eine CD mit Weihnachtsliedern aus ganz Europa.

Moderation: Wolfgang Schwarz

Link zu der YouTube-Premiere >>

Ein Angebot des Kulturreferats für die böhmischen Länder

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Donnerstag, 21. April 2022

18.30 Uhr

Kulturelle Brücken in Europa. Adel aus Böhmen und Mähren nach 1945

Ausstellungseröffnung und Filmvorführung

Alfred-Kubin-Galerie im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, München

Als Adelige aus Böhmen und Mähren nach 1945 Brücken über politische, nationale und gesellschaftliche Grenzen hinweg schlugen, war ihr Wirken von Kultur, Menschlichkeit und christlichem Glauben geprägt. Dank ihrer familiären Verbindungen sowie der Zugehörigkeit zu europäischen und christlichen Netzwerken und geleitet von einem ererbten Verantwortungsgefühl trugen auch sie schließlich zur politischen Wende im Jahr 1989 bei.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts verlor der Adel in den böhmischen Ländern nach und nach seine zentrale Rolle in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Adelige, die als Deutsche galten, enteignet und vertrieben. Von denjenigen, die sich als Tschechen betrachteten, flohen viele nach dem kommunistischen Umsturz 1948 aus dem Land.

Wie ihre Landsleute mussten sie im Exil aus dem Nichts neue Existenzen aufbauen. Trotzdem halfen auch sie materiell und finanziell, auf offiziellen und heimlichen Wegen, gründeten Hilfswerke und informierten in den Medien über das Geschehen diesseits und jenseits der Grenzen. Sie hielten das Bewusstsein für die gemeinsamen kulturellen Wurzeln wach, obwohl ihr engagierter Einsatz oft abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit stattfand.

In Erinnerung an die langjährige Geschäftsführerin des Adalbert Stifter Vereins Johanna von Herzogenberg, die 2021 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, möchten wir die Wahrnehmung für diesen Abschnitt unserer gemeinsamen Vergangenheit schärfen. Er bildet einen bedeutenden Mosaikstein der mitteleuropäischen Geschichte im 20. Jahrhundert.

Im Rahmen der Ausstellungsvorbereitung wurden auch Zeitzeugeninterviews aufgenommen. Aus diesen Interviews entstand der Film Adel im Exil, der an diesem Abend seine Premiere feiert.

Grußworte: Peter Becher (Adalbert Stifter Verein), Zdeněk Hazdra (Ústav pro studium totalitních režimů)

Festrede: Jaroslav Lobkowicz (Unternehmer, Politiker und Oberhaupt des Hauses Lobkowicz)

Adel im Exil, D/CZ 2022. Drehbuch Jan Blažek (Post Bellum), 30 Min.

Anmeldung erforderlich unter eveeno.com/kulturelle-bruecken

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut zur Erforschung totalitärer Regime [Ústav pro studium totalitních režimů], Prag

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Dienstag, 19. April 2022

19.00 Uhr

Die innere Kolonisierung

Vortrag in der Reihe "Mein Weg zu unseren Deutschen"

Youtube-Premiere

Der Theaterregisseur und Drehbuchautor Jiří Havelka, geboren 1980 in Iglau/Jihlava, engagierte sich in mehreren Projekten für die Aufarbeitung der Nachkriegsgewalt an Sudetendeutschen. Sein Theaterstück Dechovka [Blasmusik], in dem es um das Massaker an Deutschen im mährischen Dobrenz/Dobronín kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geht, zeigte er 2016 mit seiner Prager Theatergruppe VOSTO5 auch im Sudetendeutschen Haus in München. Seine Online-Vorstellung Očitý svědek (Augenzeug) am Prager Nationaltheater hat die Ermordung von deutschen Zivilisten im Juni 1945 an der Schwedenschanze bei Prerau/Přerov zum Thema. Und das Theaterstück Vlastnici (Eigentümer) über eine Eigentümerversammlung, das Havelka 2020 als Filmfassung bearbeitete, wurde zu einem der erfolgreichsten tschechischen Filme der letzten Jahre.

Moderation: Wolfgang Schwarz

Hier geht es zu der Online-Veranstaltung

Ein Video des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München

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Freitag, 8. April 2022

19.00 Uhr

Die Mühle

Buchpremiere und Lesung

Tschechisches Zentrum, Prinzregentenstr. 7, München

Die Autorin, Schauspielerin und Filmregisseurin Rena Dumont, geboren und aufgewachsen in Prossnitz (Prostějov), lebt seit ihrer Flucht aus der Tschechoslowakei 1986 in Deutschland. Als Schauspielerin hatte sie u. a. Auftritte bei den Münchner Kammerspielen und wirkte auch in zahlreichen TV-Produktionen mit. Als Filmregisseurin realisierte sie 2017 den Kurzfilm Hans im Pech über die Reise eines westdeutschen Fabrikangestellten in die kommunistische Tschechoslowakei zur Beerdigung seiner Großmutter.

2013 erschien ihr erster Roman Paradiessucher. In ihrem neuen Roman Die Mühle, den sie dem Publikum erstmals vorstellt, erzählt Rena Dumont inspiriert von wahren Ereignissen von einer isolierten Müllerfamilie in Südböhmen im Widerstand gegen zwei aufeinanderfolgende totalitäre Systeme.

Das Kulturreferat für die böhmischen Länder arbeitete auch bei zwei Fotoausstellungen mit Rena Dumont zusammen, zuletzt Fasching in Böhmen. Fotografien von František Zemen.

Moderation: Jörg Becken (Klak Verlag)

Anmeldung per E-Mail an ccmunich@czech.cz

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Tschechischen Zentrums in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder

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Mittwoch, 6. April 2022

20.00 Uhr

Ortsnamen im tschechischen Grenzgebiet nach 1945

Vortrag

Youtube-Premiere

Wie wurde aus dem Namen Freiwaldau/Frývaldov schließlich Jeseník? Dieser und ähnlichen Fragen geht die Sprachwissenschaftlerin Tereza Klemensová in ihrem Vortrag nach, der sich mit der Entwicklung der Ortsnamen im tschechischen Grenzgebiet vor und insbesondere nach 1945 befasst. Die Namen spiegeln die über Jahrhunderte bestehende deutsch-tschechische Zweisprachigkeit wider. Als Beispiel dient Material aus dem Bezirk Jeseník in Mährisch-Schlesien. Für diese Region gilt – wie auch für andere Regionen der ehemaligen Sudetengebiete –, dass die Ortsnamen oft deutschen Ursprungs waren. Mit der Zeit wurden sie mehr oder weniger stark slawisiert und verloren ihren deutschen Klang.

Die Ortsnamen werden hier nicht nur als sprachliche und historische Gegenstände erörtert, sondern auch als aktuelles Diskussionsthema. Denn für die heutigen Bewohner dieser Gegenden sind sie das Gedächtnis der Orte, ein Nachweis regionaler Identität oder gar Marketinginstrument.

Moderation: Anna Paap

Der Youtube-Link: https://youtu.be/YFHD6FYvqpg

Ein Video des Kulturreferats für die böhmischen Länder

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Montag, 4. April 2022

19.00 Uhr

Auf Reisen Habsburgs Vielfalt ordnen

Lesung und Gespräch mit Jana Osterkamp und Jaroslav Rudiš

Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München

Die Geschichte Mitteleuropas mit der Vielfalt der Völker, Sprachen und historischen Räume hat in der Kunst einzigartige Geschichten und literarische Figuren und in der Politik innovative Ideen hervorgebracht. Gerade der habsburgische Föderalismus ist für das geeinte Europa heute anschlussfähig, das zeigt Jana Osterkamp in ihrem Buch Vielfalt ordnen. Das föderale Europa der Habsburgermonarchie (Vormärz bis 1918) (Vandenhoeck & Ruprecht 2020).

In der Belletristik heute ist „Habsburg“ eher ein verschwundenes Land. Jaroslav Rudiš hat es mit seinem Roman Winterbergs letzte Reise (Luchterhand 2019) von Berlin nach Sarajevo über Reichenberg, Prag, Wien und Budapest wieder zum Leben erweckt.

In dieser Veranstaltung kommen die beiden Autoren ins Gespräch über Mitteleuropa.

Moderation: Niels Beintker (BR)

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins und des Collegium Carolinum.

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Donnerstag, 31. März 2022

20.00 Uhr

Stunden aus Blei

Lesung und Gespräch mit Radka Denemarková

Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, München und Stream

Peking ist der Sehnsuchtsort vieler Europäerinnen und Europäer, die nach China kommen, um sich zu finden, ihr Leben in neue Bahnen zu lenken oder einfach viel Geld zu verdienen. Doch den Möglichkeiten zur eigenen Entfaltung sind in dem kommunistischen Land starre Grenzen gesetzt, und die Begegnung mit chinesischen Dissidenten stellt ihre Wertvorstellungen auf die Probe. Eine tschechische Schriftstellerin, die sich voller Überzeugung für demokratische Werte einsetzt, wird zum moralischen Leitstern für eine chinesische Studentin. Die gemeinsame Lektüre philosophischer Texte unter anderem von Václav Havel animiert die junge Frau schließlich zum Widerstand. Fast unauffällig taucht vor dem Hintergrund der Schicksale der Romanfiguren die Frage nach dem Wert der Menschenrechte und westlicher Werte auf. Wie viel davon kann aufgegeben werden – in Konfrontation mit Geld, Macht und Erpressung –, bis man sich selbst (oder auch die eigene Familie) verliert und aufgibt? Wie viel ist ein Leben ohne Freiheit wert?

Moderation: Zuzana Jürgens

Radka Denemarkovás aktueller Roman Stunden aus Blei (Hodiny z olova, 2019) ist 2022 bei Hoffmann und Campe Verlag erschienen, aus dem Tschechischen übersetzt von Eva Profousová. Er war in Tschechien Buch des Jahres 2019. Es ist der große Roman über das China von heute – das die Autorin selbst nicht mehr betreten darf.

Eintritt: 15 / 10 €; Stream-Tickets: ab 5 €

Tickets bei reservix [Link: https://literaturhaus-muenchen.reservix.de/p/reservix/event/1844430] oder unter 018 06/70 07 33

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins, der Stiftung Literaturhaus und des Tschechischen Zentrums München

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Donnerstag, 24. März 2022

19.00 Uhr

Die Privatsekretärin

Premiere der rekonstruierten Fassung zum 125. Geburtstag des Drehbuchautors Franz Schulz aus Prag mit einer Einführung seiner Biografin G.G. von Bülow

Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München

„Ich bin ja heut' so glücklich“ – der Titel des Liedes von Paul Abraham charakterisiert die ansteckende Fröhlichkeit des Films. Die Geschichte der selbstbewussten jungen Frau, die in die Stadt kommt, um nicht nur einen Job als Stenotypistin zu finden, sondern sich einen reichen Mann zu angeln, könnte kaum simpler sein. Doch das Zusammenspiel von einfallsreicher Regie, eingängiger Musik und ausgelassener Spielfreude der Darsteller machte aus dem mit bescheidenen Mitteln gedrehten dritten Tonfilm von Wilhelm Thiele einen Hit, der überall in Europa und auch in Amerika erfolgreich war. Es war der Durchbruch und größte Erfolg für die junge Schauspielerin Renate Müller, die bereits sechs Jahre später im Alter von 31 Jahren verstarb. Aber nicht minder wichtig für den Erfolg des Films war die Verkörperung des skurrilen Bankdieners durch den unwiderstehlichen Felix Bressart, der nach seiner Emigration in Hollywood in Filmen Ernst Lubitschs brillierte.

Nach dem tragischen Tod von Renate Müller, die sich mit den nationalsozialistischen Machthabern nicht arrangieren wollte und von der Gestapo beschattet wurde, sind offenbar alle Kopien des Films Die Privatsekretärin aus dem Verkehr gezogen und das Negativ vernichtet worden. Erst in den 1990er Jahren konnte das Bundesarchiv drei Rollen einer seinerzeit englisch untertitelten Kopie des deutschen Originals sichern. 2017 fanden sich in der Library of Congress zwei 16mm-Kopien des Films, die es zusammen mit dem anderen Material erlaubten, den vollständigen Film digital zu rekonstruieren.

Die Privatsekretärin. Deutschland 1931. 84 Minuten. Regie: Wilhelm Thiele, Drehbuch: Franz Schulz

Format: 35mm, 1:1,19, s/w, Tobis-Klangfilm. Rekonstruktion: Filmmuseum München 2019/2022

Eine Veranstaltung des Filmmuseums München in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

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Donnerstag, 17. März 2022

 

 

Verblichen, aber nicht verschwunden. Eine Spurensuche im Böhmerwald

Ausstellung

Foyer der Philosophischen Fakultät der Universität Aussig/Ústí nad Labem, Centrum Bavaria Bohemia, Pasteurova 13, Ústí nad Labem

Im Rahmen eines Forschungsverbunds aus Einrichtungen an den Universitäten Regensburg, Passau, Prag und Aussig/Ústí nad Labem sowie dem Kulturreferat für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein ging im Oktober 2019 eine Exkursion mit Studierenden den Spuren der ehemaligen deutschsprachigen Bevölkerung im Böhmerwald nach. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wählten jeweils eine der dabei entstandenen Fotografien aus und verfassten dazu einen Text. Die zweisprachig deutsch-tschechische, auch in digitaler Form existierende Ausstellung zeigt alte Friedhöfe, Kirchen, Reste verschwundener Orte und neu gegründete Museen und entführt behutsam in eine vergangene Welt.

Eine Vernissage findet nicht statt. Am 27. April wird es um 15 Uhr eine Finissage mit dem Kurator der Ausstellung, Wolfgang Schwarz, geben.

Ausstellungsdauer: 17. März bis 27. April 2022

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9–16 Uhr, Sa 10–11.30 Uhr, So 14–16 Uhr

Eintritt frei

Eine Ausstellung des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Institut für Germanistik an der Universität Ústí nad Labem

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Dienstag, 8. März 2022

19.00 Uhr

Böhmische Spuren in München: Gudrun Heißig

Gespräch

Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München und auf Youtube

Gudrun Heißig (geb. 1942 in Gablonz an der Neiße/Jablonec nad Nisou) hat sich als Übersetzerin und Dolmetscherin für Tschechisch einen Namen gemacht. Seit Jahren begleitet sie tschechische Politikerinnen und Politiker und andere Persönlichkeiten aus Tschechien bei ihren Terminen in Bayern, auch bei öffentlichen Auftritten. Ebenfalls bayerische Ministerinnen und Minister als auch Ministerpräsidenten wurden von nahmen sie als Dolmetscherin in Anspruch. Für prominente deutsch-tschechische Dialogforen dolmetschte sie Persönlichkeiten wie Volkmar Gabert, Franz Olbert, Bohumil Doležal, Petr Uhl und Petr Pithart. Gleichzeitig engagiert sie sich im Bereich der sudetendeutsch-tschechischen Verständigung.

Im Zuge der Familienzusammenführung kam sie mit ihrer Familie erst 1964 nach Deutschland. In München studierte sie ab 1966 Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Ethnographie und war danach als Dolmetscherin und Übersetzerin tätig. Zudem arbeitete sie in der Prüfungskommission für Dolmetscher und Übersetzer.

Zuzana Jürgens (Adalbert Stifter Verein) spricht mit Gudrun Heißig über ihre Zeit in der Tschechoslowakei und in München und über ihre Arbeit als Dolmetscherin und Übersetzerin.

Eintritt frei

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Samstag, 26. Februar 2022

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Böhmischer Fasching im Museum

Maskengestalten für Kinder von fünf bis zehn Jahren

Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München 

Wer hat Lust auf eine einzigartige Faschingsmaske? Farbenfrohes Papier, Bommeln, Federn und vieles mehr stehen bereit, um mit Kulturreferentin Anička Paap und Museumspädagogin Nadja Schwarzenegger eigene Faschingsmasken zu gestalten.

Im Anschluss an das Maskengestalten sind die jungen Teilnehmer von fünf bis zehn Jahren für einen kleinen „Faschingsumzug“ in die Dauerausstellung des Sudetendeutschen Museum bestens vorbereitet. Im Museum erfahren sie, was es mit dem Faschingsfest überhaupt auf sich hat und auf welche Feste im Jahr sie sich noch freuen dürfen.

Über die neue Sonderausstellung „Fasching auf Böhmisch“, die sich die Kinder auch anschauen werden, erfahren Sie mehr Informationen hier.

Eintritt: frei

Anmeldung unter museum-anmeldung@sudetendeutsche-stiftunge.de (bis 24. 2.)

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Sudetendeutschen Museum

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Donnerstag, 24. Februar 2022

19.00 Uhr

Vertriebene Kinder

Buchvorstellung mit Jan Blažek und Marek Toman

Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, München

Vor einigen Jahren führte der Dokumentarfilmer Jan Blažek Filmgespräche mit Zeitzeugen, die die Vertreibung aus der Tschechoslowakei als Kinder erlebt haben. Fünf dieser Geschichten hat der Schriftsteller Marek Toman zusammen mit namhaften tschechischen Comiczeichnern und -zeichnerinnen in eine Graphic Novel verwandelt, die 2020 von der tschechischen NGO Post Bellum unter dem Titel Odsunuté děti (Vertriebene Kinder) herausgebracht wurde. Das Buch erscheint auch auf Deutsch.

Wie erlebten die Kinder das Ende des Zweiten Weltkriegs? Was konnten sie mitnehmen, und wie war der Abschied von ihrem Heimatort? Was erlebten sie in Sammellagern und Viehwaggons während der Vertreibung? Wie war ihre Ankunft im zerstörten Deutschland? Und wo fühlen sie sich heute zu Hause? Die Autoren Jan Blažek und Marek Toman erzählen im Gespräch mit Zuzana Jürgens (Adalbert Stifter Verein) über die Entstehung der Graphic Novel sowie über die Resonanz in Tschechien.

Eintritt frei

Anmeldung erforderlich: Tel. 089/449993-0.

In Kooperation mit dem Haus des Deutschen Ostens und dem Tschechischen Zentrum München

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Mittwoch, 23. Februar 2022

19.00 Uhr

Geschichte als Graphik Novel: Vertriebene Kinder aus dem Sudetenland

Buchvorstellung mit Jan Blažek und Marek Toman

Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V., Am Ölberg 2, Regensburg

Vor einigen Jahren führte der Dokumentarfilmer Jan Blažek Filmgespräche mit Zeitzeugen, die die Vertreibung aus der Tschechoslowakei als Kinder erlebt haben. Fünf dieser Geschichten hat der Schriftsteller Marek Toman zusammen mit namhaften Comiczeichnern und -zeichnerinnen in eine Graphic Novel verwandelt, die 2020 von der tschechischen NGO Post Bellum unter dem Titel Odsunuté děti (Vertriebene Kinder) herausgebracht wurde. Das Buch erscheint auch auf Deutsch.

Wie erlebten die Kinder das Ende des Zweiten Weltkriegs? Was konnten sie mitnehmen, und wie war der Abschied von ihrem Heimatort? Was erlebten sie in Sammellagern und Viehwaggons während der Vertreibung? Wie war ihre Ankunft im zerstörten Deutschland? Und wo fühlen sie sich heute zu Hause? Die Autoren Jan Blažek und Marek Toman erzählen im Gespräch mit Carsten Lenk über das Projekt und über die Entstehung der Graphic Novel sowie über die Resonanz in Tschechien.

Eintritt frei

Anmeldung über EBW Regensburg bis zum 21.02.22 12.00 Uhr. Das Platzkontingent ist begrenzt.

In Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg und dem Tschechischen Zentrum München

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Donnerstag, 10. Februar 2022

19.00 Uhr

Böhmische Spuren in München: Gustav Machatýs Ekstase (Wiederholung)

Filmvorführung der restaurierten deutschen Fassung

Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München

Tschechoslowakei 1933, R: Gustav Machatý, B: František Horký, Gustav Machatý, K: Jan Stallich, Hans Androschin, M: Giuseppe Becce, D: Hedy Kiesler, Zvonimir Rogoz, Aribert Mog, Jan Sviták, Leopold Kramer, Karel Mácha-Kuča | 87 Min. | deutsche Originalfassung

Diese explizite Inszenierung weiblichen Begehrens taugte 1933 zum Skandal: Der Film über den vitalistischen Ausbruch einer schönen Frau aus ihrer unbefriedigenden Ehe befeuerte sowohl die Karriere der Hauptdarstellerin Hedy Kiesler, die später als Hedy Lamarr in Hollywood reüssierte, als auch die des Regisseurs Gustav Machatý, dessen innovative Kamerabehandlung und filmische Erzählweise hier Maßstäbe setzen. Von 1950 bis zu seinem Tod lebte der Regisseur in München. Das Filmmuseum zeigt zusammen mit dem Adalbert Stifter Verein die restaurierte Fassung des Films.

Eintritt: 5 Euro

Karten nur an der Abendkasse, Reservierungen sind derzeit nicht möglich.

In Kooperation mit dem Filmmuseum München und dem Tschechischen Zentrum München

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Donnerstag, 3. Februar 2022

19.00 Uhr

Toyen, Winterberg und die Nachtgestalten

Ein Abend mit dem tschechischen Autor Jaroslav Rudiš

Hamburger Kunsthalle (Werner-Otto-Saal), Glockengießerwall 5, Hamburg

Gemeinsam mit dem mehrfach preisgekrönten Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor Jaroslav Rudiš entdecken wir Prag als Ort der künstlerischen Avantgarde bis zum Zweiten Weltkrieg, in der die surrealistische Künstlerin Toyen (1902–1980) eine kaum zu überschätzende Rolle spielte. Verbunden damit teilt Rudiš seine Erinnerungen an die kommunistische Zeit bis zur Samtenen Revolution und geht auf Besonderheiten von Kunst und Literatur im heutigen Tschechien ein. Mit Auszügen aus Winterbergs letzte Reise und Nachtgestalten sowie musikalischen Beiträgen gibt der Autor spannende Einblicke in sein eigenes literarisches Werk und in die Prager Kunst- und Kulturszene. Im Gespräch teilt Rudiš seinen ganz persönlichen Blick auf Toyen und die heutige Relevanz der von ihr bereits in den 1920er Jahren aufgeworfenen Fragen, die sich durch ihr gesamtes künstlerisches Werk ziehen.

Jaroslav Rudiš gehört zu den bekanntesten Gegenwartsautoren Tschechiens, erhielt zahlreiche Preise, darunter 2014 den Usedomer Literaturpreis, 2018 den Preis der Literaturhäuser oder 2020 den Chamisso-Preis für seinen Roman Winterbergs letzte Reise. Zuletzt wurde er 2021 für seinen Beitrag zur Verständigung der beiden Länder Tschechien und Deutschland mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung TOYEN (noch bis 13. Februar in der Hamburger Kunsthalle).

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und später auf der Website der Hamburger Kunsthalle und auf dem Youtube-Kanal des Adalbert Stifter Vereins abrufbar sein.

Moderation: Christina Frankenberg (Tschechisches Zentrum Berlin)

Eintritt 16/10 Euro

Anmeldung erforderlich unter veranstaltung@hamburger-kunsthalle.de

Foto: Peter von Felbert

Eine Veranstaltung der Hamburger Kunsthalle in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder

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Dienstag, 1. Februar 2022

18.00 Uhr

Verblichen, aber nicht verschwunden

Ausstellung über eine Spurensuche im Böhmerwald

Centrum Bavaria Bohemia, Freyung 1, Schönsee

Die Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen sind inzwischen auf eine gemeinsame Zukunft ausgerichtet, die gemeinsame Geschichte gestaltete sich aber nicht konfliktfrei. Ein Forschungsverbund aus Einrichtungen an den Universitäten Regensburg, Passau, Prag und Ústí nad Labem (Aussig) sowie dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein widmet sich seit 2017 dem Thema Grenze/n in nationalen und transnationalen Erinnerungskulturen zwischen Tschechien und Bayern und hat dabei auch den wissenschaftlichen Nachwuchs im Blick.

Eine Exkursion mit Studierenden der genannten Universitäten ging in diesem Rahmen im Oktober 2019 den Spuren der ehemaligen deutschsprachigen Bevölkerung im Böhmerwald nach. Die Teilnehmer*innen wählten jeweils eine der dabei entstandenen Fotografien aus und verfassten dazu einen Text. Die zweisprachig deutsch-tschechische, auch in digitaler Form existierende Ausstellung zeigt alte Friedhöfe, Kirchen, Reste verschwundene Orte und neu gegründete Museen und entführt behutsam in eine vergangene Welt.

Im Anschluss an die Vernissage befragt Wolfgang Schwarz Mikuláš Zvánovec von der Karlsuniversität Prag über die heutige Wahrnehmung des kulturellen Erbes der deutschsprachigen Bevökerung in Tschechien.

Ausstellungskonzept: Wolfgang Schwarz

Dauer der Ausstellung: 2. Februar bis 11. März 2022

Öffnungszeiten: Mo, 10-19 Uhr, Fr 10-14 Uhr, Sa 10-11.30 Uhr, So 14-16 Uhr

Eintritt frei

Eine Ausstellung des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Centrum Bavaria Bohemia

Gefördert durch die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur

Digitale Ausstellung: https://www.uni-regensburg.de/bohemicum/medien/aktuelles/ausstellung_verblichen_interaktiv.pdf

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Donnerstag, 27. Januar 2022

19.00 Uhr

Eva Lustigová: Der große, weiße Weg

Vortrag und Gespräch in der Reihe „Mein Weg zu unseren Deutschen“

YouTube-Premiere

Eva Lustigová, 1956 geboren, ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin des Arnošt Lustig-Stiftungsfonds, der nach ihrem Vater, dem 2011 verstorbenen tschechisch-jüdischen Schriftsteller und Journalisten benannt wurde. Sie widmet sich vor allem der Vermittlung des Vermächtnisses von Arnošt Lustig, so etwa in dem Dokumentarfilm Přítomnost Arnošta Lustiga (Die Präsenz von Arnošt Lustig, 2012) oder mit der Herausgabe von Büchern wie Vlny štěstí Arnošta Lustiga (Glückswellen des Arnošt Lustig, 2021), die Texte oder Interviews ihres Vaters enthalten. In der Reihe „Mein Weg zu unseren Deutschen“ erzählt sie von ihrer persönlichen Beziehung zu den (Sudeten-)Deutschen.

Hier geht's zu der Online-Veranstaltung >>

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München

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Dienstag, 25. Januar 2022

19.00 Uhr

Adalbert Stifter: Amtliche Schriften zu Schule und Universität

Präsentation der 10. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe

Sudetendeutsches Haus, Hochstr. 8, München

Von 1850 bis 1864 bekleidete Adalbert Stifter in Linz die Stelle eines k. k. Schulrats – eine Aufgabe, die er als Jurist äußerst engagiert und eifrig wahrnahm. Die sechs Bände mit dem ausführlich kommentierten amtlichen Schrifttum des k.k. Schulrats Adalbert Stifter zeigen, wie sich Stifter mit dem Ministerium und mit kirchlichen Stellen auseinandersetzte, wie er für die Verbesserung des Schulwesens eintrat und sich obendrein um eine Verbesserung der oft miserablen Wohn- und Lebensbedingungen der Dorflehrer kümmerte.

Der Herausgeber und Stifter-Forscher Walter Seifert, ehemaliger Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Passau, stellt die Edition vor, der Sprecher Helmut Becker liest ausgewählte Texte und Briefe. Einführung: Johannes John (Redakteur der Historisch-kritischen Stifter-Ausgabe an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften).

Moderation: Franziska Mayer (Adalbert Stifter Verein)

Eintritt frei

In Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

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Donnerstag, 20. Januar 2022

19.00 Uhr

M. Pilátová: Mit Baťa im Dschungel

Lesung und Gespräch auch auf YouTube

Projektor – HP8, Hans-Preißinger-Str. 8, München

In einem vielstimmigen Romanmosaik erzählt die tschechische Autorin Markéta Pilátová die faszinierende Geschichte des tschechischen Schuhfabrikanten Jan Antonín Baťa. Vor den Nationalsozialisten geflüchtet und von den Kommunisten verunglimpft, versuchte er in Brasilien seine unternehmerischen Ideale weiterzuleben. Mitten im Urwald gründete er neue Städte und erbaute Fabriken.

Markéta Pilátová begibt sich auf die Spuren Baťas und seiner Familie, die sich der neuen Umgebung anpasste und doch ihre mitteleuropäischen Wurzeln in sich trug. Sie erzählt vom Kampf gegen die widerspenstige tropische Natur, vom Pioniergeist, aber auch von der Sehnsucht nach dem alten Europa und der Suche nach historischer Gerechtigkeit. Der Roman erschien 2020 im Wieser Verlag in einer Übersetzung von Sophia Marzolff.

Moderation: Anna-Elena Knerich (BR), Lesung Sophia Marzolff.

Anmeldung unter: eveeno.com/hp8_pilatova

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins, des Mittel Punkt Europa e.V., der Münchner Stadtbibliothek und des Tschechischen Zentrums München in Zusammenarbeit mit dem Institut für Slavistik an der LMU. Gefördert durch das Tschechische Literaturzentrum.

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Donnerstag, 13. Januar 2022

19.00 Uhr

Böhmische Spuren in München: Gustav Machatýs Ekstase

Filmvorführung der restaurierten deutschen Fassung

Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München

Tschechoslowakei 1933, R: Gustav Machatý, B: František Horký, Gustav Machatý, K: Jan Stallich, Hans Androschin, M: Giuseppe Becce, D: Hedy Kiesler, Zvonimir Rogoz, Aribert Mog, Jan Sviták, Leopold Kramer, Karel Mácha-Kuča | 87 Min. | deutsche Originalfassung

Diese explizite Inszenierung weiblichen Begehrens taugte 1933 zum Skandal: Der Film über den vitalistischen Ausbruch einer schönen Frau aus ihrer unbefriedigenden Ehe befeuerte sowohl die Karriere der Hauptdarstellerin Hedy Kiesler, die später als Hedy Lamarr in Hollywood reüssierte, als auch die des Regisseurs Gustav Machatý, dessen innovative Kamerabehandlung und filmische Erzählweise hier Maßstäbe setzen. Von 1950 bis zu seinem Tod lebte der Regisseur in München. Das Filmmuseum zeigt zusammen mit dem Adalbert Stifter Verein die restaurierte Fassung des Films.

In den Film und die Restaurierung führt Nikolaus Wostry ein (Filmarchiv Austria).

Eintritt: 5 Euro

Kartenvorbestellungen unter Tel. 089 233-24150

In Kooperation mit dem Filmmuseum München und dem Tschechischen Zentrum München

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